Meinen 8,5 km langen Pilgerweg startete ich in Virneburg. Virneburg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Vordereifel an. Mit Parkplätzen ist es etwas schwieriger. Ich parkte mit ungutem Gefühl direkt vor dem Restaurant Zur Burg - auf dem Rückweg sah ich aber unterhalb links, wenn man zur Burg schaut, noch einen größeren Parkplatz. Der Wanderweg ist sehr schön, ganz gerade mit keinen nennenswerten Ups and Downs. Den gesamten Weg entlang gluckste und sprudelte der Nitzbach freudig vor sich hin - die Natur hat jetzt auch die Nase voll und möchte Frühling haben. Was das Pilgern betrifft, so ist hier an den ersten zwei Wochenenden im Oktober Hochbetrieb aber auch folgende Information aus dem Netz möchte ich nicht vorenthalten ;-) : Die allgemeine sittliche Verwahrlosung der Bevölkerung als Folge des Dreißigjährigen Krieges und der französischen Raub- und Reunionskriege veränderte auch das Pilgerwesen im Bistum Trier. Reue und fromme Demut wurden häufig ersetzt durch Neugier, Abenteuerlust und Völlerei. Es soll auch zu unzüchtigem Verhalten während der Pilgerfahrten gekommen sein. Das muss ja auch mal gesagt werden, ne ;-) Überall findet man an der kleinen Wallfahrtskapelle Zeichen von Pilgerfahrten/wegen auch und vor allem Santiago de Compostella Auf dem Gedenkstein an der Kapelle ist die Inschrift "Der Weg ist das Ziel" zu lesen - Ich bin ja immer noch der Meinung, dass das Ziel der Weg ist - denn würde man sich ohne ein Ziel auf den Weg machen? Nun ging mein Weg weiter zum Jodokus-Brunnen. Der heilige Jodokus, nach dem der Brunnen benannt ist, wird in der Wallfahrtskirche St. Jost verehrt. Er lebte und wirkte im 7. Jahrhundert in der Bretagne (Nordfrankreich). Die Gläubigen pilgern nach St. Jost im Nitztal. Sie beten dabei für körperliche Unversehrtheit. Dem kühlen Nass des Brunnens schreibt man wohltuende Wirkung für die Augen zu, wenn man diese mit dem Wasser benetzt. Ich habe mir vorsorglich die Augen mit dem Brunnenwasser benetzt - schaden kann...
Read moreWir haben den Einstieg zu unserer (Winter) Wanderung auf diesem Traumpfad nicht an dem offiziellen Startpunkt (Ortsmitte), sondern an der Blumenrather Heide (B258), vor dem Ort Virneburg -im Uhrzeigersinn- gemacht. Hier gibt es auch genug Parkplätze. Es geht erst ca. 2 - 3 km über breite Feldwege (nicht pfadlike!), doch mit schönen Fernblicken. Später geht es durch gemischten Wald bis in den Ort, ebenfalls über breite Forstwege. Hat uns nicht so überzeugt. In Virneburg muß man die B258 überqueren, um kurz darauf -über einen steilen Weg nach oben- die Burgruine zu erreichen. Die Burgruine selbst hat nicht viel zu bieten, jedoch der Blick von oben auf das Dorf hat was! Der Pfad hinunter bis in den Ort ist sehr steil. Vorsicht geboten! Etwas unterhalb eine Kapelle. Im Ort unten angekommen, waren wir sehr verwirrt, wo es nun weitergehen sollte.😏 Nach rechts, links, geradeaus?? Äußerst unübersichtlich und deshalb unserer Meinung nach, einfach nicht klar und deutlich beschildert☹️. Das geht viel besser!! Irgendwann sahen wir endlich ein kleines Traumpfadlogo an einer schlecht einzusehenden Stelle, welches geradeaus zeigte und uns über eine kleine Brücke des Nitzbaches zum Portal des Traumpfades führte. Hinter Virneburg geht es bergauf und wieder bergab zur Nitz und weiter bergauf durch lichten Wald. Ein schöner schmaler Pfad geht ein ganzes Stück an der Hangkante entlang bis zur Blumenrather Heide, zu unserem Ausgangspunkt....
Read moreDer Traumpfad startet am Gemeindehaus Virneburg und führt über den Nitzbach hinauf zur kleinen Kapelle. Ein enger Wiesenpfad windet sich zur mächtigen Ruine der Virneburg. Der Abstieg führt hinunter in den Ort bis hin zum Waldrand. Oberhalb des Nitzbaches geht es weiter durch den Wald. Stetig bergan führt der Wanderweg durch ein Seitental in den Hochwald und dann zu den Wacholderheiden am Schafberg mit phänomenalem Eifelpanorama.
Nach einer weiteren Feld- und Waldpassage und der Querung der B258 erreicht der Weg die Blumenrather Heide. Schön hebt sich die aufgelockerte Heide vom umgebenden Mischwald ab und gibt großartige Ausblicke bis zur Nürburg frei.
Vorbei am Brauberg geht es zur Schutzhütte oberhalb von Virneburg, wo sich ein toller Blick bietet. Ein Bergpfad führt an der Hangkante entlang zum Abstieg ins Nitzbachtal. Bei einer Bachquerung können müde Füße gekühlt werden, bevor ein kurzer Aufstieg durch satte Wiesenhänge folgt. Ein Rastplatz am Waldrand mit tollem Blick auf die Virneburg lädt zu einer letzten Rast ein, bevor dieser Rundwanderweg zu seinem Ausgangspunkt zurückführt.
Länge - 9,9 km Höhenmeter - 313 m Dauer - 3...
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