Der Besuch der KZ-GedenkstÀtte Sachsenhausen war eine tief bewegende und nachdenklich stimmende Erfahrung. Auf dem ehemaligen GelÀnde des Konzentrationslagers, das sich heute in Oranienburg bei Berlin befindet, wird das unvorstellbare Leid tausender HÀftlinge auf eindringliche Weise sichtbar gemacht.
Schon beim Betreten durch das Tor mit der zynischen Inschrift âArbeit macht freiâ wird einem die Grausamkeit und Menschenverachtung bewusst, mit der hier systematisch Menschen entrechtet, gequĂ€lt und ermordet wurden. Die erhaltenen und rekonstruierten GebĂ€ude â darunter Baracken, der Appellplatz, das ArrestgebĂ€ude und die Reste der Gaskammer â vermitteln einen beklemmenden Eindruck vom Alltag der HĂ€ftlinge im Lager.
Besonders bewegend waren fĂŒr mich die Ausstellungen in den einzelnen Bereichen der GedenkstĂ€tte. Sie dokumentieren nicht nur die Geschichte des Lagers wĂ€hrend der NS-Zeit, sondern auch die spĂ€tere Nutzung durch die sowjetische Besatzungsmacht. Die Vielzahl an Fotos, Dokumenten und Zeitzeugenberichten macht das Grauen greifbar und verleiht den Opfern eine individuelle Stimme.
Was mich besonders betroffen gemacht hat, war die Erkenntnis, wie systematisch Menschen entrechtet und entmenschlicht wurden â allein aufgrund ihrer Herkunft, Religion, politischen Ăberzeugung oder sexuellen Orientierung. Der Besuch hat mir deutlich vor Augen gefĂŒhrt, wie wichtig das Erinnern ist â nicht nur, um der Opfer zu gedenken, sondern auch, um die Verantwortung fĂŒr die Zukunft wahrzunehmen.
Die GedenkstĂ€tte ist gut organisiert, bietet umfangreiche Informationsmaterialien und FĂŒhrungen an, die eine tiefere Auseinandersetzung ermöglichen. Der Besuch war fordernd, aber notwendig â gerade in einer Zeit, in der historische Verantwortung und demokratische Werte nicht...
   Read moreDie GedenkstĂ€tte AuĂenlager Falkensee des KZ Sachsenhausen ist ein Mahnmal des zweiten Weltkrieges.
Viele Schilder auf diesem Platz erzĂ€hlen die Geschichte hinter diesem AuĂenlager. So ist dieses Lager im Oktober 1942 entstanden, als HĂ€ftlinge benötigt wurden, um die RĂŒstungsindustrie mit Zwangsarbeit zu unterstĂŒtzen. Hierzu wurden HĂ€ftlinge aus dem KZ Sachsenhausen ab Sommer 1943 eingesetzt. Insgesamt wurde die Höchstbelegung mit bis zu 2.584 HĂ€ftlinge dokumentiert.
Auch nach dem Ende des Krieges und der Befreiung des AuĂenlagers wurde dieser Ort noch vielfĂ€ltig verwendet. Zum einen bis 1948 als QuarantĂ€ne- und Sammellager. Zum anderen, nach diversen Abrissen und Umbauten, in der Zeit von den 1960er bis 1990er Jahren mit der letzten erhaltenen Baracke als GerĂ€teschuppen und Materiallager.
Seit 1993 ist die Stadt Falkensee an der Entwicklung des Geschichtsparks aktiv. So dass nicht nur Fundamente freigelegt, sondern auch Sanierung durchgefĂŒhrt und die Geschichte aufgearbeitet wurde.
Wie die Stadt Falkensee auf dem GelĂ€nde in einer Marmorplatte eingelassen hat, dient dieser Platz nun: âZur Erinnerung an alle Menschen, die hier unter dem nationalsozialistischen Terror gelitten haben.â
Dies ist der Stadt Falkensee gut gelungen. Der Platz der GedenkstĂ€tte ist gut angelegt. Alle Bereiche sind zu FuĂ gut zu erreichen und mit Wegweiser ausgeschildert. Bei fast allen Bereichen sind Schilder angebracht, die erklĂ€ren, welche Funktion dies einst erfĂŒllt hat. Auch sind viele Schilder zur Geschichte der GedenkstĂ€tte AuĂenlager Falkensee des KZ...
   Read moreDas GelĂ€nde ist ziemlich weitrĂ€umig, aber offenbar sich selbst ĂŒberlassen. Eine Stele am Eingang und ein Gedenkstein, an dem Blumen niedergelegt werden reprĂ€sentieren nicht im nötigen MaĂe diesen Gedenkort.
Hier macht es sich die Stadt Falkensee zu einfach. Offenbar fehlt ein vernĂŒnftiges Konzept. Was passiert mit der letzten noch vorhandenen originalen Barracke? Sie könnte der SchlĂŒssel fĂŒr ein neues Konzept sein. Aber sie ist dem Verfall preisgegeben. Auch habe ich so meine Bedenken mit dem Umgang mit dieser Park Ă€hnlichen FlĂ€che: MuĂ man hier an diesem Ort, wo schwerste Verbrechen begangen wurden seinen Hund ausfĂŒhren oder mit seinem Bike herum crossen? Ich glaube, das gehört nicht hier her! Man sollte das GelĂ€nde einzĂ€unen und die EingĂ€nge so herrichten, daĂ keine FahrrĂ€der auf das GelĂ€nde gelangen können. Auch ein Verhaltenscodex mĂŒĂte sichtbar angebracht sein. Ich war bei meinem Besuch ziemlich enttĂ€uscht, dem GelĂ€nde gebĂŒhrt mehr Respekt als das jeder Besucher das GelĂ€nde nach seinen Vorstellungen nutzen kann. Die Stadt hat hier komplett versagt.
Das "positive" an diesem GelĂ€nde, abgesehen vom Gedenkstein: Es ist das gesamte ehemalige GelĂ€nde begehbar, die RĂ€umlichkeit ist faĂbar und erlebbar in all ihren AusmaĂen. Auch noch vorhanden der originale Graben fĂŒr die Panzer-Test Fahrten. Wer der den Haupteingang sucht, wird erstmal enttĂ€uscht...der...
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