Kurzfassung: Auf gar keinen Fall ist der Besuch des "Parks" (zwischen den Veranstaltungen) einen Besuch und den damit verbundenen Eintrittspreis wert.
Die lange Fassung: Ich nehme mir selten die Zeit Bewertungen im Internet zu hinterlassen. Eigentlich nur dann, wenn man ein Ort / Restaurant / Hotel etc. über die Maßen begeistert oder im Gegenteil entsprechend enttäuscht hat.
Im Fall von Adventon ist leider Letzteres der Fall. Und das obwohl, oder vielleicht gerade weil, ich sonst ein Geschichts- und Mittelalterfan bin und (von der Idee her) ähnliche Dörfer schon in anderen Ländern (z.B. ein Vikingerdorf in Norwegen) besucht und diesen Besuch genossen habe.
Zunächst einmal grenzt die Bezeichnung "Histotainment-Park" schon fast an Verbrauchertäuschung, denn im Grunde handelt es sich, bis auf den kleinen gepflegten "Museums"shop, nur um eine heruntergekommene, mittelalterliche Kleingärtnersiedlung. Was gibt es also dort zu sehen? Ein winziges Café mit einer wirklich minimalen Ausstattung (und es wundert mich im Nachhinein schon fast, dass es das dort überhaupt noch gibt), 2-3 Handwerker auf dem Gelände (wenn man Glück hat, s.u.) und kleine (dörfliche) mittelalterliche Gebäude in allen Phasen des Baus und Verfalls. Viele (etwa 80% an unserem Besuchstag) davon sind zudem abgeschlossen, denn im Grunde ist nur der Förderverein von der Idee "Adventon" übrig geblieben und die Mitglieder sind ab und an mal da. Und selbst von denen die da sind sollte man sich nicht viel erwarten, da sie eher ihr eigenes Ding durchziehen und in Ruhe gelassen werden möchten. Das sieht man auch dem restlichen Park an. Nicht einmal die Wege rund um den Park sind gemäht. Ein Beispiel: ein Vikingerschiff / Langboot, in das einst sicher viel Zeit, Energie und Know-How geflossen ist, steht völlig zugewachsen abseits des Weges.
Und das wars. Wirklich. Erwarten sie sich nicht mehr. Schon gar nicht eine Art Freilichtmuseum mit vielen Informationen, Händlern, Restaurant, Angeboten für Kinder, motiviertem Personal etc. etc. Es bleibt daher leider nur zu sagen: Schade. Erwartungen und Realität lagen selten so weit auseinander. Und ich hatte im Gespräch das Gefühl, dass dem ein oder anderen "Kleingärtner" das auch so recht ist und man die Nase rümpft über Besucher, die sich auch nur ansatzweise etwas für ihren Eintritt...
Read moreIch war heute zum ersten Mal hier, da mich das angepriesene "Themenwochenende: Kochen, backen, brauen (wie) im Mittelalter" interessiert hat. Irgendwie war aber heute (Sonntag gegen 15:00 Uhr) das Personal fast vollständig verschwunden. Am Eingang war niemand, deswegen musste man im Café den Eintritt bezahlen. Auch im Souvenierladen war niemand (man sollte die Waren nehmen und zum Bezahlen rüber zum vorher erwähnten Café bringen). Auf dem Gelände selbst habe ich nur 3 Leute gesehen. Einen Mann der Holz hackte, eine Frau die etwas kochte und ein Mann der irgendwas mit Holz geschnitzt hat. Von dem Essen gab es leider nichts zum Kosten, und es gab somit nur ein paar Stück Kuchen im Café. Ich verstehe nicht, wo oder was das "Themenwochende" sein soll?! Ansonsten gibt es nur eine Hand voll alte Gebäude, die man leider nicht betreten kann, und an einigen Stellen war das Gras so hoch, dass ich nicht gerne zu den Gebäuden näher ran gegangen bin, da ich keine Zecken bekommen möchte. Kleines Trostpflaster: Es gab schöne freilaufende Pfaue, die zutraulich waren. Das freut mich als Vogelfreund natürlich. Der Gesamteindruck war leider sehr schlecht. Als Alternative kann ich das Freilichtmuseum in Gottersdorf empfehlen. Wer mittelalterliche Märkte (inklusive Handwerker) sehen möchte, dem kann ich die regelmäßig stattfindenden Mittelalter-Märkte empfehlen, insbesondere Angelbachtal, Mannheim, Oppenheim und...
Read moreDie Grundidee ist super! Aber:....... Wir waren nach fünf Jahren mal wieder hier, um den Baufortschritt zu begutachten. Leider musste ich feststellen , dass sich der Park in dieser Zeit eher zurück entwickelt hat. Es ist völlig klar, dass so ein grosses Gelände viel Pflege- und Unterhaltskosten verursacht. Hier fehlt meiner Meinung nach eindeutig ein Investor . Der den Siedlern ermöglicht ihre Projekte zu verwirklichen . Und ortsansässige handwerksbetriebe sollten für beratungstätigkeiten herangezogen werden, um die Authentizität der Gebäude sicherzustellen . Vielleicht könnte man auch mit einer Universität oder Hochschule zusammenarbeiten und Projekte für die Studenten anbieten .Wenn ich das richtig mitbekommen habe , finanziert jeder sein Gebäude selbst . Da das natürlich mit hohem Invest verbunden ist, versteht sich von selbst. Die Siedler , die augenscheinlich sehr mit ihren eigenen Projekten beschäftigt sind, sollten sich vielleicht ab und an einmal zusammen tun, um gemeinsam die nicht benutzten Flächen und...
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