Der Quedlinburger Roland ist ein bedeutendes Wahrzeichen der Stadt und ein Symbol für Freiheit und Stadtrecht. Die imposante Statue steht auf dem Marktplatz in unmittelbarer Nähe des Rathauses und zieht sofort die Blicke auf sich. Mit seiner historischen Bedeutung und der detailreichen Gestaltung vermittelt er einen spannenden Eindruck von der mittelalterlichen Geschichte Quedlinburgs. Besonders schön ist es, den Roland im Zusammenspiel mit den umliegenden Fachwerkhäusern zu betrachten, die das Ensemble noch eindrucksvoller wirken lassen. Viele Besucher nutzen den Ort auch als Fotomotiv und Ausgangspunkt, um die charmante Altstadt zu erkunden. Wer Quedlinburg besucht, sollte sich diesen besonderen Ort nicht entgehen lassen – er gehört fest zur Identität der Stadt und erzählt ein Stück ihrer langen Geschichte.
Eine Rolandstatue wie sie in vielen deutschen Städten zu finden ist: Mit seiner Größe von 2,75 ist er allerdings der zweitkleinste und neben den Rolanden von Bremen und Halberstadt eine der ältesten erhaltenen Rolandfiguren. Der Quedlinburger Roland wurde erstmals 1460 erwähnt, nachdem Kosten für die Reparatur auftauchten. Vermutet wird, dass er relativ zeitnah nach dem Beitritt Quedlinburgs zur Hanse im Jahre 1426 bzw. der Errichtung 1433 des Rolands in der Schwesterstadt Halberstadt errichtet wurde.
Im Südwesten des Quedlinburget Rathauses steht die 2.75 Meter hohe, aus Buntsandstein gefertigte Rolandfigur. 1460 wurde der "Roland" zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Die Figur zeigte die Zugehörigkeit Quedlinburgs zur Hanse. Nach einem Streit zwischen den Stadtoberen und der Äbtissin Hedwig, Herzogin von Sachsen 1477 zerstört. 1569 ließ der Rat die Rolandsfigur im Hof des Ratskellers wieder aufstellen. Ursprünglich war die Figur auf dem Marktplatz aufgestellt.