Ich bin gestern von meiner Tour über den Ostkustleden zurückgekommen. Ich bin an 6 Tagen täglich 25 km gelaufen, normalerweise haben die Etappen je eine Länge von 17 bis 22 km und enden immer mit einer Hütte.
Landschaft Die Natur und Landschaft sind wunderschön. Man geht durch Wälder, Felslandschaften, über Wiesen, an Seen entlang, besteigt Berge und bekommt viele tolle Eindrücke. Die Wege (bzw. eher Trampelpfade) gehen wirklich mitten durch die Wildnis, über Felsen oder am Hang entlang. Achtung: Mücken und Zecken!
Zwar ist man in der Natur unterwegs, jedoch kommt man immer mal wieder an einer Siedlung bzw. Bauernschaft vorbei. Das hat mir sehr geholfen, da ich zwischendurch mal Wasser brauchte und so einfach mal fragen konnte. Im zweiten Teil der Tour kommt man dann auch an größeren Dörfern vorbei (bspw. Morförs oder Figholm). Außerdem gibt es an allen Etappen tolle Bademöglichkeiten.
Versorgung Wie oben beschrieben, kommt man immer mal wieder an Häuschen vorbei. Da ich Anfang Juli da war und Südschweden eine längere Trockenperiode hinter sich hatte, waren die meisten Bäche ausgetrocknet. Zwar kann man tendentiell auch Seewasser nehmen, das sollte man aber unbedingt abkochen und ist daher ziemlich umständlich. Ich habe daher einige Male an Türen geklopft und nach Wasser gefragt. Die Menschen waren immer sehr freundlich. Einkaufsmöglichkeiten gibt es so gut wie gar nicht - erst am Ende von Etappe 4 gibt es in Morförs eine Pension. Auf Etappe 7 gibt es in Figeholm einen Supermarkt und eine Pizzeria. Wichtig: Denkt dran, euch genügend Lebensmittel einzupacken und ausreichend Behälter/Flaschen für Trinkwasser (mind. 3 Liter).
Markierung So, jetzt kommen wir zu meinem großen Kritikpunkt: Die Markierung empfand ich auf vielen Teilen als katastrophal, ich kann es leider nicht anders sagen. Ich stand wirklich einige Male ratlos da und wusste nicht weiter. Gerade, wenn man so mitten im Wald steht inmitten von dichter Vegetation, umgeben von 150.000 Mücken, im Regen - dann ist das einfach total frustrierend, wenn man die Markierung nicht findet. Ich hatte mir zum Glück die Route auf mein Handy geladen und konnte immer wieder draufschauen. Aber eigentlich kann's das nicht sein! Ganz großer Minuspunkt.
Übernachtung Das ist wieder ein ganz großer Pluspunkt. Am Ende jeder Etappe gbt es jeweils eine zweigeschossige Hütte zum Übernachtung. Es sind immer mehrere Schlafzimmer, ein Wohnraum und eine Küche vorhanden. Die Hütten sind wirklich liebevoll gestaltet und eingerichtet, sodass man sich dort wirklich erholen kann. Die meisten Hütten haben fließendes Wasser (auch schonmal draußen an der Hauswand), zumindest aber einen Brunnen. Vorsicht: Das Brunnenwasser würde ich immer abkochen! Meist gibt es sogar Strom inklusive E-Herd, ansonsten einen Holzofen. Die Übernachtung kostet 80 Schwedische Kronen, was knapp 7 Euro sind.
Schwierigkeitsgrad Ich muss sagen, dass ich vorher nur den Österlenleden an der Südküste (Teil des Skaneledens) gelaufen bin. Im Vergleich dazu war der Ostkustleden deutlich anspruchsvoller. Dadurch, dass man nur selten auf befestigten Wegen läuft und die meiste Zeit sprichwörtlich "über Stock und Stein", also MITTEN durch Wälder, an Abhängen entlang, über Steine und Felsen, ist die körperliche Anstrengung schon sehr hoch. Achtet darauf, dass ihr geeignetes Schuhwerk habt und der Rucksack nicht allzu schwer ist.
Fazit und Tipps Abschließend möchte ich sagen, dass der Ostkustleden ein wunderschlner, abwechslungsreicher, aber auch sehr ansruchsvoller Weg ist. Die schlechte Markierung verdirbt einem leider manchmal die Stimmung, aber die tollen Hütten und die vielen Eindrücke machen das wieder wett. Abschließend noch ein paar Tipps:
nehmt genügend Schutz gegen Mücken und Zecken mit genüged Lebensmittel für die ganze Reise mitnehmen (erster Supermarkt auf Etappe 7) gerade im Sommer Trinkwassermangel einkalkulieren ladet euch die Route auf euer Handy, um euch im Notfall nicht zu verlaufen achtet auf ordentliches Schuhwerk, mit Sneakern habt...
Read moreI stopped after part 3 most of the time you have to walk through very high grass and there are hundrets of ticks. The scenerie however...
Read moreSchöner Rundweg, meist gut markiert. Teilweise im Hochsommer (2019) Wasser knapp auf ostseenahen Etappen. Recht zivilsationsnah, dementsprechend kein echtes Wildnisfeeling, dafür durchweg Handynetz (Vodafone). Hütten wechselhafte Qualität, insbesondere Trockentoiletten stark gewöhnungsbedürftig. Würde den Trail durchaus Weiterempfehlen. P.S.:...
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