Zuerst ging's Richtung Hospiz, und davor auf breitem Weg rechts hinauf zum Rotelsee (2028 m). Von dort aus konnten wir unter der Wolkengrenze den halben Wegverlauf halbwegs ausmachen: dem breiten Weg weiter folgend mussten wir ihn kurz vor seinem Ende nach rechts verlassen, und den Nordwesthang des Hübschhorns hinaufwandern. Auf einem, wie sich zeigte, schmalen Weg, der einigermaßen zu verfolgen, aber nur hin und wieder markiert ist. Auf diesem stiegen wir hinauf in den Nebel.
Ich kam bald hinauf zu dem, was ich im Nebel fälschlich für den Grat hielt, und mich links. Tatsächlich lief ich nur eine weitere Halde hinauf, eine Blockhalde diesmal, glücklicherweise aber mit blauen Markierungen, nun, markiert, und auch im immer dichter werdenden Nebel halbwegs zu verfolgen. Irgendwann zog die Route dann rechts hinaus, und offenbar irgendwo in der Nähe von Pt. 2875m (2875 m) muss ich auf den Grat gekommen sein. Den ich nun erneut linkswärts verfolgte.
Und irgendwo hier, zwischen Blöcken und Nebel, verlor ich dann die Lust. Ich war fit, ich war schnell, aber ich hatte einfach keine Moti mehr. Zu grau, zu fad war es hier an diesem Blockgrat. Nicht mal mehr Fotos machte ich, denn die wenigen Momente, in denen es mal aufriss oder auch nur heller wurde, hatten sich mitsamt meiner Motivation verflüchtigt. Und so beschloss ich an einem markanten Steinmann, umzudrehen.
Erst später, zuhause am Bildschirm, erkannte ich den Mann wieder: er steht auf dem Süd(west)gipfel des Hübschhorns (3190 m)! Ich war fast oben gewesen!
Na, also, ärgern tue ich mich deswegen nicht - dem Hauptgipfel weine ich nicht nach. Bei schönem Wetter mag der Berg ein Highlight sein (obwohl ich das angesichts der endlosen Blockwüste zu bezweifeln wage), bei Nebel ist er...
Read moreIm Sommer der richtige Berg für Leute die gern stundenlang 1000 Höhenmeter über Steinblöcke springen. Ein riesen Schutthaufen mit schönem Gipfelgrat und...
Read moreDer Aufstieg ist weniger interessant. Umso lohnenswerter ist...
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