Ich weiß leider gar nicht, wo ich mit meinen Eindrücken beginnen soll. Wir hatten einen Tisch für zehn Erwachsene und ein Kleinkind reserviert, bei meiner Reservierung hatte ich bereits angemerkt, dass es sich um einen vierjährigen Jungen handelt. Bei Eintreffen stellten wir fest dass im ganzen Restaurant ein einziger Kinderstuhl vorhanden war, dieser war allerdings ausgelegt für ganz kleine Kinder, so dass mein Sohn auf der Sitzbank Platz nehmen musste. Das war am Ende das kleinste Problem für mich, ich hätte ihm jedoch eine komfortablere Sitzposition nicht auf Augenhöhe mit Tischplatte gewünscht. Viel unangenehmer fand ich die Kommunikation dazu mit dem vorhandenen Servicepersonal bzw der Vorgesetzten des Servicepersonals, die wenig serviceorientiert oder kooperativ mit meiner Anfrage umgingen. Mir wurde vorgeworfen, nichts am Telefon gesagt zu haben, als ich das verneinte wurde mir noch entgegnet, dass andere Vierjährige in diesen Stuhl passen. Ungeschuldet der Tatsache, dass diese Entgegnungen mir als Gast gegenüber völlig deplatziert sind: Warum gibt es dann keine Stühle für kleine UND größere Kinder? Neben der Angelegenheit mit dem Kinderstuhl schleicht sich bei mir das Gefühl ein, dass das Restaurant einfach per se nicht auf Familien und besonders auf Kinder abzielt. Ein Angebot für Kinder ist in der Karte schlichtweg nicht enthalten. Wahrscheinlich ist das einfach nicht rentabel in einem Restaurant, das versucht einen Stil zu repräsentieren, der sich in keiner Facette des Angebots, des Ambientes und der Servicementalität bei gleichzeitig unangemessen hohen Preisen widerspiegelt. Um bei diesem Thema abzuschließen, was die Kinder betrifft, so erhielt mein Sohn am Ende einen Teller TK Backofen-Pommes, die begleitet waren von zwei kleinen Tüten Haribo. Für meinen Empfinden wenig stilvoll, zwei Plastiktüten auf den Teller zu legen, aber vor allem waren die Pommes nicht mal richtig durchgebacken oder knusprig. Ich kann es immer noch nicht fassen. An jeder Pommesbude an der Straße hätten wir Besseres bekommen.
Weiter ging die schlechte Erfahrung im Landhaus Thea damit, dass sich im Salat eines anderen Gastes ein Haar fand. Auch hier: bei solch hohen Preisen ein absolutes Unding.
Es handelte sich um eine Geburtstagsfeier, so dass wir alle darauf warteten, mit einem Aperitif auf das Geburtstagskind anstoßen zu können. Der insgesamt recht langsame Service schaffte es im Weiteren nicht, alle Aperitifs gleichzeitig an den Tisch zu bringen - nur auf Nachfrage hin wurde das letzte Getränk nach einiger Wartezeit zur Verfügung gestellt. Es war vergessen worden.
Beilagen wurden falsch geliefert, obwohl vorher verkündet worden war, man könne diese variabel austauschen, was einige von uns taten. Leider kamen dann teilweise doch die Beilagen, die genannt waren.
Das Essen (Darbietung) im Allgemeinen hat sich auf einem akzeptablen Niveau bewegt, allerdings auf gar keinen Fall auf einem Herausragenden. Insgesamt waren alle Speisen komplett überwürzt bzw versalzen. Ich habe kein Problem damit, aber es war wirklich massiv und durch alle Gänge zu schmecken.
Direkt nach Ankunft wurden wir weiterhin darauf hingewiesen, dass das Tagesangebot heute nicht das in der Karte aufgeführte Kalbsfleisch beinhaltete.
Für anwesende Vegetarier war kaum Angebot vorhanden.
Lange Rede kurzer Sinn: es war unser zweiter Besuch im Landhaus Thea mit größerer Gesellschaft. Es war der Letzte.
Die zweite Chance und Hoffnung auf eine positive Überraschung hat leider nur ergeben, dass hier viel Mühe in toll klingende Menükarten, aber sehr wenig Bemühung in den Umgang mit Gästen, in Kinder, in die Umsetzung der Speisen und vor allem in den Service gesteckt wird.
Nicht zu sprechen von Faux Pas wie Haaren und fehlenden Getränken. Für uns hätte der Abend leider nicht enttäuschender verlaufen können. Ich würde mich nicht so sehr darüber aufregen, würde man nicht die Arroganz besitzen, unangemessen zu kontern und vor allem: solch unrealistischen Preise aufzurufen. Am Ende vor allem eine bittere Pille für das...
Read moreDer Besuch im Landhaus Thea in Elm liegt 3 Jahre zurück – aber manche Erlebnisse brennen sich einfach ein.
Zum Beispiel, wenn man in einem Biergarten sitzt, ein mehrgängiges Menü bestellt und sich fragt, ob man aus Versehen auf einer Privatveranstaltung der Schwalbacher Oberschicht gelandet ist.
Das Menü selbst? Naja. Solide Hausmannskost – wenn man Hausmannskost nicht zu hoch bewertet. Die angekündigte Nachspeise wurde übrigens kurzerhand gestrichen – kommentarlos durch eine andere ersetzt.
Begründung: „Die eigentliche ist aus.“ Schön. Kundenorientierung à la „Friss oder stirb“.
Dazu liefen während des gesamten Essens fremde Hunde zwischen den Tischen herum – offenbar normal hier, vielleicht gehört’s zum rustikalen Flair? Gemütlich war jedenfalls was anderes.
Und dann das Publikum:
Eine Ansammlung von Selbstdarstellern im Dauer-Selbstgespräch. Krönung des Abends war ein Gast, der lautstark zu seinen Tischnachbarn verkündete: „Ich hab hier schon so viel gegessen, eigentlich müsste der Laden längst mir gehören.“
Ja, bitte. Kauf ihn. Und dann iss ihn ganz auf.
Fazit: Wer lieber in Ruhe isst statt beim Menschenzoo zuzugucken, wer Menütreue schätzt und nicht gerne von fremden Hunden bedrängt wird – sollte woanders hingehen. Ich jedenfalls war einmal dort. Und das...
Read moreWir waren letzten Freitag (24.05.2024) mit sechs Personen zum dritten Mal hier. Beim Empfang wurden wir in dem gleichen Raum platziert, in dem wir wir die beiden ersten Male auch waren. Allerdings fanden wir diesmal drei lange Tafeln für je ca. 18-20 Personen vor. Wir mussten an einer der Tafeln Platz nehmen. An den beiden anderen Tafeln saßen einmal drei und einmal zwei Personen. Das war die ganze Belegung für diesen Abend. Der Service entschuldigte sich damit, dass mittags eine Beerdigung stattfand und am nächsten Tag eine weitere Feier stattfinden würde. Deshalb habe man die Tafeln so stehen lassen. Für mich stellt das absolut keinen Grund da, gut zahlende Gäste in einem Ambiente Platz nehmen zu lassen, das dem Charme einer Werkskantine entspricht. Hier war man schlicht und einfach zu faul, die Tische wieder umzustellen. Das Landhaus Thea hat ein sehr hohes Preisniveau, dann sollte es aber auch dementsprechend bieten. Und dazu gehört nicht nur ein gutes Essen, was übrigens sehr gut war, sondern auch ein guter Service und ein gemütliches Ambiente. Wir waren mit dem Essen sehr zufrieden, aber insgesamt hat uns der Abend...
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