Zippendorfer Strand – zwischen Postkartenidylle und Pissrinne.
Teil 1: Paradies auf Brandenburger Art
Wer behauptet, man müsse ins Ausland reisen, um karibikähnliches Strandfeeling zu bekommen, war noch nie am Zippendorfer Strand. Hier erwartet einen ein etwa 650 Meter langer, mindestens 30 Meter breiter Sandstrand, der so makellos sauber ist, dass man sich beinahe scheut, den ersten Fußabdruck zu hinterlassen. Kein Müll, kein Unrat – stattdessen goldgelber Sand, der sich wohltuend weit ins flache, glasklare Süßwasser des Schweriner Sees erstreckt. Ideal für Kinder, Wasserscheue und alle, die nicht sofort bis zum Hals im Wasser stehen wollen.
Oberhalb des Strands führt ein perfekt gepflegter Spazierweg entlang – links das Plätschern des Wassers, rechts eine bequeme Bank nach der nächsten. Und das sind keine ippendorfer Strand – zwischen Postkartenidylle und Pissrinne.
Teil 1: Paradies auf Brandenburger Art
Wer behauptet, man müsse ins Ausland reisen, um karibikähnliches Strandfeeling zu bekommen, war noch nie am Zippendorfer Strand. Hier erwartet einen ein etwa 650 Meter langer, mindestens 30 Meter breiter Sandstrand, der so makellos sauber ist, dass man sich beinahe scheut, den ersten Fußabdruck zu hinterlassen. Kein Müll, kein Unrat – stattdessen goldgelber Sand, der sich wohltuend weit ins flache, glasklare Süßwasser des Schweriner Sees erstreckt. Ideal für Kinder, Wasserscheue und alle, die nicht sofort bis zum Hals im Wasser stehen wollen.
Oberhalb des Strands führt ein perfekt gepflegter Spazierweg entlang – links das Plätschern des Wassers, rechts eine bequeme Bank nach der nächsten. Und das sind keine dieser durchgesessenen Alibi-Bänke aus dem Mittelalter – nein, hier sitzt man wie auf einer VIP-Lounge mit Seeblick. Schwerin hat’s verstanden: Wer gut sitzt, bleibt auch länger.
Und jetzt kommt der Bruch. Denn wie heißt es so schön? „Willst du wissen, wie’s in der Küche aussieht, schau dir das Klo an.“ Und genau da versinkt das Zippendorfer Idyll leider in dunklen Abgründen der Sanitärgeschichte...
Teil 2: Von der DDR konserviert – die Toilette als Zeitmaschine
Irgendwann drückt die Blase – und man wird zur unfreiwilligen Hauptrolle in einem schlecht gealterten Fernsehspiel aus den 70ern. Die einzige öffentliche Toilette vor Ort begrüßt einen schon aus der Ferne mit offen stehenden Türen – wie ein gallisches Dorf, das sich der Zivilisation verweigert. Der erste Blick fällt unweigerlich auf ein Schild: „1 € Nutzung“. Na dann – das kann ja nur luxuriös werden!
Doch statt Komfort erwartet einen ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten: Keine Pissoirs, sondern eine Pissrinne. Jawohl, eine echte, ehrliche Rinne! Rustikal hoch zehn – und leider mit olfaktorischer Unterstützung. Die WC-Kabinen? Drei an der Zahl. Zwei davon gesperrt – vermutlich aus Selbstschutz. Die eine offene Kabine? Nun ja … sagen wir es so: Der letzte Nutzer hat wohl eine bleibende Erinnerung hinterlassen. Die Frage, ob der Euro als Eintritt oder als Schmerzensgeld zu verstehen ist, bleibt unbeantwortet.
Und meine Frau, sonst stets optimistisch und tapfer? Kam mit dem exakt gleichen Gesichtsausdruck zurück wie ich – irgendwo zwischen Ekel und Fassungslosigkeit.
Fazit: Der Zippendorfer Strand ist ein echter Geheimtipp – landschaftlich, atmosphärisch und infrastrukturell (abgesehen von den Toiletten) ein Volltreffer. Doch die Sanitäranlagen werfen einen so hart in die Vergangenheit, dass man fast wieder auf dem Weg nach Hause ist, bevor man sich traut, zu atmen.
Daher meine Bewertung: 🌞 Strand: 5 Sterne 🚽 Toilette: 0,25 Sterne (für das Schild – das war...
Read moreDer Strand an sich ist relativ sauber und selbst an sonnigen Tagen nicht überfüllt. Ein kleiner Spielplatz und das Volleyballnetz laden zum Spielen ein. In der Hauptsaison ist der Strand überwacht. Am Strandabschnitt Richtung Reppiner Burg sind im Sommer sehr viele Enten und leider merkt man dies auch an der Sauberkeit des Wassers. :(
Besonders schön ist die Aussicht vom Strand aus. Mit dem Schloss in der Ferne ist das Wahrzeichen der Stadt direkt sichtbar.
Am Kopf des Strandes führt ein Radweg entlang. Bänke laden zum Verweilen ein.
Parkplätze findet man an nur leicht besuchten Tagen ausreichend in der Nähe. Über die Höhe der Parkgebühren lässt sich streiten.
Ein dicker Minuspunkt sind die sanitären anlagen. Dass man für derart heruntergekommene und dreckige Toiletten dann auch noch zahlen soll, ist eine Frechheit. Anfang Mai diesen Jahres funktionierte nicht einmal das Licht in diesem Gebäude. Definitiv waren dort mehr Spinnen als Fliesen an den Wänden. Das war wirklich ekelhaft. Wenn man schon Geld für die Toiletten nimmt, dass sollte man sich zumindest um die Sauberkeit vor...
Read morea clean stretch of sandy beach with views across to Schwerin. Swimming possible though water temp can be cool. cycle route there and asking the Strand. lots of benches in shade of trees for hour days. cafe/snack bar with bratwurst and chips etc. also a restaurant and public toilets. lifeguards on duty most afternoons in...
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