Die Kapelle wird mit einer schweren Tür in Form eines spitzen Dreieck verschlossen, hier oben pfeift der Wind und bereits im Eingang fängt er sich und erzeugt geheimnisvolle Töne. Wir gehen so zwei Meter wie durch einen Höhleneingang und befinden uns zunächst in einem stockfinsteren Innenbereich wieder. Da wir die Türe hinter uns zugezogen haben, wirkt das zunächst beklemmend und ich hole tief Luft, habe für ein paar Sekunden ein Gefühl der Panik doch sie löst sich auch gleich wieder als sich meine Augen an die Lichtverhältnisse gewöhnt haben und ich zunächst eine kleine Sitzbank erkenne. Im Gegensatz zu dem recht großen Gebäude wirkt der Innenraum sehr begrenzt. Es müssen meterdicke Wände sein die durch die Rillenform aber sehr harmonisch wirkt und ich fühle mich wirklich sogleich geborgen. In der Mitte des kleinen, rundlich wirkenden Raumes hat sich eine Pfütze gebildet, ich trete natürlich voll rein. Dann schaue ich die Betonwände nach oben. Rillenförmig verjüngt sich der Schlot oder sollte ich Kirchturm sagen und oben ist er offen. Ich schau ihm nach und sehe „das Licht am Ende“ Es leuchtet grell durch die kleine Öffnung und später kann ich durch die Fototechnik (Blitz) den blauen Himmel darstellen. Ich finde keine Fenster, nur ein Rad aus Kupfer kann ich weiter oben an der Wand entdecken. Sofort kommt mir der Gedanke, dass man von hier aus das Loch oben in der Decke verschließen kann. Unsinnig, wie sollte man da hoch kommen, das Rad ist unerreichbar. In den Wänden, das konnte man bereits von draußen sehen, sind lauter Löcher und in jedem Loch steckt eine Glaskugel. Es wirkt, als ob hier lauter Sterne leuchten. Ja, der Innenraum lässt sehr viele Interpretationmöglichkeiten zu. Ich setze mich auf die kleine Bank und schaue in die Höhe und überlege wie der Innenraum zur Äußeren Form der Kapelle in Verbindung steht. Es ist nicht einfach diese geometrischen Formen in Einklang zu bringen. Soweit meine persönliche Wahrnehmung von dem außerordentlich einzigartigen Gebäude - auf Wiki kann man noch...
Read moreFirst thing to know about visiting this place - just pick the right time to go there. As an architecture fan, or as a visitor with some religious purposes you might not appreciate to be there with a bunch of accidental bike tourists with childrens and dogs inside of this really small chapel. So avoid public German holidays.
Also from my experience, it's totally possible to get there without car or bike. Just be prepared to walk around 1,5 hours one way and be sure take everything like water and food, there's nothing around...
Read moreEine der schönsten Erfahrungen der letzten Zeit. Die Kapelle, aus Dankbarkeit zu Gott und seiner Schöpfung erbaut, lässt genau diese Gedanken zu, wenn man sich darauf einlässt. Die halbierten und ausgehöhlten Baumstämme im Inneren erinnern an die hoch aufstrebenden Pfeiler des Kölner Domes. Ganz hoch wollen ... den Himmel berühren ... Das 'Dach' hat eine Öffnung. Durch sie dringen in das Innere Luft, Licht, aber auch Regen, Hagel, Schnee ein. Geschenke, aber auch Herausforderungen der Natur. Die Öffnung war für mich sowohl 'das Auge Gottes' als auch 'der Durchlass in den Himmel' als auch - bedingt durch die Form - ein Wassertropfen und somit auch eine Träne. Am Tag meines Besuches hatte es wohl kurz vorher geregnet. So bildete sich in der - sicherlich nicht zufälligen - Mulde des Bodens eine Pfütze in genau der Form der Öffnung des 'Daches'. Das Wasser als Lebenselixier? Oder eine riesengroße Träne? Tränen der Stifter der Kapelle? Oder Gottes, über die Zustände auf Erden? Oder meine eigenen? Oder Freudentränen? Das muss jeder für sich selbst herausfinden. Mich hat die Kapelle tief berührt. So schlicht, auf das Wesentliche...
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