Es gibt Momente im Leben, wo man sich einfach nur ausgelaugt, gestresst und verloren fühlt. So ging es mir. Was soll man tun? Eines Abends beim Doku gucken auf Youtube, entdeckte ich eine Reportage über Auszeiten im Kloster. Eines davon war das Benediktinerinnen Kloster Engelthal bei Altenstadt. Ich suchte einen Ort der Stille und Besinnung, wieder zum eigenen Ich kommen, ohne Chi-Chi und Gedöns. Dann hab ich mir die Homepage angesehen und kurzer Hand am nächsten Tag dort angerufen und mich genauer informiert.
Nun ja, ein Nicht-gläubiger im Kloster, geht das? Ja, das geht!
Via Email habe ich dann ein verlängertes Wochenende gebucht. Ein Zimmer mit Dusche und Bad. Für 53Euro pro nacht, inklusive drei Mahlzeiten.
Wie gesagt, ich habe mit Religion nichts am Hut, aber das stört hier niemanden. Man lebt im Rhythmus der Nonnen, wenn man mag.
Das Kloster liegt wunderbar romantisch. Man kann für sich allein sein, oder eben auch Gespräch mit den Schwestern suchen. Die Natur um das Kloster läd zu Spaziergängen ein, die es einem schon erleichtern wieder zu sich zu kommen.
Das Gästehaus liegt innerhalb der Klostermauern, ist aber trotzdem vom Konvent der Nonnen getrennt. Sie leben strikt nach den Regeln des Benedikt.
5 mal beten die Nonnen in der Klosterkirche und Gäste sind jeder Zeit willkommen daran teilzunehmen. Die Gottesdienste dauern 20-30 Minuten. Das besondere, oder besser gesagt schöne, die Psalme des Alten Testaments werden gesungen. Das ist eine unglaubliche Atmosphäre. Hier als Beispiel die festgelegten Zeiten der Gottesdienste:
6.00 Uhr Laudes (Morgenlob) 8.00 Uhr Eucharistiefeier (Sonntags 9.00 Uhr) 12.00 Uhr Mittagshore 17.30 Uhr Vesper (Abendlob) (Sonntags 17.00 Uhr) 20.00 Uhr Komplet und Vigilien
Ich machs kurz, es war ein wunderbarer Aufenthalt, der mir wieder Kraft gegeben hat. Ich kann es nur empfehlen, sich eine Auszeit zu nehmen. Besonders, wenn man dermaßen herzlich willkommen ist und in die Gemeinschaft aufgenommen wird. Ich werde auf jeden Fall bald wieder in diesen Ort der Stille und des Kraft...
Read moreEin wirklich sehr schöner Kloster, die Schwestern und Brüder sind alle sehr nett. Die Zimmerpreise sind mehr als angemessen. Perfekt für ein ruhiges Wochenende.
Zimmer
Die Zimmer sind einfach und schön eingerichtet, perfekt um einige ruhige Stunden für sich zu verbringen. Es ist alles sehr sauber und gepflegt. Die Betten sind gemütlich und die Kissen sehr angenehm. Das Zimmer ist mit Handtüchern ausgestattet, so dass man diese nicht selber mitbringen muss. Seife gibt es in den Zimmern nicht, desshalb am besten Seife mitbringen.
Essen
Für den Preis den man zahlt ist das Essen wirklich sehr gut. Zum Frühstück gibt es verschiedene brot, Käse, Wurst Sorten und Müsli/Cornflakes. Mittags gibt es meist ein sehr leckeres Essen. Salat und Suppe zur Vorspeise, die Nachspeise ist meist schön deftig und das Dessert ist Joghurt oder Eis.
WLAN/mobiler Empfang.
Der mobile Empfang im Kloster selbst ist sehr schlecht bis nicht vorhanden, außerhalb des Klosters gibt es guten Empfang. WLAN ist verfugbar, welches in den Zimmern gut funktioniert. Im Eingangsbereich/untere Etage funktioniert das WLAN aber nicht gut. Was aber auch vorteilhaft für eine ruhige Zeit sein kann.
Umgebung
Die Umgebung ist schön und entspannend. Ich empfehle, jedem einmal einen schönen Spaziergang gemacht zu haben. Es geht vorbei an Pferdekoppeln in kleine Wäldchen vorbei an tollen schönen Feldern, perfekt um seinen Gedanken freien Lauf zu lassen und es zu genießen.
Kloster Garten
Der Kloster Garten ist wirklich ein Traum, Vorallem bei gutem Wetter kann man dort bei Vogelgesang seine Gedanken kreisen lassen und entspannen. Unten seht ihr...
Read moreDiese Rezension betrifft ausschließlich den Klosterladen, und die neue Angestellte die Theologin aus Büdingen. dort, nicht die Benediktinerinnen oder andere Teile des Klosters.
Früher, als der Laden noch direkt von den Nonnen geführt wurde, gab es dort Halbedelsteine und auch ökumenische Literatur und sogar Konfirmationskarten. Faszinierend sind die Weihnachtskarten, die statt den üblichen frohe Festtage etc, noch Bezug auf Christ Geburt haben.. soweit. Aber:
Der Laden hat sich extrem gewandelt, ökumenische und interkonfessionelle Literatur sind entweder gar nicht mehr da oder nur noch vereinzelt. Konfirmationskarten sind weg.
Die Edelsteine und Heilsteine netter Begleiter bei kleinen Geburtstagsgeschenken etc. Sind aus dem Sortiment. Ich war früher gerne dort, von der neuen Angestellten vermisse ich die Herzlichkeit und Freundlichkeit der Nonnen die dort Dienst taten. Mal zum Thema Glaube und Inhalte ein paar Worte wechseln, kennt die Hintergründe der Kreuzzüge nicht, wenn man Themen und Literatur wie "Bedrohung des Christlichen Glaubens in der Welt" , sucht, meint die doch wir wären ja mit den Kreuzzügen auch nicht besser. Das dies eine Reaktion auf Eroberungen war und die Vorgeschichte dazu entging ihr. Mein Eindruck, der Laden wirkt kalt.
Die Preise sind zum Teil deutlich überzogen. Bekommt man in anderen christlichen Läden und Klöstern fairer angeboten. Ich bin gerne bereit christliche und soziale Arbeit zu unterstützen, aber nicht so! Fazit für mich: Ich bin dort kein Kunde...
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