Ein absolutes Highlight der Region – nicht nur für Eisenbahnfreunde, sondern für alle, die sich für Modellbau, DDR-Geschichte oder einfach liebevoll gestaltete Detailwelten begeistern können.
Das Modellbahnland Erzgebirge zeigt eine beeindruckende Modellbahnanlage in Spur 1, die in ihrer Qualität und Konsequenz ihresgleichen sucht. Dargestellt wird die Epoche der Deutschen Reichsbahn um das Jahr 1980, und zwar mit einer Konsequenz und Detailtiefe, die sofort beeindruckt. Die gesamte Anlage – von Fahrzeugen über Gebäude bis hin zu unzähligen kleinen Alltagsszenen – ist stimmig auf diese Zeit abgestimmt. Man taucht regelrecht in die spätere DDR-Zeit ein und entdeckt bei jedem Blick neue Szenen: Ob Bahnhöfe, Dörfer, Volkseigene Betriebe und selbst die Friedensfahrt – es ist alles mit viel Hingabe und handwerklichem Können umgesetzt.
Besonders faszinierend: Die meisten Gebäude, Loks, Waggons und Ausstattungsgegenstände wurden in Eigenarbeit gebaut und sind so nicht im Handel erhältlich. Das verleiht der gesamten Anlage einen ganz eigenen Charakter und macht sie zu etwas Besonderem. Auch der Fahrbetrieb ist alles andere als simpel – die Züge fahren nicht einfach im Kreis, sondern begegnen sich auf realistisch gestalteten Kreuzungsbahnhöfen, setzen um, werden rangiert und gekuppelt. Es entsteht ein echter Bahnbetrieb im Miniaturformat – lebendig und glaubwürdig.
Die Anlage selbst ist in einem hervorragenden Zustand, wirkt sehr hochwertig und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Man merkt deutlich, wie viel Herzblut und Arbeit hier hineingeflossen sind – und weiterhin fließen.
Das Personal vor Ort ist außerordentlich freundlich, engagiert und nimmt sich gern Zeit für Erklärungen. Auf Nachfrage erfährt man Spannendes über die Entstehung der Anlage, den Aufwand hinter dem Bau einzelner Elemente oder auch über die Vorbilder aus der Realität. Ergänzt wird das Erlebnis durch einige originale Ausstellungsstücke – darunter historische Bahnsignale oder das originale Bedienpult eines EZMG-Stellwerks.
Alles in allem ist das Modellbahnland Erzgebirge ein herausragendes Ausflugsziel – mit viel Atmosphäre, technischer Finesse und geschichtlicher Tiefe. Wer sich auch nur im Ansatz für Modellbau oder Eisenbahn interessiert, wird hier auf seine Kosten kommen. Für mich war der Besuch ein echtes Erlebnis – und ich komme ganz...
Read moreWahrscheinlich fährt jeder, wirklich jeder zu allererst in die falsche Einfahrt rein. So landet man auf dem Parkplatz eines Gardinengeschäfts, dreht eine Runde und wird sogleich von einem Schild begrüßt das einem sagt, dass man eben eins zu früh eingebogen ist. Hier schon mal verbesserungswürdig. Das Modellbahnland Erzgebirge schockiert leider auch gleich noch mit den doch ziemlich hohen Eintrittspreisen. Wahrscheinlich müssen wir uns hier im Osten nun auch endlich an solche Preise gewöhnen, im Westen ist sowas längst völlig normal. Trotzdem war es schon heftig. An sich ist das "Modell" doch sehr gut gelungen. Es gibt viel zu sehen, man sieht das viel Liebe zum Detail hier Gestalt angenommen hat. Auch schön, der halbstündige kurze Wechsel zu "Nacht", das Licht wird gedimmt, die Häuser, Züge und Autos sind beleuchtet. Wunderschön. Leider nicht ganz so schön: die Platten auf denen das Modell steht, sind ziemlich hoch. Es gibt zwar eine Erhöhung die ringsherum führt und auch kleine Trittschemel für die Kleinen aber trotzdem, manch einer kann selbst dann noch nicht über den Rand schauen. Schade. Hier vielleicht auch verbesserungswürdig. Was leider auch nicht ganz so schön war, waren die Infos die ein Sprecher via Lautsprecher von sich gegeben hat. Es war zu laut. Es hat teilweise gedröhnt und man konnte es nicht richtig verstehen. Das, was ich aber mitbekommen habe war sehr interessant. Nun noch eine kurze Info zum Imbiss, den es gleich nach dem Ausgang gibt: Preise sind okay ABER entweder war das Öl ranzig oder meine Kids und ich hatten einen schlechten Tag, jedenfalls war uns nach den Pommes gehörig schlecht. Die lagen einem wie Steine im Magen. Schade. Fazit: Einmal...
Read moreAuf jeden Fall eine sehenswerte Anlage in einer mehr als beeindruckenden Ausdehnung in der seltenen Spurweite1. Thematisch werden die Schmal- und Normalspurbahnen im Erzgebirge um 1980 gezeigt. Bahnhöfe wie Jöhstadt, Oberwiesenthal, Cranzahl, Wolkenstein sind, nachdem man sie live gesehen hat, sofort wieder zu erkennen. Man sollte sich durchaus eine kräftige Taschenlampe mitbringen, um die vielen liebevoll gestalteten Details bestaunen zu können, denn die vorhandene äußerst sparsame Schummerbeleuchtung wird alle halbe Stunde für die Nachtsimulation noch weiter reduziert. Leider wurden die Möglichkeiten, die diese große Spurweite1 in der Gestaltung bietet, nicht annähernd ausgeschöpft. Zwar wurden zahllose Gebäude akribisch mit großem Aufwand nachempfunden, dagegen stören die viel zu kleinen und unnatürlich wirkenden einförmigen Spielzeugbäume den Gesamteindruck beträchtlich. Ebenso die viel zu kurzen Spielzeugweichen von Märklin, die viel zu engen Radien, teilweise nicht eingeschotterte und überhaupt nicht farblich behandelte Gleise mit teilweise oberirdischen Weichenantrieben sowie Sägemehl - Streumaterial. Das ist insofern bedauerlich, da der Platz da war und offensichtlich große finanzielle Mittel eingesetzt wurden. In Anbetracht der Anlagengröße ein bei vielen Austellungsanlagen zu beobachtendes Phänomen, wenn beim Bau keine versierten Anlagenbauer...
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