Das Weinviertel bietet besonders viele interessante, oft auch merkwĂŒrdige und kuriose (âRelexingâ in Nexing) Ziele. Ein geradezu klassisches Beispiel dafĂŒr ist die Gegend um Niedersulz und Nexing, die man am besten mit einer Wanderung (Franziskusweg) verbindet. Schon am Weg dorthin erscheint die Umgebung zunehmend vertrĂ€umt (Tipp: Man nehme den Bus 505 von Wolkersdorf aus, Wolkersdorf wiederum ist easy mit der S-Bahn zu erreichen). Und dann steigt man aus, mitten in der Pampa, und der Urlaub, nur 40 Kilometer abseits der Stadt, hat schon begonnen. Insgesamt stehen auf dem GelĂ€nde des Museumsdorfes Niedersulz im östlichen Weinviertel, einer im Jahr 1979 gegrĂŒndeten Freiluftschau, 80 Objekte, fast alle aus der Gegend, samt originalgetreuer Einrichtung: BauernhĂ€user, WerkstĂ€tten, Schuppen und Kirchen (eine lutherische Geheimkirche), die meisten aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Das Ă€lteste datierte GebĂ€ude stammt aus dem Jahr 1704. Spannend: Die Relikte der religiösen Minderheiten Niederösterreichs (die Hutterer und die TĂ€ufer). Die meisten der GebĂ€ude sind frei zugĂ€nglich und zeigen den Alltag und die Arbeitswelt des 19. Jahrhunderts. GemĂŒtlich wirkt die die gute Stube des BĂŒrgermeisters, karg hingegen die Einrichtung eines KleinhĂ€uslerhauses mit dem gestampften Lehmboden in der engen Schlafkammer. NatĂŒrlich darf auch eine Volksschule im Museumsdorf nicht fehlen, wo man in einem der beiden Klassenzimmer nochmals die Schulbank drĂŒcken kann. Die groĂe Tafel ist mit Kurrentbuchstaben beschrieben und von der Wand lĂ€chelt der selige Kaiser Franz Joseph auf die Tafelklassler herab. Schön: Als âHintausâ wird im Weinviertel die Hinterseite der Höfe bezeichnet. WĂ€hrend schöne Fassaden und blĂŒhende VorgĂ€rten das âVorausâ dominieren, herrscht im Hintaus eine gepflegte bauliche Unordnung. Fazit: Die gesamte Anlage wirkt weniger wie ein Museumsdorf, vielmehr vermitteln Kellergassen den Eindruck eines realen Weinviertler-Dorfes. Eine wunderbare Zeitreise also, das EingangsgebĂ€ude ist ĂŒbrigens von den AH3 Architekten! Wunderbare Zeitreise! Man fĂŒhlt sich tatsĂ€chlich wie in einem Weinviertler Dorf. Genial auch: Die Ausstellung ĂŒber religiösen Minderheiten in Niederösterreich, die Hutterer und die TĂ€ufer. Absolute...
   Read moreA special feature of this open-air museum is the representation of a single village of considerable size in the diversity of its spheres of life. 80 restored objects and numerous gardens where plant rarities are cultivated. In addition to the typical for the Weinviertel hook and draft farms can be found in the museum village farm buildings, craft houses, pigeon sheds, a functioning watermill and three Catholic churches or chapels. The museum village also runs an authentic historic tavern. Opening Hours: 15th April to 1st November daily: 9:30 am - 6 pm, last admission: 5 pm, From 15th October: 5 pm, Last...
   Read moreIm Internetauftritt und beim Eingang sollte auf zwei differierende Zeiten hingewiesen werden - nĂ€mlich auf Ăffnungszeiten und Besichtigungszeiten. Es stehen aber hier ausschlieĂlich nur die Ăffnungszeiten. Diese weisen ein Ende von 18 Uhr aus. Logisch denkend geht man daher davon aus, dass man das Angebot bis knapp vor 18 Uhr in vollem Umfang genieĂen kann und darauf achtet um (spĂ€testens)18 Uhr das GelĂ€nde zu verlassen. Dem ist aber nicht so. Wir haben einen sehr schönen und interessanten Nachmittag im Museumsdorf verbracht. Es fehlten uns nur mehr 3 HĂ€user um die Besichtigung zu komplettieren. Als wir in eines dieser HĂ€user eintreten wollten, ĂŒberholte uns eine Frau, ging kurz in den Gang hinein, drehte sich zu uns um und sagte barsch "closed". Dann sperrte sie die TĂŒr von auĂen zu. Es war 20 Minuten vor 18 Uhr. Ich habe sie auf deutsch gefragt ob sie die zu besichtigenden GebĂ€ude schon jetzt zusperre. Sie bejahte dies und verschwand; keine Entschuldigung, keine ErklĂ€rung, kein LĂ€cheln, nichts. Man sollte daher extra zu den Ăffnungszeitenangaben auch Angaben zu den Besichtigungszeiten der HĂ€user bzw. des Inneren derselben machen. Also Besichtigungen fĂŒr vorgenanntes 17:40 Uhr. Aufgrund dieses Sachverhalts nur 2 Sterne, da durch ein derartiges Auftreten der ganze schöne Nachmittag getrĂŒbt wurde. Es war mir daher ein BedĂŒrfnis dies aus einer zynischen Sichtweise zu kommentieren. Die Anlage selbst ist sehr schön gestaltet, sehr informativ und wirklich einen - oder besser - mehrere Besuche wert. Auch die freundliche Bedienung und preisgĂŒnstige Verpflegung im SĂŒdmĂ€hrerhof ist...
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