Um auf den Brocken zu kommen, gibt es zwei Wege - zum einen kann man die Brockenbahn nehmen und zum anderen einer der Wanderwege. Zur Brockenbahn komme ich spĂ€ter. Die BrockenstraĂe, welche zum Gipfel fĂŒhrt, ist fĂŒr sĂ€mtlichen privaten Individualverkehr gesperrt und nicht befahrbar. Wir hatten uns fĂŒr die Wanderung von Schierke entschieden. in Schierke gibt es mehrere ParkplĂ€tze: Brocken Schierke Parkplatz: Dieser Parkplatz ist der nĂ€chste zum Wanderweg, jedoch sehr klein, eng und ziemlich heruntergekommen. Wir waren bereits morgens gegen 10 Uhr dort und sĂ€mtliche PlĂ€tze waren bereits belegt. Hier passen geschĂ€tzt nur ca. 50 Fahrzeuge rauf Parkplatz Alte Bobbahn Brockenaufstieg: Dieser liegt sehr zentral in der Stadtmitte Parkhaus "Am Winterbergtor": Der wohl optimalste fĂŒr den Start zur Wanderung. DafĂŒr relativ weit weg vom Bahnhof.
Wir parkten im Parkhaus "Am Winterbergtor". Der Tarif ist mit 12 ⏠Tagestarif noch im Rahmen, denn dafĂŒr ist das Parkhaus hell, modern und bietet ausreichend Platz. Wir entschieden uns fĂŒr den kurzen Weg. Dieser fĂŒhrt teilweise ĂŒber recht rohe Felsen und ist relativ steil. Das muss man sich bewusst sein, dass hier mobilitĂ€tseingschrĂ€nkte Personen ggf. ihre Probleme haben. Der Weg ist mit 5,4km der kĂŒrzeste und in angenehmen Tempo in gut 2 bis 3 Stunden zu machen. Bei Regen sollte man sehr vorsichtig sein, denn dann sind die Steine sehr rutschig. Wer gut zu FuĂ ist, sollte keine Probleme mit dem Weg haben. Wanderschuhe sind von Vorteil, aber mit soliden Sneakern und Funktionskleidung geht das auch. Der Weg kreuzt hierbei immer wieder die Brockenbahn und so kann man die ZĂŒge immer mal wieder zu sehen bekommen. Oben auf den Brocken angekommen, gibt es am Bahnhof den "Brockenwirt". Hier gibt es Currywurst, Rostbratwurst und Co. NatĂŒrlich hat das seinen Preis durch den touristischen Faktor. Der Kaffee ist dafĂŒr vom Preis her vollkommen im Rahmen und nicht ĂŒberzogen und schmeckte sogar ziemlich gut nach der Wanderung. Es gibt jedoch nur EINE öffentliche Toilette am Brocken. Diese kostet 1 ⏠pro Person. Die Toilette selbst ist ziemlich aus der Zeit gefallen und hat schon bessere Zeiten erlebt. Es gibt dann noch das Besucherzentrum in Form des "Brockenhauses". Will man auf die Dachterrasse bzw. ins Informationszentrum, kostet das nochmals 7 ⏠pro Person. Wir haben in erster Linie nur die Aussicht genossen, welche bei schönem Wetter wirklich toll ist. Den Weg hinab nach Schierke nahmen wir mit der Bahn. DafĂŒr sind dann 37 ⏠pro Person fĂ€llig. Es gibt nur den Pauschaltarif, unabhĂ€ngig bis wo man die Bahn letztlich nimmt. Der Preis ist dabei einfach nur ĂŒberzogen und grenzt an Wucher - zum Vergleich kostet eine Fahrt im Molli an der Ostsee lediglich 12 âŹ. Wer die Brockenbahn rauf und runternehmen will, ist mit 55 ⏠dabei - wer einen Hund dabei hat, zahlt fĂŒr diesen 16 âŹ. Hierbei ist die Fahrt nach oben immer mit Zugbindung. Die Abfahrt nach unten ist frei wĂ€hlbar - letzter Zug verkehrt um 17:07 Uhr! Die Fahrt vom Brocken nach Schierke dauert ca. 40 Min., also rund 1 ⏠pro Minute auf den Preis bezogen. Vorbei geht es an den kahlen und toten WĂ€ldern. Das ist leider kein sehr schöner Anblick mehr, aber leider menschengemacht. Es wird wohl noch Jahrzehnte dauern, bis hier wieder grĂŒne WĂ€lder stehen. Ansonsten ist die Fahrt fĂŒr Bahnfans natĂŒrlich ein Muss und durchaus amĂŒsant. Es geht dabei mit maximal 35 km/h den Berg hinab. Die Aussicht aus dem Zug ist dabei dennoch sehr schön. Vom Bahnhof Schierke muss man dann noch ca. 1,5 km zurĂŒck zum Parkhaus Winterbergtor gehen und dann ist man wieder beim Start. Rechnet man fĂŒr uns vier mal die Kosten dieses Tages zusammen: Parkhaus 12 âŹ, Essen (RostbratwĂŒrste, Brezel, Kaffee, Eis) 41,80 âŹ, 3 x Toilette 3,00 âŹ, Brockenbahn zurĂŒck nach Schierke 148 ⏠fĂŒr 4 Personen. Da kommt einiges zusammen und dann ist man fĂŒr den Tag am Brocken bei ĂŒber 200 ⏠pro Person. Ob sich das fĂŒr einen lohnt, muss jeder selbst entscheiden. Als Ausflugsziel ist der Brocken auf jeden Fall eine Reise wert, aber man sollte sich bewusst sein, dass man dort viel Geld...
   Read moreDer Brocken (volkstĂŒmlich Blocksberg genannt) ist mit 1141,2 m ĂŒ. NHN der höchste Berg im Mittelgebirge Harz, in Sachsen-Anhalt und in ganz Norddeutschland. Er befindet sich in der Gemarkung Schierke der Stadt Wernigerode im Landkreis Harz. Der Berg und seine Umgebung im Nationalpark Harz sind eines der beliebtesten Ausflugsziele Deutschlands. Der Brocken ist der dominanteste Berg in Deutschland.
Die schmalspurige Brockenbahn fĂ€hrt seit 1899 zum Gipfel, abgesehen von Unterbrechungen infolge von Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und spĂ€ter aufgrund der deutschen Teilung. Die seit den 1930er Jahren vorhandenen Sendeanlagen auf dem Brocken haben aufgrund der exponierten Lage im Hochharz eine groĂe technische Reichweite.
Aufgrund des rauen Klimas ist der Brocken ein Lebensraum seltener Arten. Der Brockengipfel gehört oberhalb von 1000 / 1100 Meter zur subalpinen und alpinen Höhenstufe. Seine Flora und Fauna sind vergleichbar mit denen von Nordskandinavien und den Alpenhochlagen. Der Brockengipfel liegt als einziger Berg des deutschen Mittelgebirgsraumes oberhalb der Waldgrenze, so dass allenfalls sehr kleinwĂŒchsige Fichten dort zu finden sind. GeprĂ€gt wird der Naturraum durch Zwergstrauchheide. Im 1890 gegrĂŒndeten Brockengarten wird die Flora von Nationalpark-Mitarbeitern gehegt und in regelmĂ€Ăigen FĂŒhrungen Besuchern vorgefĂŒhrt. Dort werden nicht nur Pflanzen des Brockens gezeigt, sondern auch HochgebirgsgewĂ€chse aus anderen Regionen und LĂ€ndern.
Auch einige Tierarten haben sich an die Lebensbedingungen auf dem Brocken angepasst. Insekten sind sehr zahlreich. Heute pendelt tĂ€glich die Brockenbahn â eine Schmalspurbahn â zwischen Wernigerode, Drei Annen Hohne, Schierke und dem Brocken. Die PersonenzĂŒge sind meistens mit Dampflokomotiven bespannt. Auf dem Gipfel befinden sich das Brockenhaus mit einem Besucherzentrum des Nationalparks Harz, das eine Ausstellung zur Geschichte des Berges sowie des Brockengartens beinhaltet. Des Weiteren finden sich Restaurants und das Brockenhotel, welche von den Brockenwirten der Familie Steinhoff bewirtschaftet werden. Bedeutende Wirte der Vergangenheit waren Johann Friedrich Christian Gerlach von 1801 bis 1834, Eduard Nehse zwischen 1834 und 1850, der ab 1836 kontinuierliche Wetterbeobachtungen vornahm, 1849 eine Brockenkarte und 1850 das âBrockenstammbuchâ herausbrachte, sowie Rudolf Schade von 1908 bis 1927, der die Bekanntheit und den technischen Ausbau der Gastwirtschaft auf dem Brocken erheblich steigerte. Auf Einladung des Harzer Verkehrsverbands fand zum 100. Todesjahr Johann Wolfgang von Goethes am Samstag, dem 18. Juni 1932, auf einem dem Hexentanzplatz zugewandten Plateau das Hexenexperiment des britischen Parapsychologen Harry Price statt. Das Gebiet um den Brocken ist insbesondere bei Wanderern beliebt. Der Goetheweg ist ein zum Brockengipfel fĂŒhrender Wanderweg. Benannt ist er nach Johann Wolfgang von Goethe, der im Jahr 1777 ungefĂ€hr diesen Weg einschlug. Viele Wanderwege fĂŒhren in die benachbarten Orte Schierke, Braunlage und Sankt Andreasberg. Vom Brocken aus fĂŒhrt der 100 km lange Harzer Hexenstieg Richtung Osten nach Thale sowie Richtung Westen ĂŒber Torfhaus und Altenau nach Osterode. Der Teufelsstieg fĂŒhrt vom Brocken nach Bad Harzburg oder nach Elend. Auch Mountainbiker nutzen die Wanderwege. Von Schierke aus fĂŒhrt die asphaltierte BrockenstraĂe auf den Gipfel, die unter anderem mit Pferdefuhrwerken bis zur Knochenbrecherkurve unterhalb des Gipfels befahren und von Touren- und Rennradfahrern genutzt wird. Aufgrund der Lage im Nationalpark dĂŒrfen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor dort nur mit Sondergenehmigung verkehren. Nach einer Studie der UniversitĂ€t WĂŒrzburg wird der Brockengipfel jĂ€hrlich von etwa 580.000 Touristen besucht, die zu FuĂ, mit dem Fahrrad oder mit der Brockenbahn auf den Gipfel gelangen. Als besonderes Original galt Benno Schmidt (1932â2022) â genannt Brocken-Benno â aus Wernigerode, der den Berg in den Jahren 1989 bis 2022 fast tĂ€glich erwanderte und im September 2020 die 8888. Besteigung durchgefĂŒhrt hat. Er wurde mehrfach...
   Read moreLetztes Wochenende machten meine liebe Frau und ich uns auf den Weg zu einem ganz besonderen Abenteuer â wir wollten den Brocken, den höchsten Gipfel des Harzes, mit dem Fahrrad erobern. Die Planung war einfach, die Vorfreude groĂ, doch leider spielte das Wetter nicht so mit, wie wir es uns erhofft hatten. Trotzdem wurde dieser Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Der Beginn der Reise â Auf dem Weg nach oben
FrĂŒh am Morgen starteten wir unsere Fahrt in der Stadt Wernigerode. Der Himmel war grau, und es hatte in der Nacht leicht geregnet, was uns ein bisschen sorgenvoll stimmte. Aber wir wollten uns nicht entmutigen lassen. Unser Ziel war klar: Der Brocken, mit 1.141 Metern der höchste Gipfel im Harz. Ein legendĂ€rer Ort, der zu den bekanntesten Wander- und Fahrradrouten der Region gehört.
Die Strecke fĂŒhrte uns durch dichte WĂ€lder, mal entlang des malerischen Harzvorlandes, mal in steilen Serpentinen hinauf. Der Radweg, der uns vom FuĂe des Brockens zum Gipfel fĂŒhrte, ist bekannt fĂŒr seine Herausforderung. Es war eine Mischung aus asphaltierten StraĂen und steinigen Abschnitten, die vor allem bei Regen sehr rutschig und anspruchsvoll waren. Der Wind blies uns ins Gesicht, und immer wieder zogen dunkle Wolken auf, die uns fĂŒr kurze Zeit mit einem leichten Nieselregen ĂŒberraschten.
Das Wetter â kein Hindernis fĂŒr unsere Freude
Trotz des wechselhaften Wetters lieĂen wir uns die gute Laune nicht verderben. Die WĂ€lder rund um den Brocken hatten eine besondere Mystik â umhĂŒllt von Nebelschwaden, die den Anschein erweckten, als wĂ€ren wir in einer anderen Welt. Es war, als ob uns die Natur mit einem geheimen Zauber umhĂŒllte, der das Wetter vergessen lieĂ.
Der Aufstieg war anstrengend, besonders bei den regennassen Passagen, aber der stĂ€ndige Blick auf das grĂŒne, von Moos und Flechten bedeckte Terrain und die Luft, die immer kĂŒhler wurde, hielten uns bei Laune. Meine Frau und ich motivierten uns gegenseitig, und immer wieder hielten wir an, um die beeindruckende Aussicht auf die umliegenden Berge und TĂ€ler zu genieĂen. Jeder Höhenmeter war ein kleines StĂŒck Abenteuer.
Der Gipfel â Die Belohnung fĂŒr unseren Aufstieg
Nach mehreren Stunden des intensiven Radfahrens, unterbrochen von kurzen Pausen, erreichten wir endlich den Gipfel des Brockens. Der Wind hatte inzwischen ordentlich aufgefrischt, und wir mussten uns gut einpacken, um uns gegen die KĂ€lte zu schĂŒtzen. Der Brocken, mit seiner Geschichte als ehemals militĂ€risches Sperrgebiet, hat auch heute noch eine geheimnisvolle Aura. Der Ausblick, obwohl von Nebel und Wolken verhangen, war ĂŒberwĂ€ltigend. Wir standen auf dem höchsten Punkt des Harzes, spĂŒrten die Frische der Höhenluft und sahen die endlosen WĂ€lder, die sich unter uns erstreckten.
Obwohl die Sicht nicht optimal war, war es ein unglaubliches GefĂŒhl, diesen historischen Ort erreicht zu haben. Es war fast so, als wĂŒrde der Regen und der Nebel der gesamten Expedition eine zusĂ€tzliche Dimension verleihen â es war das perfekte Wetter fĂŒr ein Abenteuer.
Der RĂŒckweg â Zufriedenheit trotz Regen
Der Abstieg war dank der Steilheit und des unbestĂ€ndigen Wetters nicht weniger herausfordernd. Der Regen hatte mittlerweile zugenommen, was den Weg rutschig machte. Doch wir meisterten auch den RĂŒckweg mit einem LĂ€cheln und wurden von der Freude getragen, diese Tour gemeinsam gemeistert zu haben. In Wernigerode angekommen, fĂŒhlten wir uns erschöpft, aber glĂŒcklich â mit vielen Geschichten im GepĂ€ck und einer Erinnerung, die uns noch lange...
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