Operation Varsity – das Pendant zum D-Day, so erfuhr ich einst in einer Dokumentation im öffentlich-rechtlichen Fernsehen von dieser Operation am Niederrhein, welche auf den Feldern von Wesel und Hünxe stattfand. Zum zweitschlimmsten Exzess des 2. Weltkrieges deklarierte die Dokumentation jene Operation. Tausende von Menschen – auf deutscher und alliierter Seite – starben. Die deutsche Zivilbevölkerung – Babys, Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer mittendrin. Zwangsarbeiter ebenso. Der Liberation Tower, repräsentiert durch den Betreiber, Herrn Olaf Prinz, schildert anhand von Fundstücken und Fotos diese gewaltige Operation. Die Bodentruppen (in massiver Stärke vertreten durch die Operation Plunder) wurden durch die Truppen der Luftlandeoperation Varsity am 23. März 1945 unterstützt. Wikipedia vermittelt einen Eindruck davon, in welcher massiven Heeresstärke Amerikaner, Briten, Schotten – ja, der Commonwealth – angriff. Dem gegenüber standen noch die Heeresverbände der Wehrmacht (wenn diese sich nicht bereits zurückgezogen hatte) sowie der „Volkssturm“ (vgl. Definition von Wikipedia: „…. Alle waffenfähigen Männer im Alter von 16 bis 60 Jahren“). Erst wenn man begreift, wie gewaltig dieses Bollwerk aus Heeren zu Lande und zu Luft war, dann entsteht ein Gefühl des Erschauderns. Innerhalb des Towers erhält man Gelegenheit auf 2 Ebenen äußerst interessante Fundstücke zu begutachten, beispielsweise eine Transportliege, mit welcher Verwundete transportiert wurden oder Spritzen, mit denen Soldaten behandelt wurden. Etliche Waffen, technische Exponate sowie historische Aufnahmen bilden ein Ensemble, welches nicht nur beeindruckt, sondern auch äußerst nachdenklich stimmt. Außerhalb des Turmes wird unter der Überschrift „Sei barmherzig“ eine berührende Geschichte eines amerikanischen Soldaten vermittelt, welcher im letzten Augenblick – die Worte der Mutter ersinnend – vor einem Angriff mit einer Handgranate zögerte und damit Kinder und Frauen und Zwangsarbeiter, welche sich in einem angrenzenden Keller eines Bauernhofes versteckten, schütze. Überlebende sowie Angehörige des Soldaten trafen sich vor wenigen Jahren und teilten ihre gemeinsame Geschichte mit der Presse. Krieg nimmt weder Rücksicht auf die Bevölkerung noch auf beteiligte Soldaten. Es stehen sich zwei Parteien in einer todbringenden Auseinandersetzung gegenüber. Sehr interessant sind die historischen Fotos im TWR. Dort zu sehen sind überwiegend junge alliierte Soldaten. Herr Prinz ergänzt, dass Viele sich freiwillig für den Einsatz im WKII meldeten. Ein Beleg hierfür ist der Soldatenfriedhof in Rheinberg, auf welchem tausende alliierte Soldaten liegen – die meisten im Alter zwischen 19 – 25 Jahren. Amerikanische Soldaten, so erfuhren wir auf dieser interessanten Führung, haben sich nicht im Feindesland - Deutschland - bestatten lassen. Ihre sterblichen Überreste wurden in angrenzenden Ländern, wie z. B. Belgien bestattet. Der Turm lehrt auf ergreifende und beeindruckende Weise, wie die Operation Varsity durchgeführt wurde. Herr Prinz schilderte: „… wenn man in Belgien den ersten Flieger in die Lüfte steigen sah, so hob der letzte Flieger nach 2.5 Stunden ab“. Auf Grund dieser Schilderung begreift man, wie luftgewaltig jene Operation stattgefunden haben muss. Die deutschen Soldaten versuchten die Truppen mit dutzenden Flaks und Gewehren zu bekämpfen – doch die Befreiung vom Nationalsozialismus war unumstößlich. Der Niederrhein ist voll mit Zeugnissen des 2. Weltkrieges. Der Liberation Tower erschüttert uns und wir dürfen dankbar sein, für jeden einzelnen Tag des Friedens, den wir genießen dürfen. Gott/ das Universum schütze uns und die Menschen auf dieser Welt. Für Schulklassen sowie Interessierte des 2. WK eignet sich...
   Read moreThe curator Olaf is passionate about Operation VARSITY (the largest and most successful Allied Airborne operation of WW2) and has a deep knowledge of it which he enthusiastically shares with visitors. He has collected many artefacts from the battlefield itself and from donations which bring the story to life and the experiences of soldiers from both sides and the civilians involved during this struggle. The museum is located almost in the middle of the Allied Drop and Landing Zones and is most highly...
   Read moreA wonderful little private museum of "Operation Varsity" artifacts that were found locally since March 1945. Essentially, the museum is an hommage to those who served in the liberation of Germany. The museum host, Olaf, is very kind, thoroughly knows the subject matter and tells the story well.
The museum is a must-see for those who are interested in the airborne landings of March 1945 or are interested in the liberation of Germany. Visits are by...
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