Die Schlucht beginnt gleich hinter dem ehemaligen Gasthaus Edelfrauengrab und ist bis zur Gumpe "Deglerbad" etwa 700 Meter lang. Die eigentliche Talenge endet allerdings bereits knapp 300 Meter unterhalb des Deglerbads. Moos- und farnüberwucherte Felshänge umrahmen hier eine Abfolge abwechslungsreich geformter Fallstufen, deren Höhen von drei bis acht Metern reichen. Insgesamt verliert der Bach auf dieser 200 Meter langen Schluchtstrecke rund vierzig Höhenmeter.
Das Gottschlägtal liegt in einer der niederschlagsreichsten Gegenden Deutschlands. Die Wassermassen und die großen Höhenunterschiede lassen in der Schlucht unterschiedlich widerstandsfähige Gesteine als Gefällestufen sichtbar werden. Gumpen am Fuß der Fallstufen zeigen, dass an den Aufprallstellen die größte Erosionsleistung wirksam ist.
Erstmals gangbar gemacht wurde das Gottschlägtal in den Jahren 1857 bis 1862. Damals legte die Försterei Ottenhöfen die erste Weganlage in der Schlucht an. 1887 wurde dann das Gasthaus Edelfrauengrab errichtet. 1966 musste die Weganlage nach einem Unwetter wiederhergestellt werden.
Gleich am Beginn der Schlucht befindet sich eine kleine Höhle, neben einem acht Meter hohen Wasserfall. Es handelt sich um die Auskolkungshöhle Edelfrauengrab (420m).
Um die grottenartige Auskolkung in der Schluchtwand. spinnt sich eine düstere Sage. So steht es auf einer Tafel in der Schlucht:
"Ritter Wolf von Bosenstein war während der Zeit der Kreuzzüge zusammen mit dem kaiserlichen Heer ins Heilige Land gezogen, um dieses aus der Hand der Sarazenen zu befreien. Seine Frau, die er zurücklassen musste, nahm es allerdings mit der ehelichen Treue nicht so genau und lebte mit ihrem Liebhaber in Saus und Braus. Also, eigentlich lebte sie im Schloss Bosenstein...
Eines Tages klopfte eine Bettlerin mit sieben halbverhungerten Kindern am Schloss Bosenstein an und bat um eine milde Gabe. Angesichts ihrer sieben Kinder wurde sie von der hochmütigen Schlossherrin verspottet und schroff vertrieben, so dass sie Frau von Bosenstein mit folgendem Fluch bedachte: "Sieben Kinder sollst du auf einmal zur Welt bringen, alle so elend wie die, welche du verhöhnst." Der Fluch wurde wahr. Eine Tages brachte die Schlossherrin sieben Kinder zur Welt. In ihrer Not sah sie keinen anderen Ausweg, als ihre Dienerin zu beauftragen, die Kinder in einen Sack zu stecken und im Schlossweiher zu ertränken.
Gerade zu diesem Zeitpunkt traf die Dienerin den vom Kreuzzug zurückkehrenden Schlossherrn. Der stellte sie zur Rede, und nachdem ihm die Dienerin glaubhaft machen wollte, kleine Hunde ertränken zu wollen, nahm der Schlossherr den Inhalt des Sacks in Augenschein. Wutentbrannt befahl der Ritter die Dienerin zurück ins Schloss und trug ihr auf, der Herrin die Ausführung ihres Befehls zu berichten. Wolf selbst brachte die Kinder zu Verwandten auf die Burg Hohenfels im Elsass und ließ sie dort unter anderem im Harfespiel erziehen.
Sieben Jahre später ließ Wolf die sieben Kinder zu einem Fest auf die Burg Bosenstein bringen. In ärmlicher Kleidung spielten sie auf ihren Harfen und sangen von ihrem traurigen Schicksal. Auf die Frage aus den Reihen der Gäste, was solch eine unmenschliche Mutter wohl verdiene, antwortete die Schlossherrin: "Diese sollte bei einem Laib Brot und einem Krug Wasser lebendig eingemauert werden." Daraufhin erwiderte ihr von Zorn erfüllter Gatte: "So sei's, du hast dein eigenes Urteil gesprochen. Es soll an dir vollzogen werden!" Und so geschah es. Wolf ließ seine Gattin bei Wasser und Brot in eine von Wasser bespülte Höhle im Gottschlägtal lebendig einmauern. Letztendlich befahl er, den Bach in die Höhle hineinzuleiten, um seine Frau von ihren Qualen zu erlösen. Seit dieser Zeit heißt die Felsenhöhle das "Edelfrauengrab"."
Weiter hinten im Gottschlägbachtal passiert man dann die "Romantische Brücke", die zwar tatsächlich romantisch ist, aber nirgends hinführt. Oder ist gerade das besonders romantisch? Vermutlich ist sie ein Rest der...
Read moreBeautiful Waterfall Trail but Limited Parking
Edelfrauengrab Wasserfälle is a stunning place with a long scenic trail alongside flowing water. The path is filled with multiple waterfalls along the way, creating a truly picturesque experience. There are also many steps, making it a bit of a workout but totally worth it. The only downside is the small parking lot, which can be a hassle if it’s crowded. Overall, a beautiful and refreshing spot for...
Read moreI was hiking in this region on a hot German summer day. Could not have asked for a more peaceful and a cool place. These waterfalls are in the nature reserve of Karlsruhe Grat.
Has a car parking place near the entrance. Leads to the Karlsruhe Grat and further the Gasthause Bosenstein & Gasthause Kernhof. Don't forget to read the story of Edelfrauengrab-Wasserfälle! Relax your legs in the cold water for the hike ahead to...
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