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Erinnerungsort BADEHAUS — Attraction in Wolfratshausen

Name
Erinnerungsort BADEHAUS
Description
The Erinnerungsort Badehaus is a historical museum situated at Kolpingplatz in Waldram, a district of the town of Wolfratshausen, approx. 30 km south of Munich. Documents of the settlement's history since its foundation in 1939 are exhibited in the museum.
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Bäckerei & Konditorei Burger
Weldenstraße 29, 82515 Wolfratshausen, Germany
Der Grieche
Enzianstraße 25, 82515 Wolfratshausen, Germany
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Erinnerungsort BADEHAUS things to do, attractions, restaurants, events info and trip planning
Erinnerungsort BADEHAUS
GermanyBavariaWolfratshausenErinnerungsort BADEHAUS

Basic Info

Erinnerungsort BADEHAUS

Kolpingpl. 1, 82515 Wolfratshausen, Germany
4.9(72)
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Ratings & Description

Info

The Erinnerungsort Badehaus is a historical museum situated at Kolpingplatz in Waldram, a district of the town of Wolfratshausen, approx. 30 km south of Munich. Documents of the settlement's history since its foundation in 1939 are exhibited in the museum.

Cultural
Accessibility
attractions: , restaurants: Bäckerei & Konditorei Burger, Der Grieche
logoLearn more insights from Wanderboat AI.
Phone
+49 8171 2572502
Website
erinnerungsort-badehaus.de
Open hoursSee all hours
Sun1 - 5 PMClosed

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4.6

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Andrea WeinbergerAndrea Weinberger
Vor kurzem habe ich zum ersten Mal das Museum „Erinnerungsort Badehaus“ besucht und war sehr beeindruckt: Ich habe viel über ein fast unbekanntes Kapitel der deutschen Geschichte erfahren, jene Zeit, in der Juden, die die Schoa überlebt hatten oder kurz nach dem Zusammenbruch der Hitler-Diktatur in Deutschland geboren wurden, gezwungen waren, in einem DP-Lager zu leben. Die Idee, im Gebäude des ehemaligen Tauchbads, der „Mikwe“, des DP-Lagers Föhrenwald die Vor- und Folgegeschichte dieser jüdischen Siedlung im heutigen Wolfratshausener Stadtteil Waldram zu erzählen, ist im Museum „Erinnerungsort Badehaus“ eindrucksvoll umgesetzt. Die vielen Fotos, vor allem aber die Objekte, die vom Leben der damaligen Bewohner erzählen, haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Karte des Lagers, die im Erdgeschoß zu sehen ist, legt schon die Zeitschichten des Ortes frei: die 1939 gebaute Siedlung, die für jene Rüstungsarbeiter entstand, die im nahen Geretsried für die Nazis schufteten; das von der US-Army 1945 nach dem Ende der Nazi-Diktatur errichtete DP-Lager für Juden, die auswandern wollten und teilweise bis zur Auflösung des Lagers im Frühjahr 1957 dort lebten; die vom Katholischen Siedlungswerk für Heimatvertriebene, etwa aus dem Sudetenland, geschaffene heutige Wohnstätte. Allein der Wechsel der Straßennamen, der auf der Stadtkarte angezeigt wird – zum Beispiel von „Adolf-Hitler-Platz“ über „Roosevelt Square“ zu „Seminarplatz“ -, macht die widerspruchsvolle Geschichte dieses Ortes deutlich. Im Untergeschoß habe ich mir lange das ausdrucksstarke Modell zur Erinnerung an die Juden angeschaut, die in den letzten Kriegstagen den Todesmarsch aus dem KZ Dachau in Richtung Süden durchlitten hatten und auch die Region Wolfratshausen passierten. Einge Schritte weiter sind in einem beleuchteten Ausstellungskasten Fundstücke aus Häusern zu sehen, die von Waldramern bewohnten werden: eine Dose mit der englischen Aufschrift „Colgate Tooth Powder“; eine Streichholzschachtel, die das Etikett trägt: „Independence Safety Match / Made in U.S.A. / America’s Own Match Co.“; eine Flasche mit koscherem Malaga-Süßwein, vom Rabbinat zu gelassen für den Feiertag Pessach, das jüdische Freiheitsfest, sowie für den Genuß während des ganzen Jahres; schließlich eine Postkarte von1952, die unter anderem den Lagereingang des mit der Aufschrift „Regierungs-Lager Föhrenwald“ versehenen DP-Quartiers zeigt. Was haben die Juden damals gedacht und gefühlt, als sie diese Postkarte kauften? Ahnten sie, dass sie nicht mehr lange, in „ihrem“ Föhrenwald würden bleiben dürfen? Und was haben die nachmaligen Bewohner gedacht, als sie die Gegenstände, die Juden gehört hatten, in ihren Häusern fanden? Wußten sie vom Schicksal der früheren jüdischen Bewohner? Das Museum „Erinnerungsort Badehaus“ - hauptsächlich ehrenamtlich betrieben - ,ist eine Stätte, die im besten Sinne Aufklärung betreibt, zum Nachdenken anregt und in jeder Hinsicht unterstützenswert ist !
Torben MauchTorben Mauch
Sehr interessantes Museum zur Geschichte der Vertreibung im letzten Jahrhundert und seine Auswirkungen bis in die Gegenwart. Wir sind in der Ausstellung tief in die Geschichte des Zwangsarbeiterlagers, des Lagers für jüdische Displaced People (DP) nach dem zweiten Weltkrieg und das Auffanglager für Vertriebene aus Europa eingetaucht. Das Museum ist aufgrund seiner Unterbringung im Originalgebäude nicht ganz typisch vom Aufbau. Es gibt zahlreiche Videoberichte, gute einfache Erklärtafeln und einige historische Ausstellungsstücke. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
Hans HolzauerHans Holzauer
Sehr interessanter Erinnerungsort zum Thema Migration. Das Museum "Badehaus" bietet dazu Ausstellungen sowie Exponante und ist multimedial aufbereitet. Spannend ist auch, dass sich das Badehaus inmitten der Siedlung befindet, die sich seit heute natürlich sehr vergrößert und verändert hat. Insgesamt sehr empfehlenswert
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Vor kurzem habe ich zum ersten Mal das Museum „Erinnerungsort Badehaus“ besucht und war sehr beeindruckt: Ich habe viel über ein fast unbekanntes Kapitel der deutschen Geschichte erfahren, jene Zeit, in der Juden, die die Schoa überlebt hatten oder kurz nach dem Zusammenbruch der Hitler-Diktatur in Deutschland geboren wurden, gezwungen waren, in einem DP-Lager zu leben. Die Idee, im Gebäude des ehemaligen Tauchbads, der „Mikwe“, des DP-Lagers Föhrenwald die Vor- und Folgegeschichte dieser jüdischen Siedlung im heutigen Wolfratshausener Stadtteil Waldram zu erzählen, ist im Museum „Erinnerungsort Badehaus“ eindrucksvoll umgesetzt. Die vielen Fotos, vor allem aber die Objekte, die vom Leben der damaligen Bewohner erzählen, haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Karte des Lagers, die im Erdgeschoß zu sehen ist, legt schon die Zeitschichten des Ortes frei: die 1939 gebaute Siedlung, die für jene Rüstungsarbeiter entstand, die im nahen Geretsried für die Nazis schufteten; das von der US-Army 1945 nach dem Ende der Nazi-Diktatur errichtete DP-Lager für Juden, die auswandern wollten und teilweise bis zur Auflösung des Lagers im Frühjahr 1957 dort lebten; die vom Katholischen Siedlungswerk für Heimatvertriebene, etwa aus dem Sudetenland, geschaffene heutige Wohnstätte. Allein der Wechsel der Straßennamen, der auf der Stadtkarte angezeigt wird – zum Beispiel von „Adolf-Hitler-Platz“ über „Roosevelt Square“ zu „Seminarplatz“ -, macht die widerspruchsvolle Geschichte dieses Ortes deutlich. Im Untergeschoß habe ich mir lange das ausdrucksstarke Modell zur Erinnerung an die Juden angeschaut, die in den letzten Kriegstagen den Todesmarsch aus dem KZ Dachau in Richtung Süden durchlitten hatten und auch die Region Wolfratshausen passierten. Einge Schritte weiter sind in einem beleuchteten Ausstellungskasten Fundstücke aus Häusern zu sehen, die von Waldramern bewohnten werden: eine Dose mit der englischen Aufschrift „Colgate Tooth Powder“; eine Streichholzschachtel, die das Etikett trägt: „Independence Safety Match / Made in U.S.A. / America’s Own Match Co.“; eine Flasche mit koscherem Malaga-Süßwein, vom Rabbinat zu gelassen für den Feiertag Pessach, das jüdische Freiheitsfest, sowie für den Genuß während des ganzen Jahres; schließlich eine Postkarte von1952, die unter anderem den Lagereingang des mit der Aufschrift „Regierungs-Lager Föhrenwald“ versehenen DP-Quartiers zeigt. Was haben die Juden damals gedacht und gefühlt, als sie diese Postkarte kauften? Ahnten sie, dass sie nicht mehr lange, in „ihrem“ Föhrenwald würden bleiben dürfen? Und was haben die nachmaligen Bewohner gedacht, als sie die Gegenstände, die Juden gehört hatten, in ihren Häusern fanden? Wußten sie vom Schicksal der früheren jüdischen Bewohner? Das Museum „Erinnerungsort Badehaus“ - hauptsächlich ehrenamtlich betrieben - ,ist eine Stätte, die im besten Sinne Aufklärung betreibt, zum Nachdenken anregt und in jeder Hinsicht unterstützenswert ist !
Andrea Weinberger

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Sehr interessantes Museum zur Geschichte der Vertreibung im letzten Jahrhundert und seine Auswirkungen bis in die Gegenwart. Wir sind in der Ausstellung tief in die Geschichte des Zwangsarbeiterlagers, des Lagers für jüdische Displaced People (DP) nach dem zweiten Weltkrieg und das Auffanglager für Vertriebene aus Europa eingetaucht. Das Museum ist aufgrund seiner Unterbringung im Originalgebäude nicht ganz typisch vom Aufbau. Es gibt zahlreiche Videoberichte, gute einfache Erklärtafeln und einige historische Ausstellungsstücke. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
Torben Mauch

Torben Mauch

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Sehr interessanter Erinnerungsort zum Thema Migration. Das Museum "Badehaus" bietet dazu Ausstellungen sowie Exponante und ist multimedial aufbereitet. Spannend ist auch, dass sich das Badehaus inmitten der Siedlung befindet, die sich seit heute natürlich sehr vergrößert und verändert hat. Insgesamt sehr empfehlenswert
Hans Holzauer

Hans Holzauer

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Reviews of Erinnerungsort BADEHAUS

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Vor kurzem habe ich zum ersten Mal das Museum „Erinnerungsort Badehaus“ besucht und war sehr beeindruckt: Ich habe viel über ein fast unbekanntes Kapitel der deutschen Geschichte erfahren, jene Zeit, in der Juden, die die Schoa überlebt hatten oder kurz nach dem Zusammenbruch der Hitler-Diktatur in Deutschland geboren wurden, gezwungen waren, in einem DP-Lager zu leben.

Die Idee, im Gebäude des ehemaligen Tauchbads, der „Mikwe“, des DP-Lagers Föhrenwald die Vor- und Folgegeschichte dieser jüdischen Siedlung im heutigen Wolfratshausener Stadtteil Waldram zu erzählen, ist im Museum „Erinnerungsort Badehaus“ eindrucksvoll umgesetzt. Die vielen Fotos, vor allem aber die Objekte, die vom Leben der damaligen Bewohner erzählen, haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Die Karte des Lagers, die im Erdgeschoß zu sehen ist, legt schon die Zeitschichten des Ortes frei: die 1939 gebaute Siedlung, die für jene Rüstungsarbeiter entstand, die im nahen Geretsried für die Nazis schufteten; das von der US-Army 1945 nach dem Ende der Nazi-Diktatur errichtete DP-Lager für Juden, die auswandern wollten und teilweise bis zur Auflösung des Lagers im Frühjahr 1957 dort lebten; die vom Katholischen Siedlungswerk für Heimatvertriebene, etwa aus dem Sudetenland, geschaffene heutige Wohnstätte. Allein der Wechsel der Straßennamen, der auf der Stadtkarte angezeigt wird – zum Beispiel von „Adolf-Hitler-Platz“ über „Roosevelt Square“ zu „Seminarplatz“ -, macht die widerspruchsvolle Geschichte dieses Ortes deutlich.

Im Untergeschoß habe ich mir lange das ausdrucksstarke Modell zur Erinnerung an die Juden angeschaut, die in den letzten Kriegstagen den Todesmarsch aus dem KZ Dachau in Richtung Süden durchlitten hatten und auch die Region Wolfratshausen passierten.

Einge Schritte weiter sind in einem beleuchteten Ausstellungskasten Fundstücke aus Häusern zu sehen, die von Waldramern bewohnten werden: eine Dose mit der englischen Aufschrift „Colgate Tooth Powder“; eine Streichholzschachtel, die das Etikett trägt: „Independence Safety Match / Made in U.S.A. / America’s Own Match Co.“; eine Flasche mit koscherem Malaga-Süßwein, vom Rabbinat zu gelassen für den Feiertag Pessach, das jüdische Freiheitsfest, sowie für den Genuß während des ganzen Jahres; schließlich eine Postkarte von1952, die unter anderem den Lagereingang des mit der Aufschrift „Regierungs-Lager Föhrenwald“ versehenen DP-Quartiers zeigt. Was haben die Juden damals gedacht und gefühlt, als sie diese Postkarte kauften? Ahnten sie, dass sie nicht mehr lange, in „ihrem“ Föhrenwald würden bleiben dürfen? Und was haben die nachmaligen Bewohner gedacht, als sie die Gegenstände, die Juden gehört hatten, in ihren Häusern fanden? Wußten sie vom Schicksal der früheren jüdischen Bewohner?

Das Museum „Erinnerungsort Badehaus“ - hauptsächlich ehrenamtlich betrieben - ,ist eine Stätte, die im besten Sinne Aufklärung betreibt, zum Nachdenken anregt und in jeder Hinsicht...

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5.0
6y

Nicht viel überlegen.. hingehen !

Ich konnte mir anfänglich unter Badehaus Erinnerungsort nichts vorstellen und begann zu googlen.. durch die guten Bewertungen wurde mein Interesse geweckt und ich entschied mich an der Führung, die an meiner Schule angeboten wurde, teilzunehmen. Es war absolut die richtige Entscheidung. Zum einen hat die Führung trotzt niedriger Teilnehmerzahl statt gefunden (außer mir noch 1 Schüler) was ich wirklich zu schätzen weiß und zum anderen hat es mich positiv überrascht. Die Bilder, die orginalen Gegenstände aus dieser grausamen Zeit und die Geschichten waren phänomenal. Bei einigen Interviews von Zeitzeugen habe ich Tränen bekommen. Der Geschichtsunterricht ist nichts im Vergleich von den Erfahrungen der Zeugen. Ich werde definitiv nochmal hingehen und mir die anderen Interviews und Biographien anzuhören. Absolut Empfehlenswert und bei 3€ / 5€ Eintritt kann man wirklich nichts falsch machen im Gegenteil man gewinnt sehr viel Einfühlungsvermögen. Alles ist professionell und sehr anschaulich dargestellt worden. Selbst für mich als normalerweise nicht so Geschichtsinteressierte war der Aufenthalt im Badehaus sehr unterhaltsam und eine sehr schöne Erfahrung....

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4.0
1y

Leider konnte ich dieses Museum noch nicht besuchen, möchte aber trotzdem etwas schreiben. Ich bin in Farchet und Waldram aufgewachsen und fast 60 Jahre alt, habe aber kaum je etwas über die Kriegs- und Nachkiegsgeschichte gehört. Meine ganze Verwandtschaft lebt hier, nachdem sie aus Schlesien vertrieben worden war! Wie kann es sein, dass ein so wichtiger Teil unserer Geschichte dermaßen ignoriert und weggeleugnet wurde!? Ich hab in Waldram die Schule besucht, wie alle Geschwister, Cousins und Cousinen, bin im Chor und bei Kolping gewesen und habe die feste Überzeugung gewonnen, dass der Raum Wolfratshausen den Krieg gar nicht mitbekommen oder gar mitverschuldet hat! Aber weit gefehlt. Die Wolfratshausener hatten jede Menge Dreck am Stecken, wie man in einem Buch online lesen kann. Ich möchte allen danken, die sich so viel Arbeit gemacht haben, diesen Erinnerungsort zu schaffen, damit wir Bezug zu unserer Vergangenheit herstellen können. Hoffentlich kann ich bald wiederkommen, ohne dass mir Covid im Weg steht. Ich bin sehr gespannt. Erst recht, seit ich weiß, dass es jüdische Vorfahren in unserer...

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