Nach einer wunderschönen Runde entlang des Weinwegs der Sinne stärkten wir uns beim Buschenschank Scharl vor der letzten Bergetappe nach St. Anna. Als ausgezehrtem, durstigen Wanderer fällt einem leider gleich eine gewisses Maß an Chaos bei der Bestellungsaufnahme auf wodurch sich wie befürchtet die flüssige Erlösung etwas verspätet einstellte. Man war wohl Corona-bedingt etwas eingerostet, aber nach der ersten Runde Getränke hatte das Service seinen Takt gefunden und wir fühlten uns rundum gut versorgt.
Widmen wir uns dem Wesentlichen: An des Scharls Weinen schieden sich die Geister. Hier findet man jedenfalls nicht die für die Region typischen breiten, runden, teils wuchtigen Weißen, sondern eher Weine von einer Stilistik, wie man sie einige Kilometer weiter westlich an der Südsteirischen Weinstraße erwarten würde. Hier schenkt man säurebetonte, geradlinige, teils sehr mineralische Tropfen aus, die mit ihrer Kompromisslosigkeit beeindrucken. Besonders hat es mir hier der Cabernet Blanc angetan, dem man seine sortentypischen Aromen gelassen und nicht versucht hat, daraus Sauvignon zu keltern. Meine Begleiter, die eher auf Traminer und holzbetonte Chardonnays eigestellt waren, fanden nach einer kurzen Kostrunde durch alle Ausbaustufen beim reinsortigen Muscaris-Traubensaft ihr Glück. Auch eine gute Wahl.
Zum guten Wein passt natürlich immer ein köstliches Essen und hier lässt es sich vorzüglich speisen! Die Kreativität mit der hier Buschenschank-Klassiker interpretiert werden, beeindruckte uns wirklich. Ein Burger aus saurem Rindfleisch, steirisches Vitello Tonnato etc … klingt hervorragen. Als wirklich köstlich entpuppten sich dann aber eher die Gerichte, die nicht versuchten, etwas bekanntes nachzubauen. So war mein persönliches Highlight definitiv der Rinderrohschinken mit Spargelspitzen und Asmonte Käse. Weiters blieben einige Einzelkomponenten anderer Gerichte in guter Erinnerung: Ein köstlicher Chili-Käse, die wunderbar gewürzten Kürbiswürfelchen, das Schmalz zu den pikanten Buchteln, das diese herrliche, fast süße Karamellnote hatte … Die Gerichte selbst kamen aber großteils nicht so gut zusammen, wie man es sich gewünscht und beim lesen der Karte erwartet hatte. Da die Konzepte sehr ähnlich sind, möchte ich hier einen direkten Vergleich mit dem Buschenschank Krenn49 im oststeirischen Hügelland anstellen. Dort werden ebenfalls ausschließlich regionale Produkte zu einer Art gehobenen Buschenschankjause verarbeitet. Allerdings steht beim Krenn die Gesamtkomposition im Vordergrund und man hat mehr das Gefühl, ein durchdachtes Gericht, als eine zusammengestellte Jausenplatte zu bekommen.
Nicht mal auf dem höchsten Niveau jammern lässt es sich über das Ambiente beim Weinhof Scharl. Hier gelang ein wunderbarer Spagat aus rustikaler Gemütlichkeit, moderner Ästhetik und praktischer Überlegung. Von der Angenehm dimensionierten, teilüberdachten Terrasse aus bietet sich ein herrlicher Blick auf die Weinberge und – fast noch wesentlicher – auf den großzügigen Spielbereich, den die kleinen Gäste erkunden können. Perfekt also für den Buschenschankbesuch mit der...
Read more"GROßARTIG" ist das Wort, mit dem ich unseren Besuch beim Weinhof Scharl beschreiben möchte! Dem Enthusiasmus, der Kreativität, der Professionalität und der Liebe des Josef Scharl (und seinem Team) zu dem, was er macht, ist es gedankt, dass man hier die herrlichsten Tropfen genießen kann! Frau Scharl haben wir als das Herz des Betriebes kennengelernt. Herzlich und mit viel Humor ist sie um das Wohl der Gäste und Kunden bemüht...auch bei voll besetztem Lokal plus Terrasse! Das gleiche gilt für die jungen Damen im Service! Hut ab!!! Die fleißigen Hände in der Küche kann man zwar nicht sehen, aber ihre wunderbaren Köstlichkeiten finden sich, herrlich und liebevoll angerichtet durch unzählige Handgriffe, auf den Tellern wieder! Eine wahre Freude für den Gaumen und das Auge! Vielen Dank für einen wunderschönen Tag voller kulinarischer Highlights! Doris & Franz Fink Kulm,...
Read moreEs tut uns so leid, dass wir so enttäuscht sind 😞 Wir hatten uns auf einen gemütlichen Abschluss unserer Wanderung gefreut....aber....die Herzlichkeit ist etwas ab handen gekommen....nach 20 min wurden wir erst gefragt ob wir was trinken wollen, nach der Bestellung der Jause ( die eine gaumenfreude war) sahen wir zu wie Tische die weit nach uns besetzt wurden, zuerst ihr Essen bekamen und nach höflicher Nachfrage war die Schnippichkeit wirklich ein Vorzeigeprojekt 👍....Auf die Nachfrage ob wir noch etwas zum trinken bekämen, lautete die Antwort zwar ja, aber angekommen ist es leider nie Wirklich, wirklich schade...das wir mit so einem Eindruck dieses wundervolle Lokal...
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