Die Idstedter Räuberhöhle – Ein Ort für Hobby-Archäologen, Möchtegern-Räuber und Verwirrte auf der Suche nach WLAN
🌟🌟🌟🌟☆ (4 von 5 Steinzeit-Sternen)
Ich bin gekommen, um eine Räuberhöhle zu sehen – und blieb für ein 5.000 Jahre altes Airbnb ohne WLAN, aber mit sehr viel Steinambiente. Spoiler: Hier haust kein Räuber mehr (außer vielleicht ein ambitionierter Dachs mit Hang zur Frühgeschichte).
Die Idstedter Räuberhöhle, wie sie sich frech nennt, ist in Wahrheit kein düsterer Unterschlupf für verwegene Banditen, sondern ein gut erhaltenes Ganggrab aus der Jungsteinzeit – quasi der Mercedes unter den Megalithanlagen. Die Trichterbecherkultur hat hier offenbar ganze Arbeit geleistet. Respekt, ohne Bagger und Betonmischer!
Der Weg dorthin fühlt sich etwas an wie eine Schnitzeljagd auf Easy-Mode: "150 m hinter Wilhelmslust, dann rechts in den Wald, neben der Rechtskurve, links vom Feenstaub..." – kurz gesagt, perfekt für alle, die bei IKEA schon immer Spaß mit Aufbauanleitungen hatten.
Drinnen erwartet einen eine trapezförmige Kammer, die zwar niedrig ist, aber immerhin trocken. Die Deckenhöhe von 1,50 m lädt nicht unbedingt zum Verweilen ein, es sei denn, man ist Hobbit oder ambitionierter LARP-Spieler. Wer reinkriecht, spürt sofort: Hier wurde Geschichte geschrieben – oder zumindest sehr ordentlich gestapelt.
Was gibt es zu sehen? Viel Stein. Wirklich viel. Und keine Funde – außer dem Fund der eigenen Einsicht, dass Räuberhöhlen auch PR-technisch aufrüsten müssen, um gegen moderne Freizeitparks zu bestehen. Wer Action, Lichtshow oder gar eine Kantine erwartet, wird enttäuscht. Wer hingegen auf „Ich war da, wo Menschen schon 3000 v. Chr. ihre letzte Ruhe fanden“ steht, ist goldrichtig.
Pro-Tipp: Bei Instagram bitte #Räuberhöhle verwenden – klingt mystischer als #Langbettgrab. Und die Idstedter Dorfjugend wird euch neidisch sein.
Fazit: Ein Ort, der zeigt, dass man auch mit großen Steinen, viel Schweiß und null WLAN Geschichte schreiben kann. Perfekt für alle, die sich fragen: Was haben unsere Vorfahren eigentlich ohne Netflix gemacht? Na, Ganggräber gebaut eben.
Würde wiederkommen – mit Knieschonern und einem...
Read more" Grab aus der jüngeren Steinzeit (Ganggrab); erbaut etwa 2900-2600 v. Chr. Eines der wenigen bis heute in seiner ursprünglichen Form erhaltenen Großsteingräber Schleswig-Holsteins. Insgesamt 9 Trag- und 3 Decksteine, Fugen mit Trockenmauerwerk ausgesetzt; vom Gang nur noch 4 Steine; Lg 4,30 m, Br. 1,80 m, H. 1,50 m. Hügelmantel aus Steinen. Die Erbauer solcher Gräber gehörten zur sogenannten Trichterbecker-Kultur. Sie bildeten die erste bäuerliche Bevölkerung, die Ackerbau und...
Read moreDas Langbettgrab mit dem Geheimnisvollen Namen Räuberhöhle ist einen Besuch wert. Die Grabhöhle ist gut zu besuchen. Falsche Markierung und zu gewuchert, so das man die Schilder kaum sehen kann. Hier ist nur Wald. Die richtige Räuberhöhle ist ein paar hundert Meter südlich, nahe der Straße. Auch der Wald selbst ist schon ein Besuch wert. sehr Ruhig dort und...
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