Zur Einordnung der Lage vorab mal ein paar Infos. Wir waren am 26.12. mittags mit der ganzen Familie zu Gast beim Landgasthof Fernreitherhof.
Wir haben bereits Monate vorher für 20 Personen reserviert. Aus krankheitsbedingten Gründen mussten wir leider am Vortag das Gasthaus darüber informieren, dass wir anstatt der gemeldeten 20 Personen nur 15 zum Essen kommen werden.
Am 26.12. dann im Lokal angekommen, wurden wir freundlich begrüßt und zu unserem Tisch geleitet. Zu unserer Überraschung mussten wir dann feststellen, dass es an diesem Tag eine stark gekürzte Menükarte gab, was für mich aufgrund der Menschenmengen die an diesem Tag das Gasthaus besucht haben auch verständlich war.
Es wurden pro erwachsenen Menü je ca. 3 Verschiedene Optionen für die Vorspeise, die Hauptspeise und das Dessert angeboten, und man konnte sich sein Menü selber zusammenstellen. Was wir allerdings nicht wussten war, dass seitens des Wirts vorgeschrieben wurde, dass pro Person ein komplettes Menü, also mit allen 3 Gängen, bestellt werden musste. Es war also nicht möglich nur Vorspeise und Hauptspeise oder nur Hauptspeise und Dessert zu ordern.
Weiters wurden wir seitens des Wirts dazu verpflichtet, auch die Menüs für die erkrankten Familienmitglieder zu ordern und zu bezahlen, da wir ja für 20 Personen reserviert haben, aber jetzt nur mit 15 Personen gekommen sind. Es mussten also 5 Menüs um den vollen Preis von € 48,00.- abgenommen werden, ohne dass diese Personen vor Ort im Lokal waren. Die Speisen ließen wir und einpacken, wir konnten die Speisen aber nicht in bester Qualität bei den erkrankten Personen vorbeibringen, da diese über ganz Österreich verstreut leben. Ich verstehe, dass die Menge der Speisen anhand der Anzahl der Personen, die an einem Tag reservieren, kalkuliert wird. Darauf zu bestehen, dass die Menüs für nicht anwesende Personen bezahlt werden müssen ist meiner Meinung nach kein guter Kundenservice. Hier sollten sich die geschäftsführenden Personen hinterfragen, ob der Erlös aus verrechneten Menüs an Personen die nicht anwesend waren wirklich mehr Wert ist, als der entstandene Imageschaden. Sollte der monetäre Schaden der aufgrund erkrankter Gäste entsteht wirklich geschäftsschädigende Ausmaße annehmen, sollte dies zukünftig in der Preiskalkulation der Speisen Anklang finden. (Wer 48 Euro bezahlt, bezahlt auch 52) Somit würde man solche Situationen vermeiden.
Der Gesamtpreis von € 48,00.- pro erwachsenen Menü war anhand der Qualität und Auswahl der Speisen gerechtfertigt, allerdings gab es bei uns einige Personen am Tisch die gern auf einen Gang des Menüs verzichtet hätten, da sie nicht so viel essen können, mussten aber dennoch das komplette Menü bestellen.
Es wurde auch ein Menü für Kinder angeboten, hier gab es eine Frittatensuppe, gefolgt von einer Knusprigen Henne (paniertes Hühnerfleisch mit Pommes und Ketchup) und zum Dessert eine Kugel Eis. Preislich lag das Kindermenü bei € 16,00.-
Auch beim Kindermenü galt das gleiche Schema wie beim Erwachsenenmenü, es konnte nur ein komplettes Menü bestellt werden, also Suppe, Hauptspeise und Dessert, was für kleine Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren viel zu viel war.
Das Essen wurde dann von den jungen engagierten Kellnerinnen und Kellnern flott und freundlich serviert und das Essen war qualitativ gut und hat auch geschmeckt.
Als wir bezahlen wollten, wurden wir von der Kellnerin darauf aufmerksam gemacht, dass nur der ganze Tisch auf einmal abgerechnet werden kann, also dass eine Person die Rechnung aller 15 Personen am Tisch (und die der 5 nicht anwesenden) bezahlen muss. Es wird nicht einzeln abgerechnet sondern nur eine Rechnung für den kompletten Tisch ausgestellt. Wir sollen uns anschließend alles selber auseinander dividieren. Diese Maßnahme des Gasthauses kann ich überhaupt nicht nachvollziehen und hat mit Service am Kunden nichts zu tun.
Summa summarum bleibt folgendes zu sagen: Die Qualität des Essens und das Ambiente waren gut. Kellnerinnen und Kellner waren sehr bemüht, und haben einen guten Job gemacht. Beim Kundenservice ist hier aber noch...
Read moreNever ever again. Bei einer "Mostjause" wird man tatsächlich gefragt, ob man Brot/Gebäck dazuwill(?!?) Dann muss man sich das Hausbrot quasi erbetteln und für 2 Personen bekommt man lapidare 2 Stück und das wird sogar extra verrechnet. Vorher wird Laugengebäck und Mohnflesserl gereicht, was zu einer Mostjause einfach nicht passt. Beide Gebäcke waren schon "lätschert" und nicht mehr frisch. Service funktioniert auch nicht, Käferbohnen werden trotzdem aufs Teller gepackt, obwohl man extra und explizit "ohne" bestellt. 3er Käse zu salzig. Für die stolzen Preise erwartet man sich echt was anderes! Bei der Kellnerin, die nichts dafür kann, haben wir höflich reklamiert. Der Juniorchef kommt zum Kassieren, jedoch keine Entschuldigung oder Reklamationsbehandlung. Sehr enttäuschend. Der Gastgarten ist schön und gepflegt. Das wars aber auch schon!
Nachtrag bzgl. Reklamationsbehandlung und Ihrer Antwort. Wir haben sehr wohl reklamiert (höflich) und Brot wurde erst bereitgestellt, als wir darum gebeten haben. Zu Beginn wurden vertrocknete Laugengebäcke und ein vertrocknetes Mohnflesserl gereicht. Eine Jause sollte bei den Preisen schon Hausbrote beinhalten, diese mussten wir wie gesagt extra bestellen, sowie auch das Gebäck. Zu Beginn wurde alles ohne Gebäck und Brot serviert. Wir gehen gern und viel Essen und wissen daher, was Qualität bedeutet. Das ist für uns leider nicht nachvollziehbar, dass das etwas mit der Luftfeuchtigkeit zu tun hat, wenn das Gebäck von gesterm oder vorgestern ist. Bei der Kellnerin wurde sehr wohl reklamiert und es war auch zu beobachten, wie sie es danach dem Juniorchef mitteilte. Dieser hat jedoch nur kommentarlos kassiert. Professionell wäre, wenn man dann nachfragt. Es kann schon mal passieren, dass etwas schiefgeht. Aber bei unserem Besuch ist alles schief gegangen. Mein Bekannter hat die Kellnerin sehr wohl darauf hingewiesen, dass die Käferbohnen nicht bestellt wurden, da hätte auch anders reagiert werden können. Professionell wäre, wenn die Kellnerin das Gericht dann von sich aus zurücknimmt. Man sieht generell an Ihren Antworten, dass immer nur der Kunde "Schuld" hat - niemals Sie selbst. Dafür, dass in Ihrer Gaststätte die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut - dafür kann der Konsument nichts. Mit Kritik sollte man halt auch umgehen können, ohne dann den Kunden als "Lügner" hinzustellen. Denn auch wenn Sie es nicht hören wollen, der Kunde hat letztedlich immer Recht.
Nachtrag zum Nachtrag: Danke für Ihre Antwort - jedoch liegen Sie leider wieder nicht ganz richtig. Wir haben bei Ihrer Kellnerin sehr höflich reklamiert und sie persönlich auch in Schutz genommen. Immerhin kann das Servicepersonal nichts dafür. Was jedoch anzukreiden ist, wie ihr als Betreiber mit höflichen, aber wohlwollenden Reklamationen umgeht. Ich schreibe so gut wie nie negative Bewertungen, nur dann, wenn ich wirklich sehr unzufrieden bin. Höflich und respektvoll bleibe ich grundsätzlich auch bei Kritik. Wünschenswert wäre es gewesen, wenn sich der Juniorchef für das schlechte Gesamtbild entschuldigt hätte. Immerhin ist die Reklamation auch an ihn weitergeleitet worden. Kommentarlos kassieren kann man natürlich machen... man kann das Problem jedoch auch mit Emphatie und Freundlichkeit lösen und sich zB erkundigen, entschuldigen oder zB auch 2 Schnapserl anbieten. Dann ist der Kunde mit Sicherheit versöhnlicher, denn jeder versteht, dass Fehler menschlich sind. Mit kleinen Gesten kann man viel bewirken. Gier macht bekanntlich "stier". Mit "Einmalkunden" generieren Sie natürlich auch Umsatz - kurzfristig zumindest. Es ist Ihre Entscheidung. Ich wünsche Ihnen auch alles Gute. Vielleicht nehmen Sie sich Ihren Sohn (oder Ehemann) mal zur Brust - nur ein...
Read moreLeider wurde der gelungene Abend durch den Abschluss getrübt.
Wir waren mit einer Gruppe von 9 Personen dort – die Location ist sehr schön, besonders die Terrasse hat uns gefallen. Das Essen war ausgezeichnet und auch das Servicepersonal war großteils sehr freundlich.
Allerdings hatte man insgesamt das Gefühl, dass das Personal knapp besetzt war – parallel lief auch eine Hochzeitsfeier. Gegen Ende wurde der Service merklich hektischer. Als wir schließlich bezahlen wollten, wurden wir vom Chef persönlich abkassiert – und leider war das der Tiefpunkt des Abends.
Der Umgang war kühl, sichtlich genervt und völlig ohne Blick für den Gast. Die Tatsache, dass wir die Rechnung auf vier Zahlungen aufgeteilt haben, wurde mit spürbarer Ablehnung quittiert. Das Trinkgeld wurde kommentarlos auf den Tisch geworfen, das Kartenlesegerät wurde von einer Seite zur anderen geschoben. Die Art und Weise war für uns sehr unangenehm…gerade in einem Lokal dieser Preisklasse erwarte ich einen professionellen und respektvollen Abschluss des Abends.
Als ich das Thema des sehr hoch angesetzten Trinkwasserpreises (7,20 €/Liter) bei 400 € Gesamtrechnung; ansprach, stieß ich ebenfalls auf keinerlei Gesprächsbereitschaft. Das ist schade – denn damit ging leider das gute Gesamtbild verloren, das das übrige Team zuvor aufgebaut hat.
Wir hätten gerne wieder reserviert, aber nach dieser Erfahrung wird es wohl nicht...
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