An das noch agierende Graphitwerk ist das ehemalige Bergwerk mit Förderturm unmittelbar angeschlossen und lädt zum Besuch des Graphiteum und der Bergwerksstollen ein.
Parkplätze sind ausreichend in der unmittelbaren Umgebung vorhanden. An der Information wird man freundlich empfangen und gut beraten. Es ist möglich sich einen Platz bei den Führungen vorher per Email zu reservieren, aber auch vor Ort steht einer spontanen Teilnahme nichts im Weg.
Auf dem Gelände des Museums befinden sich saubere und ordentliche Toiletten zur kostenfreien Nutzung.
Die Führung wird durch den Bergmann mit dem Läuten der Glocke begonnen, danach erfolgt die Vorführung zweier kurzer erläuternder Filme. Die Filme sind professionell und gut gemacht und geben dabei auch kurze Einblicke in das Leben ehemaliger Bergleute. Die Animation zur Zeitreise ist wirklich super erstellt und zeigt damit auch für Kinder in einfach verständlicher Form die Entstehung von Graphit über die vergangenen Jahrmillionen.
Die Führung gibt einen kurzen Einblick in das Leben und die Entwicklung der Region im Wandel durch und mit der Entdeckung und dem Abbau des Graphiterzes.
Durch einen authentischen Bergmann wird man auf die verschiedenen Sohlen des Bergwerkes geleitet und an verschiedenen Stellen erfolgen Erläuterungen und Vorführungen zum Abbau des Graphits sowie der Steinarten. Es gibt viel zu erfahren und dies wird auf lockere Art mit Pointen auch mal zum lachen vermittelt. Manchmal war es etwas schwierig, den Ausführungen des Bergmanns zu folgen - auf Grund seines Dialektes, aber auf Nachfragen erfolgten Wiederholungen und weitreichende Erläuterungen.
Die Führung dauerte etwas mehr als 1,5 Stunden, wobei diese so kurzweilig ist, dass das Ende doch überraschend kam.
Im Bergwerk ist es relativ frisch (ca. 6 Grad) und feucht. Man sollte sich also kleidungstechnisch darauf einstellen. Festes Schuhwerk ist Pflicht, mit Helm und "Arbeitsponcho" wird man vor Ort ausgestattet. Taschenlampen sind nicht erforderlich, die Stollen auf den begehbaren Ebenen sind beleuchtet.
Das Graphiteum ist sehr gut aufgebaut und erläutert alles zum Graphit und dem Abbau in der Region, gibt aber auch Einblicke in die weltweiten Vorkommen. Es ist interessant für was das Graphit alles verwendet wird. Die Ausstellung ist auch für Kinder konzipiert und es gibt einige Dinge, Apparaturen und Hebel, die zum ausprobieren und "spielen" einladen.
Die Preise sind sehr Human - bei Verwendung der Gästekarte liegt der Preis bei 8 Euro pro Erwachsenem.
Die Umgebung lädt zum Wandern ein und in unmittelbarer Nähe befindet sich ein alter Schachtturm des...
Read moreIch war begeistert, ein sehr schönes und authentisches Besucherbergwerk. Ich kann einen Besuch absolut empfehlen. Wir waren an einem Samstag dort und haben die Führung um 11 Uhr genommen. Da wir schon etwa eine halbe Stunde früher da waren, haben wir uns zunächst das kleine angegliederte Museum angeschaut. Das gibt schon mal einen schönen Überblick über den Bergbau und Graphit. Um 11 Uhr begann dann die Führung mit einem erfahrenen und kompetenten Bergmann, der selbst viele Jahre im aktiven Bergwerk gearbeitet hat und dementsprechend wusste von was er spricht. Insgesamt haben sich 10 Personen eingefunden. Es begann mit einem etwa 25 minütigen Film und Vortrag. Der Film war sehr interessant und gut gemacht. Danach ging es mit Helm und Kittel zu Fuß ins Bergwerk. Unser Bergwerksführer war sehr kompetent und hat sehr viel zum Graphitabbau sagen können. Fragen waren jederzeit möglich. Im Bergwerk ging es über Treppen und Stollen hinab. Bei mehreren Halten wurde u.a. Gerät, Gestein und Bergwerk erklärt und gezeigt. Alles sehr gut und authentisch gemacht. Auch wenn Kinder mit Fakten und Wissen eher weniger anfangen können, dürften ihnen das Bergwerk und die Maschinen dennoch gefallen und Interesse wecken, ist ja doch ein kleines Abenteuer. Als interessierter Erwachsener auf jeden Fall einen Besuch wert und absolut zu empfehlen. Wenn man sich dann noch für Geologie, Gestein, Mineralien oder allgemein für Bergbau interessiert ein...
Read moreKurzes Fazit: Kleines ansprechendes Museum und eine lehrreiche Führung im Stollen.
Ausführliches Fazit:
Wir waren ca. eine Dreiviertel Stunde vor Beginn der Führung da und haben uns die Karten geholt. Die Wartezeit kann sehr gut mit einem Rundgang durch das Museum ausgefüllt werden.
Unsere Führung wurde von einem erfahrenen Bergmann geleitet. Da gab es natürlich die ein oder andere unterhaltsame Anekdote aus vielen Jahren Berufserfahrung.
Zu Beginn der Führung bekommt man einen ca 15 minütigen Film gezeigt. Danach bekommt man einen Helm (größere Leute werden dankbar sein) und einen Umhang. Für größere Kinder gibt es auch passende Helme, aber kleine Kinder (bis ca. 4 Jahre) brauchen noch eine extra Schutzkappe damit der Helm richtig hält. Da hat sich gezeigt das es sehr vom Kind abhängt ob das funktioniert oder nicht.
Danach ging es über, teilweise sehr enge und steile Treppen, hinab in den Stollen. Unterbrochen wurde der Abstieg immer wieder durch kleine Pausen in denen viel zum Alltag der Bergleute und zum Material Graphit erklärt wurde. Das setzt sich bis zum Aufstieg auch so fort. Weniger fitte Menschen werden, beim Aufstieg, für eine gelegentliche Erklärpause sehr dankbar sein.
Insgesamt ein interessanter Ausflug. Für Familien mit etwas größeren Kindern (ab dem Grundschulalter)...
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