Der Salangpass-Tunnel war auch schon vor 45 Jahren ein Erlebnis der besonderen Art. Es ist Dienstag, der 12. September 1972: In der hereinbrechenden Nacht stehen wir mit unserem VW-Bulli am Aufgang zum Salang-Pass. Mit weichen Knien und beißendem Hunger sitzen wir beiden Studenten unschlüssig am Straßenrand und beobachten den Verkehr. Auf dem steilen Pass müssen die beladenen LKWs sowohl bergan als auch bergab im Schritttempo fahren. Über den Fahrerhausdächern der meisten Lastwagen sind die typischen Korbflechtbetten montiert, kleinere Lastwagen haben statt des Bettes eine große Kiste auf dem Führerhaus, in der sich mindestens ein Beifahrer tummelt. Beifahrer sind am Salang-Pass unentbehrlich. Beim Anfahren in der Steigung müssen sie, weil die Handbremsen zu schwach sind, die unter die Hinterräder gelegten Bremsklötze just in dem Augenblick wegziehen, in dem der LKW wieder Fahrt aufgenommen hat. Das ist oft recht mühsam, da das Anfahren nicht immer beim ersten Versuch gelingt. Rollt das Fahrzeug, nimmt der Beifahrer die Bremsklötze unter den Arm, springt auf den fahrenden LKW, klettert in die Kiste oder auf sein Bett und tritt erst wieder in Aktion, wenn in der Steigung gehalten werden muss. Die Beifahrer sind in der Regel sehr freundlich. Auch an diesem Abend wirft uns so ein Hilfsbremser zwei Wassermelonen aus seiner Kiste herunter. Die geben uns die Kraft, den Pass bergan zu fahren. Bei Vollgas wäre unser Wagen mit seinem lädierten 34-PS-Motor vielleicht 15 Km/h „schnell“, wir aber wagen es wegen der dünnen Luft und der mangelnden Kühlung nicht, das Pedal ganz durchzutreten und schleichen deshalb mit höchstens 10 Km/h den Berg hinauf. Es ist schon spät, als wir in 3365 Metern Höhe den Süd-Eingang zum höchsten Straßentunnel der Welt erreichen. Der Tunnelposten ruft hinter uns her, wir fahren zu seinem kleinen Holzhäuschen zurück; er will aber kein Geld kassieren, sondern nur eine Tasse Tee mit uns trinken. Sehr freundlich von dem einsamen Wärter, aber eine bis dahin unbekannte Rastlosigkeit treibt uns weiter, und so lehnen wir die Einladung höflich ab. Die feuchte und recht enge Straße im Tunnel steigt noch etwa auf einer Länge von 2 Kilometern an und wird dann leicht abschüssig. Man erkennt die Straßenführung an der sparsamen Lichterkette, die unter der Felsendecke angebracht ist, aber nicht genug Licht liefert, um die zahlreichen Schlaglöcher zu orten. Die Entlüftung des Bauwerks ist, unseren angegriffenen Nasenschleimhäuten und den Dieselqualm-Schwaden nach zu urteilen, äußerst unzureichend. Als uns ein LKW überholt, glauben wir, kurz vor einer Vergiftung zu stehen. Am Nordende des etwa 3 Kilometer langen Tunnels liegt ein Wasserkraftwerk, dessen schwache Generatoren auch den Strom für die...
Read moreСаланг. Это слово эхом отдается в моей душе, будоражит давно затихшие воспоминания. Сколько лет прошло, а я до сих пор вижу перед глазами его суровые вершины, чувствую на себе ледяной ветер, пробирающийся под воротник бушлата.Это не просто горный перевал. Это символ мужества и героизма советских солдат, которые здесь, на этой неприступной высоте, сражались за мир на родине афганцев. Боль по погибшим товарищам, которые остались лежать на этой холодной земле. Боль по юности,...
Read moreThe road was very bad and traffic was worse. The government must fix this immensely crucial route connecting Kabul...
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