Sonntag, kurz nach acht. Der Auensee wirkt wach, aber nicht laut. Man spürt, wie sich hier alles sammelt – Läufer mit ernstem Blick, Rentner mit Zeit, kleine Sportgruppen, ein paar, die einfach nur raus müssen. Es ist kein Spektakel, eher ein gemeinsames Atmen. Manche sind früh gestartet – am Clara-Zetkin-Park vielleicht, lange Wege an der Weißen Elster entlang, bis der See zwischen den Bäumen auftaucht. Man dreht eine Runde, ohne zu zählen, und plötzlich steht man vor dem Haus am See. Der Weg ist kurz, keine 200 Schritte. Dienstags bis sonntags hat es geöffnet, zehn bis achtzehn Uhr, montags bleibt der Grill kalt. Es riecht nach Bratwurst, manchmal nach Fischbrötchen, manchmal nach Kaffee, der stärker ist als erwartet. Es ist nichts Besonderes und gerade deshalb richtig. Man nimmt etwas Warmes in die Hand, lehnt sich an das Geländer oder setzt sich ans Wasser. Manche fahren danach weiter, Richtung Schkeuditz, an der Elster entlang bis zur Domholzschänke. Ich selbst bin diese Strecke oft gefahren. Dort gibt es Rostbratwurst, Nudeltopf, Mittagsteller – nichts Feines, aber ehrlich. Und ehrlich schmeckt besser, wenn man schon ein Stück Weg hinter sich hat. Zurück geht es wieder am See vorbei, hinein in den Auenwald. Der Radweg läuft ruhig unter einem her, glatt, als hätte jemand den Asphalt nur dafür gelegt, dass Gedanken fließen können. Wer will, fährt weiter bis zum Cospudener See, einmal herum, vielleicht noch weiter. Und doch führt der Weg früher oder später zurück – nicht, weil man sich verfahren hat, sondern weil Kreise sich schließen wollen. Viele, die hier gehen, haben die Woche über in Büros gesessen. Hier holt sich der Körper zurück, was still geworden ist. Niemand muss rennen. Gehen genügt. Es geht nicht um Leistung, sondern darum, wieder zu merken, wie sich Bewegung anfühlt. Kinder sitzen in der Parkeisenbahn, als säßen sie in etwas Größerem als einer Bahn – vielleicht in einer Erinnerung, die sie später nicht mehr genau erklären können. Nur ein Lachen im Bauch, ein Fahrtwind im Gesicht. Die Erwachsenen schauen ihnen nach und wissen kurz, wie leicht Dinge sein können. Und wer nichts hören will außer Wasser und Wind, geht zu den Anglerstegen. Dort sitzt man still, sieht zu, wie die Oberfläche sich bewegt und wieder glättet. Kein Lärm, kein Müssen. Nur Atem, Wasser, Zeit. So zieht der Auensee seine Kreise – durch Füße, Gedanken, Erinnerungen. Man kommt nicht hierher, um verändert zu werden. Und doch geht man selten genau so zurück, wie man...
Read moreWunderschöner Ort zum Abschalten! Der Auensee ist für mich eine der schönsten Ecken in Leipzig. Egal ob zum Spazierengehen, Joggen oder einfach zum Sitzen und den Blick aufs Wasser genießen – hier findet jeder seinen Platz. Besonders toll: die kleine Parkeisenbahn – immer ein Highlight, besonders mit Kindern! Es gibt viele schattige Wege, Bänke und einen kleinen Imbiss. Im Sommer ideal zum Picknicken oder einfach um dem Stadttrubel kurz zu entkommen. Ein echtes Naherholungsgebiet mitten in der Stadt – sehr...
Read moreEinfach herrlich der Frühling am Auensee und ich freu mich schon auf die Eröffnung der Park Eisenbahn in diesem Jahr! Immer sehr schön hier zu sein. Sogar heute am Abend herrlicher Sonnenschein mit einem schönen kalten Bier auf der...
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