Ein malerischer, verwunschener Ort, der sich mitten im Nirgendwo in der urigen Voreifellandschaft versteckt. Man durchquert die Gemeinde Kehrig und bewegt sich zu Fuß (Durchfahrt per Auto möglich, aber verboten) entlang eines kleinen urigen Bachlaufes, der immer wieder traumhafte Blicke in das weitläufige, dicht bewachsene und weitgehend unberührte Tal frei. Am Wegrand machen lediglich vereinzelte Wegekreuze vom Anfang des 17. Jahrhunderts dem Passanten deutlich, dass er sich einem ehemals belebten geistlichen Ort nähert... Nach einer Kurve im Tal sieht man zunächst ein einsames, offensichtlich unbewohntes altes Gehöft, das irgendwie an eine Mühle erinnert. Wenige Meter weiter eröffnet sich der Blick auf die Ruine der ehemaligen Klosterkapelle 'Mädburg'. Die Ruine ist komplett begehbar; der vermutlich authentische Altar aus der Entstehungszeit der Kapelle im 14. Jahrhundert ist durch eine separate Dachkonstruktion vor der Witterung geschützt. Hinweistafeln liefern Daten, zeigen aber auch in Malereien Andeutungen darüber, wie dieser Ort einmal ausgesehen haben könnte (auch, wenn bei genauerer Betrachtung einige Fehler augenscheinlich werden, die dem Gesamteindruck jedoch nicht mindern, der dem Ort noch mehr würde verleiht). Vor einem geistigen Auge entsteht im Angesicht dieser gut gesicherten Ruine sofort ein inneres Bild, das lebendig erscheinen lässt, wie hier vor 700 Jahren 'Leben' stattgefunden hat. Am gegenüberliegenden Hang fängt zunächst eine der heiligen Dreifaltigkeit Gewichte Kapelle den Blick des Betrachters; noch spannender jedoch als die (Recht junge und gut gepflegte) Kapelle sind jedoch die Reste der ehemaligen Konventsgebäude, die sich etwas weiter im Hang am Rande eines trampelpfades (ca. 80m) befinden, der etwas unwegsam, aber gut begehbar ist. Ein unerwartet magischer und - was mich fast noch mehr begeistert hat - völlig einsamer Ort: auf dem gesamten weg ist uns keine Menschenseele begegnet. Ein wirklich Zauberhafter, bescheidener, spiritueller Ort, der in jedem Fall einen...
Read moreKlosterruine "Mädburg" bei Kehrig.
Abgeschieden und gut versteckt stehen hier die umfangreichen Reste einer alten Kirche. Aus alten Dokumentationen weiß man, dass es sich bei dem Bauwerk um eine vor 1350 errichtete ursprüngliche Marienkapelle mit einer nach 1350 in der Verlängerung angebauten Wallfahrtskirche handelt, die zu Ehren der Heiligen Luzia errichtet worden war. Dieser Anbautrakt wurde nach 1700 mit einer Trennmauer versehen. Etwa um 1810 muss der Abbruch erfolgt sein. In einem Zeitungsbericht vom 01.08.1928 heißt es: "Um 1810, unter Herrschaft der Franzosen, wurden die Kapelle, das Pfarrhaus und auch das Kloster zum Abbruch verurteilt.
Aus Kehrig wollte niemand Hand anlegen, denn bei den Großeltern stand die Kapelle in hohen Ehren. Da hat sich ein gewisser Mann aus Polch dazu hergegeben. Aber er hat kein Glück mit dem Erlös gehabt. Der Altar kam in die St.-Wolfgang-Kapelle. Das Altarbild stellt die armen Seelen im Fegefeuer dar. Das Glöcklein kam nach Berresheim, eine Muttergottesstatue ins Altersmuseum nach Mayen.
Die noch heute stehende Dreifaltigkeitskapelle wurde von zwei Gräfinnen von Burg Monreal zum Dank für Errettung aus Lebensgefahr erbaut. Ihre Bildnisse standen früher in der Kapelle, sind aber verschwunden.
Bis zum Jahre 1950 wurde die Kapelle von einer 350-jährigen Buche überschattet, die im Volksmund "Dicke Buche" hieß. Sie stand unter Naturdenkmalschutz und fiel einem Unwetter zum Opfer, das in der Nacht vom 4. zum 5. Juli 1950 die Vordereifel und das Maifeld heimsuchte. (Quelle: Internetseite der...
Read moreInteressante alte Klosterruine aus dem 13. Jahrhundert, unweit der Mündung des Klosterbachs, direkt am Wanderweg in Richtung Burg Pyrmont und Burg Eltz gelegen. Ursprünglich als Kapelle errichtet wurde sie nach 1350 zu eine Wallfahrtskirche erweitert. Der Rastplatz vor der Ruine bietet eine gute Möglichkeit für eine kleine Rast, bevor die Tour...
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