Die Burgruine Hohenegg ist ein absolut lohnenswertes Ausflugsziel. Die beiden vorderen Teile der Anlage sind frei zugänglich und können in Ruhe erkundet werden. Lediglich der talseitige, hinterste Abschnitt bleibt – vermutlich aus Sicherheitsgründen – verschlossen. Schade eigentlich, denn ein Blick durch das Gittertor lässt bereits erahnen, wie spannend es dort drinnen wäre. Doch auch der frei zugängliche Bereich hat viel zu bieten: Zahlreiche Details zeugen von der bewegten Geschichte der Burg, und die eindrucksvolle Architektur macht Hohenegg gerade für Burgenliebhaber zu einem echten Highlight. Wer ein Faible für alte Mauern und historische Baukunst hat, wird hier garantiert fündig.
Im Ort sind die Parkmöglichkeiten begrenzt; eine gute Alternative ist es, mit dem Auto höher zur Burg zu fahren und dort zu parken – ideal, wenn die Ruine allein im Fokus steht.
Die Burgruine Hohenegg, gelegen im Dunkelsteinerwald oberhalb von Hafnerbach (Bezirk St. Pölten-Land), wurde erstmals im Jahr 1140 urkundlich erwähnt und zählt zu den ältesten und bedeutendsten herrschaftlichen Sitzen der Region.
Um 1188 erbte ein Zweig der Grafen von Hohenburg die Anlage, und über eine Erbtochter gelangte die Burg in die Hände des Markgrafen Diepold von Vohburg. Um 1210 wurde sie vom Herzogtum Österreich als landesfürstliches Lehen an Rudolf von Pottendorf vergeben.
In 1358 erwarb Reinprecht I. von Walsee die Burg. Die Familie Walsee veranlasste umfangreiche Erweiterungen, ehe Matthäus von Spaur die Burg um 1464 endgültig übernahm. Christoph von Spaur veräußerte sie 1542 an Ludwig von Kirchberg, dessen Erben sie 1571 erhielten.
Ab 1579 befand die Burg sich im Besitz des Ritters Albrecht Enenkel, der sie zwischen 1584 und 1594 in ein prachtvolles Renaissanceschloss umbaute. Danach gelangte sie um 1606 an die Familie Mamming und wechselte anschließend mehrfach den Besitzer.
Zwischen 1624 und 1629 erhielt die Familie Montecuccoli – konkret durch die Belehnung von Graf Ernesto Montecuccoli durch Kaiser Ferdinand II. – den Besitz der Herrschaft Hohenegg. Die Montecuccoli zählten noch im 17. Jahrhundert zu den bedeutendsten Adelsfamilien in der Region. In 1631 residierte Gräfin Barbara Montecuccoli auf der Burg, später ließ Raimondo Montecuccoli umfangreiche Ausbauten durchführen, darunter Vorburg und den siebenstöckigen Glockenturm.
Um 1740 verlegte Graf Zeno Montecuccoli den Herrschaftssitz ins nahegelegene Schloss Mitterau – von da an diente Hohenegg nur mehr gelegentlich als Jagdsitz. Ab 1787 wurden Teile der Burg (insbesondere die Vorburg) abgetragen, unter anderem ausgelöst durch finanzielle Belastungen wie die Dachsteuer, und die Burg begann zu verfallen.
Im 20. Jahrhundert, genauer ab den 1970er Jahren, engagierten sich lokale Initiativen und der Verein Burg Hohenegg für den Erhalt der Anlage. Die Ruine wurde teils gesichert und für kulturelle Nutzungen zugänglich gemacht. Heute ist sie im Besitz der Montecuccoli-Familie und bietet Raum für Veranstaltungen wie Theateraufführungen, Konzerte, Feiern und Rundwanderungen im...
Read moreRuine aus dem 12. JH. Ab 1787, verursacht durch die damals eingeführte Dachsteuer, wurde die Vorburg abgetragen, brauchbare Teile verkauft und die Burg schließlich dem Verfall preisgegeben. Was 230 Jahre so anrichten können :). Die Burg ist ein nettes Ausflugsziel, man kann mit dem Auto direkt hinfahren, oder z.B. von Hafnerbach hinwandern, und/oder rundum weiter durch den Wald wandern. Man kann nicht mehr viel ansehen, man kommt nur noch über die ersten beiden Burggräben, in den südlichsten Teil, wo - wenn ich mich nicht falsch erinnere - die Kellergewölbe sind, kommt man nicht mehr rein. Toilette war versperrt heute (wohl nur bei Festen geöffnet), man kann die Burg für kleine Feiern mieten, die Zeit der vielen, großen Alternative-Partys ist aber wohl vorbei. Etwa 10min. Fussweg entfernt gibt es die Waldschenke, wenn dort offen ist, steht in Richtung Friedwald ein Aufsteller, der darauf hinweist. Schade, dass man sie nicht mehr frei...
Read moreEiner der wenigen Plätze die es noch gibt an denen es "absolut still" ist. D. h. Kein Verkehrslärm aus der Ferne 🤗!!! Dadurch hört man mit etwas Glück (und wenn wenige andere Spaziergänger dort sind) Wind, Blätter fallen, Vögel zwitschern und gelegentlich sogar ganze Gruppen von Rotwild durch den Wald laufen (die sieht man dann natürlich auch wenn man drauf achtet!!! 😁) Ach ja, Grillen, mit etwas Geduld, kann man auch die nicht nur hören sondern beobachten! 1 A Naturerlebnis!! Die Ruine Hohenegg selbst ist auch wunderschön, und aus der Ferne aus allen Richtungen und in der Nähe ein schöner Platz um besondere Fotos (z. B. HOCHZEITEN) , zu machen. Wander und Rundwanderwege in allen möglichen Längen mit viel zu entdecken am Weg...
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