Das Bunkermuseum bezeichnet sich zwar Museum, erinnert aber eher an Folklore. Das Objekt war Anfang der 90er vollkommen leer gerĂ€umt und spĂ€ter auch durch Vandalismus in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die GegenstĂ€nde im Bunker wurden im nachhinein zusammengetragen. An einigen Stellen wird das recht offensichtlich, weil viele Objekte auf DDR-SchulbĂ€nken stehen, Landkarten und die Tabletts im Speisesaal scheinen ebenfalls aus einer Polytechnischen Oberschule zu stammen. Als Ăberwachungsmonitore dient eine bunte Sammlung von Röhrenfernsehern und im Hintergrund habe ich Siemens-Nixdorf Computer mit ihrer grĂŒnen Kunsstoffblende aus den 90ern gesehen. Es handelt sich um ein buntes Sammelsurium, was in dieser Zusammensetzung keiner wissenschaftlichen PrĂŒfung standhalten wĂŒrde. Originalfotos vom Bunker oder sonstige schriftliche Dokumente sucht man vergebens.
Der Bunker kann nur mit FĂŒhrung betreten werden. Unser FĂŒhrer hat sich nicht namentlich vorgestellt, bezeichnet sich aber als eines von drei Vereinsmitgliedern, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Leider ist die FĂŒhrung ein Monolog, der neben Infos zu dem Bunker noch das Leben in der DDR streift und einen Bogen in die Gegenwart spannt. Das Weltbild des FĂŒhrers schwankt dabei zwischen Anerkennung (Bildungssystem) und Abscheu (Bonzentum, KlĂŒngelei) fĂŒr die DDR. BezĂŒge oder Wertungen zur Gegenwart nahm unser FĂŒhrer nur insoweit vor, dass Deutschland auch heutzutage nur ein Spielball der WeltmĂ€chte, insbesondere der USA ist, zu denen er keine positive Meinung hat.
Sein Monolog ist voll von Anekdoten, die sich nicht verifizieren lassen. Ob nun ein sowjetischer Offizier tatsĂ€chlich den Soldaten, der mit seinem LKW einen Unfall gebaut hat, vor seinen Augen erschossen hat? Starke Zweifel habe ich ebenfalls an seinem Schwank, dass die Ostblockstaaten das sog. "Intranet" erfunden haben, um damit verschlĂŒsselt zu kommunizieren. Das muss schon sehr geheim gewesen sein, selbst Google weiĂ nichts davon. Denn in der IT-Welt ist das Intranet lediglich ein geschlossenes Netzwerk, bspw. in Unternehmen, auf das man nur innerhalb des Unternehmens drauf Zugriff hat.
Fazit: der Bunker erinnert an ein DDR Museum. Informationen zur Staatssicherheit im allgemeinen sowie der Funktion des Bunkers im Gesamtsystem sucht...
   Read moreMeine Rezension muss ich in zwei Teile unterteilen: das Bunkermuseeum inklusive FĂŒhrung entsprach meinen Erwartungen und selbst fĂŒr jemanden mit recht wenig Geschichtsinteresse (also mich) war es ein interessanter Einblick. Unser FĂŒhrer war auch sehr freundlich, engagiert und hat bereitwillig jede Frage beantwortet.
Nun zum weniger angenehmen Teil: das zugehörige Restaurant hat leider enttĂ€uscht. Zu meiner freudigen Ăberraschung hieĂ es auf der Website wörtlich: "Wir bieten eine reichhaltige Auswahl an SpezialitĂ€ten vom Rind, [...] und selbstverstĂ€ndlich vegane und vegetarische Köstlichkeiten." Es gab genau ein einziges veganes Gericht auf der Karte und von den Desserts abgesehen etwa 3-4 ohne Fleisch/Fisch. Besagtes veganes Gericht bestand im Wesentlichen aus einer nicht unbedingt ĂŒppigen Portion von noch teils festen Tagliatelle, ein paar halbierten Cocktailtomaten und einigen SpinatblĂ€ttern - und das ganze in Ăl schwimmend und ohne jeglichen Geschmack. Die QualitĂ€t entsprach damit leider weder dem Image, was das Restaurant zu kultivieren versucht, noch den Preisen.
Zudem bekamen zwei von fĂŒnf Personen unserer Gruppe kurz nach der Mahlzeit Magenprobleme bzw. Durchfall...
Dazu kam eine recht unfreundliche Bedienung, der man das Missfallen ĂŒber unsere Anwesenheit leider deutlich ansehen konnte. (Fairerweise muss dazu gesagt werden, dass dies nicht auf die anderen anwesenden Bedienungen zuzutreffen scheint - diese begegneten uns durchaus freundlich.)
Fazit: gerade fĂŒr Geschichtsbegeisterte ist der Bunker durchaus einen Besuch wert, allerdings sollte man sich eventuell nach einem anderen Restaurant in der...
   Read moreIch war heute hier und wollte mir echt sehr interessiert das Museum anschauen. Ich war ca. 10:30 Uhr dort, die nĂ€chste FĂŒhrung war erst 13 Uhr möglich. Sind dann um die Zeit rum zu bekommen an die Schleuse gefahren und dann wieder zurĂŒck zum Mittagessen. In dieser LokalitĂ€t bekommt man aber ein ThĂŒringer RostbrĂ€tl erst ab 17 Uhr!!! Ein Nackensteak mit WĂŒrzfleisch ĂŒberbacken aber den ganzen Tag. Ich konnte mir 12 Uhr kein ThĂŒringer RostbrĂ€tl bestellen. Was macht das fĂŒr einen Sinn? KEINEN! Und der besondere Witz, selbst ein BauernFRĂHSTĂCK gibt es hier erst ab 17 Uhr. Wir sind dann weiter gezogen, ohne Mittagessen und ohne Museum. ServicewĂŒste Deutschland! Aber die Hotels und Restaurants meckern rum, weil sie keinen Umsatz machen, ĂŒberlegt mal warum! Wo ist bitte der Unterschied, ob ich ein Nackensteak oder ein ThĂŒringer RostbrĂ€tl in die Pfanne lege. Unvorstellbar, das man dort in ThĂŒringen kein ThĂŒringer RostbrĂ€tl bekommt. Nie wieder!!! HĂ€tte gerne 0 Sterne vergeben, aber das geht ja leider nicht.
Nachtrag nach Antwort: Erstens war ich am Freitag da, verstehe den Zusammenhang mit den Feiern am Samstag nicht. Zweitens war der AuĂenbereich leer, ich und meine Begleitperson waren die einzigen. Also bitte mal die Kirche im Dorf...
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