Das Eckfelder Maar bei Eckfeld ist das älteste unter den Eifelmaaren, seine Entdeckung ist eine der wissenschaftlichen Sensationen unserer Zeit.
Als 1980 Trierer Geologen im Pellenbachtal bei Eckfeld in der Verbandsgemeinde Manderscheid eine Forschungsbohrung auf 66,5 Meter Tiefe niederließen, entdeckten sie an der Bohrkernbasis eine Folge von vulkanischem Lockergestein, das dann in eine 35 Meter mächtige Serie fein geschichteter Tonsteine (Laminate) überging. Die radiometrische Datierung der vulkanischen Gesteine ergab, dass man es nicht mit einem Kesseltal, sondern mit einem tertiärzeitlichen Maar zu tun hatte, dessen Entstehung 50 Millionen Jahre zurücklag.
Das Maar ist also 5000 Mal älter als alle übrigen bekannten Eifelmaare. Weitere Bohrungen ergaben, dass der Maarkessel ursprünglich 150-200 Meter tief war, und der darin befindliche urzeitliche Maarsee eine Tiefe von 50-150 Metern gehabt haben muss. Die zweite Sensation war, daß die Ablagerungen besonders reich an organischen Stoffen sind. Die Ölschiefer des Eckfelder Maars enthalten neben einer fossilen Wasserflora und Fauna auch Landwirbeltiere, die in dem vorzeitlichen Maar ertrunken sind.
Seit 1987 arbeitet ein Grabungsteam des Naturhistorischen Museums Mainz am Eckfelder Maar, das inzwischen unter Fachleuten zu den bedeutendsten Fossilfundpunkten Mitteleuropas zählt. Blätter urzeitlicher Pflanzen, die ihre Blattnervatur und ihre Oberflächenstruktur im Sedimentschiefer abgedruckt haben, aber auch Pflanzen, deren Nachfahren nur in den Subtropen vorkommen, sind im Eckfelder Ölschiefer gefunden worden.
Über 150 Blütenfossilien sind inzwischen bestimmt worden, eine Vielzahl vorzeitlicher Fliegen und Hautflügler, Käfer, deren Flügeldecken oft vollständig erhalten sind, Libellen, Schaben und Köcherfliegen sind zahlreich in den Sedimentschichten des Maars gefunden worden, und geben Aufschluss über das Leben auf der Erde vor 50 Millionen Jahren, einer Zeit in der sich die Blütenpflanzen und die Säugetiere erst gerade herausentwickelten. Fossile Reste von Fischen, Panzerplatten von Schildkröten, Kieferbruchstücke vorzeitlicher Krokodile weisen das Eckfelder Maar als subtropischen Warmsee aus.
Zu den sensationellen Funden gehören das Eckfelder Urpferd, ein vollständig erhaltenes Skelett einer trächtigen Stute, sowie der Flügel einer vorzeitlichen Fledermaus.
Das Ölschiefersediment des Eckfelder Maars wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts irrtümlich für Braunkohle gehalten. Wegen seines hohen organischen Anteils war es brennbar und wurde seit 1854 planmäßig abgebaut und vermutlich in der nahegelegenen Eisenhütte Eisenschmitt als Energieträger verwendet. Mit dem Niedergang der Eifler Eisenindustrie geriet das bituminöse Gestein wieder lange Zeit in Vergessenheit.
Die Funde aus dem Eckfelder Maar können im Manderscheider Maarmuseum ...
Read moreDon't do this hike only to visit this "lake" that is dry - you will be disappointed. But the rest of the hike is quite beautiful...
Read moreEs ist dort wunderschön..ein Ort der Ruhe....Schöne Wanderwege..aussichtsturm.....tolles Wasser..kühler Wald... Bänke zum rasten und ruhen... Tolle Aussicht mit tollen Momenten... eine Reise Wert... die maare sind ein...
Read more