Sie kamen zuletzt: 600 ausgemergelte KZ-Häftlinge, in der Mehrheit polnische Juden, aus Stutthof bei Danzig, die am 21. November 1944 am Nebringer Bahnhof eintrafen. Seit 1942 wurden auf dem Flugplatz zwischen Hailfingen und Tailfingen russische, französische und griechische Zwangsarbeiter eingesetzt, aber der Ausbau dümpelte vor sich hin, weil der Flugplatz nicht gebraucht wurde. Erst seit Herbst 1944 wurde er mit allen verfügbaren Mitteln zum „Nachtjägerflugplatz“ ausgebaut, was eine schöngefärbte Umschreibung dafür war, dass die Alliierten nach der Landung in der Normandie die Lufthoheit erkämpft hatten und die deutsche Luftwaffe tagsüber ihre Flugzeuge verstecken musste. Zur gleichen Zeit pressten entlang der Bahnlinie Tübingen-Rottweil Tausende Zwangsarbeiter im sogenannten „Unternehmen Wüste“ den dortigen Ölschiefer aus. Und im Haigerlocher Felsenkeller versuchte Werner Heisenberg und sein Team einen Versuchsreaktor zu starten. Verantwortlich für die Rekrutierung der Arbeitskräfte und die Einrichtung der Lager war die Organisation Todt, deren Oberbauleitung in Balingen saß. Mitte Februar 1945 wurde in Hailfingen der letzte Einsatz geflogen: es gab keinen Sprit mehr. Die nicht mehr arbeitsfähigen Häftlinge wurden nach Vaihingen/Enz deportiert, die übrigen ins „Wüste“-Lager Dautmergen. Zurück blieb ein Massengrab am Rand der Rollbahn, das nach seiner Entdeckung durchs französische Militär von der Bevölkerung der benachbarten Dörfer exhumiert werden musste. Ein rühriger Verein beendete 2010 die Jahrzehnte des Beschweigens und Verdrängens und setzte am Westende der Rollbahn ein Mahnmal für die jüdischen Häftlinge. 2018 kam ein „Denk-Stein“ für die Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen hinzu. Auf Infotafeln erfährt man das Notwendigste. Ausführliche Hintergrundinformationen und kompetente Ansprechpartner findet man im Dokumentationsraum im alten Rathaus in Tailfingen, der Sonntags von 15 – 17h...
Read moreAfter walking in the memorial, walk in the forest along the hidden runway where so many life were lost during the construction. You still find parts of the runway. Unfortunately the mass grave cannot be seen. There is a museum in the village nearby, not...
Read moreGedenkstätte Hailfingen / Tailfingen ein Ort der Besinnung. 1938 wurde an dieser Stelle mit dem Bau eines Militärflugplatzes begonnen der im Mai 1944 einsatzbereit war. Für den Bau wurden Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter eingesetzt. Ab 1944 wurde der Flugplatz zu einem Nachtjägerflugplatz ausgebaut - hierzu wurden wiederum Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene eingesetzt. Ab September 1944 wurde auf dem Platz ein Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof eingerichtet ... . Im Rathaus Tailfingen ( Hauptstraße 39 ) gibt es noch ein Dokumentationszentrum zu diesem Teil der deutschen Geschichte - es ist jeden Sonntag ( außerhalb der Schulferien) von 15 bis 17 Uhr geöffnet - werden wir uns noch...
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