An archeological site – anyone expecting an actual palace will be confused and disappointed. The Royal Palace of Werla was an important Ottonian base in the 10th century, declined with the rise of Goslar, and fell into ruin in the 14th century, leaving only archaeological remnants, which have been slowly uncovered and understood over the last 100 years. The site is located in a beautifully maintained protected landscape with sweeping views. There’s free access, parking, lots of information boards, seating, viewpoints, and a reconstruction of part of the fortress. It’s advisable to do some background reading before...
Read moreMein Besuch bei der Kaiserpfalz Werla, mitten im UNESCO-Geopark Harz · Braunschweiger Land · Ostfalen, war ein echtes Erlebnis – und dazu ein unerwartet stilles. Vom Parkplatz aus machte ich einen kurzen Spaziergang durch die offene Landschaft, und dann lag sie vor mir: die rekonstruierte Pfalzanlage mit ihren markierten Grundmauern und informativen Tafeln.An diesem warmen Sommertag war ich tatsächlich ganz allein dort. Kein Mensch weit und breit – nur ich, der Wind in den Gräsern und der Blick über das Harzvorland. Ein seltener Moment der Ruhe an einem geschichtsträchtigen Ort. Die Pfalz Werla war im 10. und 11. Jahrhundert ein bedeutender Aufenthaltsort der ottonischen Herrscher, insbesondere von Heinrich I. und Otto dem Großen. Sie diente als königliche Residenz, Verwaltungsmittelpunkt und Ort politischer Entscheidungen – strategisch gelegen nahe dem Harz und den alten Handelswegen. Besonders spannend: In späteren Jahrhunderten standen Adelsfamilien mit Werla in Verbindung, darunter auch die Brüder Arnold und Lüdiger von Dörnten, die sich um 1133 nach ihrem Besitz zunächst „de Thornthunen“ nannten. Ihr Nachkomme, der Reichsministeriale Adelhard von Burgdorf, wurde 1157 samt seinem Reichslehen in Werla, darunter 14 Hufen Land und das Kirchlehen, von Kaiser Friedrich Barbarossa an Herzog Heinrich den Löwen übergeben. Werla war also nicht nur königlicher Herrschaftssitz, sondern auch Teil des Lehnsgefüges mittelalterlicher Reichspolitik. Heute macht der archäologische Rundweg die Struktur der Anlage erfahrbar, ergänzt durch spannende Einblicke in Geologie, Landschaftsgeschichte und ottonische Machtarchitektur.Ein Ort, an dem Natur, Weite und Geschichte eindrucksvoll verschmelzen. Wer in der Nähe ist, sollte sich diesen stillen, fast vergessenen Ort nicht...
Read moreAls Kinder tobten wir dort herum, ohne auch nur zu ahnen, wie weitläufig diese Anlage einmal gewesen sein muß. Damals stand dort nur der Obelisk, sonst war nicht wirklich viel zu sehen. Das war so vor vierzig Jahren. Heute? Eine Rekonstruktion eines Torhauses, Mauerreste, Konturen von Gebäuden, viele, wirklich viele und wirklich informative Tafeln. Nicht nur zum Thema der eigentlichen Kaiserpfalz. Von der Aussichtsplattform und dem Torhaus hat man eine schöne Rundumsicht, die, bei vernünftigem Wetter, bis zum Brocken reicht. Für den Wanderer, der den Weg von Schladen her zu Fuß macht, kämen ein, zwei Bänke mehr unter schattenspendenden Bäumen jedoch wirklich recht ;) Dankenswerterweis stehen auch zwei Mobiltoiletten dort und die gesamte Anlage ist, und das ist schon fast sensationell, überhaupt nicht vermüllt, noch nicht einmal eine Zigarettenkippe sah ich dort auf dem Boden. Hoffentlich bleibt das so.
Fazit: Ein interessanter und lehrreicher Ausflug, der mit einer Erklärungstafel am Heimathaus Alte Mühle in Schladen begann und ausgedehntem Träumen in die Gegend (und Kindheit) auf dem Plateau der...
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