Wer früh am Morgen eintrifft, hat es nicht weit vom Parkplatz zum Eingang. Dort befinden sich das SB-Restaurant (dazu später mehr) und die gepflegten Sanitäranlagen. Darüber hinaus gibt es Schließfächer mit Münzbetrieb, und man kann saisonal "Kästchen" mieten. Überhaupt ist es im FKK-Freibad Hard gut organisiert. Es gibt Aschenbecher, die man am Liegeplatz in den Boden stecken kann, viele Mülleimer und zwei Containerplätze machen es allen leicht, alles sauber zu halten. Der engagierte Bademeister kümmert sich um alles.
Mit 20.000 qm Liegefläche ist die Anlage sehr weitläufig. Man hat die Wahl zwischen offenen Wiesen, schattenspendenden Bäumen oder Plätzen im Schilf. Es gibt einen Spielplatz, eine Boule-Bahn, einen Beach-Volleyballplatz, Tischtennisplatten und mehrere öffentliche Grillplätze. Brennholz zum Selberspalten wird gestellt.
Ich persönlich mag es lieber etwas ruhiger, und suche mir einen der ins Schilf gemähten und offengehaltenen Liegeplätze. Eine Liege sollte man mitbringen, denn hier kann es schon etwas sumpfiger sein. Dafür kann man jede Menge Libellen und andere Insekten beobachten. Trotz der vielen stehenden Gewässer gibt es hier keine Mücken. Schwimmen kann man in einer, zum See hin abgesperrten, Bucht des Bodensees. Je nachdem, wo man liegt, kann es schon ein paar Gehminuten dauern, bis man ans Wasser kommt.
Das Publikum ist, wie meist in FKK-Bädern, eher entspannt bis spießig. Neben Österreichern und Deutschen höre ich viele Schweizer, denn dort ist das FKK-Baden noch... ausbaufähig. Natürlich gibt es auch hier seltsame Auswüchse: Bäume auf den Wiesen sind mit Schraubhaken gespickt, an denen einige Gäste ihre Kleidung oder Taschen aufhängen. Ein seltsamer Kontrast zum ansonsten achtsamen Umgang der meisten mit dem über 40.000 qm großen Naturschutzgebiet. Auf dem Spielplatz breitet sich ein offenbar kinderloses Paar direkt neben der gut besuchten Rutsche aus. Oder jene Merkbefreiten, die sich mit Ihrer Decke direkt an den allgemeinen Zugang zum See legen müssen, und denen es nichts auszumachen scheint, dass alle um sie herumsteigen müssen. Das Schöne am FKK-Strandbad Hard ist, dass ich mich aufgrund der Weitläufigkeit an so etwas nicht stören muss ;)
Wer sich keine Verpflegung mitbringen möchte, kann sich im SB-Restaurant am Eingang versorgen. Die Karte bietet Deftiges auf gehobenem Imbiss-Niveau. Die Qualität der Speisen, insbesondere der Pommes Frites, ist sehr tagesformabhängig. Bestellt wird am Tresen: Getränke am Zapfhahn, Speisen vorne an der Kasse. Das erschließt sich auf den ersten Blick nicht wirklich. Der Ton im Service ist direkt. Bei Speisen erhält der Gast eine Nummer, die wird dann ausgerufen, wenn das Essen abgeholt werden kann. Corona-Schutzmaßnahmen beschränken sich hier auf ein paar am Tresen aufgehängte Plexiglas-Scheiben.
Fazit: Wunderschöne Anlage im...
Read moreUpdate 2022: Meine Rezension geht auf 1 Stern zurück, da der gesamte Bereich vor dem FKK Bad und am Damm zur Halte- und Parkverbotszone für "Wohnmobile" ausgewiesen wurde. Keine Längenbeschränkung, kein Hängerverbot, kein Nächtigungsverbot - einfach direkt ein komplettes Halte- und Parkverbot, welches auch für ACHTUNG kleine Campingbusse mit Aufstelldach gilt! (z.B. VW Calinfornia oder Campster) Das ist eine Zumutung, gerade für ausländische Gäste, die einen Tag im Bad verbringen wollen und nur ein Auto haben!
Das FKK Strandbad Hard am Bodensee
Im westlichsten Bundesland von Österreich, in Vorarlberg liegt der von drei Ländern eingeschlossene Bodensee. In Hard bei Bregenz betreibt die Gemeinde Hard ein FKK Bad, direkt in einem 40.000 m2 großen Naturschutzgebiet – davon wiederum sind ca. 20.000 m2 Liegewiese. Umrahmt wird das Gelände von zwei Armen des Bodensees, so dass man von mehreren Seiten in das Wasser gehen kann. Im vorderen Bereich sind große Wiesen mit einem Kinderspiel- und Volleyballplatz, während im hinteren Bereich kleine verschlungene Pfade durch das „Schilfmeer“ führen und ungestörte kleine Bade- und Liegenischen sich öffnen. Das Gelände ist als Tagesgelände ausgelegt – es findet sich ein Selbstbedienungsrestaurant mit guter Küche, frischen Kuchen und sehr ansprechenden Sitzgelegenheiten. Während Saisonkarten-Besitzer oft ein eigenes Kästchen gemietet haben, findet der Tagesgast mit Münzen bedienbare Kleiderkästen und ein Wertsachendepot. An starken Besuchstagen mit zum Teil über 1000 Badegeästen ist ein Masseur vor Ort und die Wasserrettung überwacht das Badegeschehen.
Besonders beeindruckend war die ruhige und gewaltige Naturkulisse, die ihresgleichen sucht, ohne dass man auf Annehmlichkeiten verzichten müsste, die man von einem modernen Badebetrieb erwartet. Der Bademeister und die Damen an der Kassa haben für jedes Anliegen ein offenes Ohr und bemühen sich, den Wünschen der Gäste gerecht zu werden. Als kleine Illustration kann gelten, dass man an der Kassa sich Zeitschriften und Bücher kostenlos ausleihen kann und ich den Bademeister beobachten konnte, wie er den Strandtrolley eines Gastes fachgerecht reparierte. Erwähnenswert sind auch die mit Feuerholz versorgten und für jeden Besucher benützbaren Grillstellen, die sich über das gesamte Gelände verteilen.
Egal ob auf der Durchreise oder in der Nähe auf Urlaub – ein Besuch im FKK Bad Hard lohnt...
Read moreDas FKK Gelände in Hard am Bodensee ist ruhig, idyllisch und sehr gepflegt. Nahtlos sonnen, nacktbaden, grillen und spielen. In der Hauptsaison von 08.00 bis 20.00 Uhr.
Im FKK Gelände selbst ist ein Gastgarten mit Selbstbedienung. In diesem Gartenrestaurant darf man nackt sein, essen und trinken.
Wer sich lieber selbst versorgt, kann dies auf der Liegewiese oder an einem der Grillplätze tun.
WC und Dusche: Beim Eingangsbereich sind Schliessfächer vorhanden wo man die Kleider einschliessen kann. Daneben sind die Sanitären Einrichtungen mit Toiletten und Duschen.
Nacktbaden: Es gibt mehrere Einstiegsstellen um ins Wasser zu gelangen.
Das erste Mal: Das Nacktsein ist kein muss! Vor allem wenn man das erste mal auf das FKK Gelände geht, kann man sich das Badetuch beim umherlaufen oder im Restaurant um den Körper wickeln. Wenn man dann nackt schwimmen möchte, kann man das Badetuch beim Steg über das Geländer legen oder auf der Liegewiese lassen um sich nach dem Baden wieder zu trocknen und zu bedecken.
Nach kurzer Zeit merkt man dann, dass das Nacktsein an so einem Ort völlig normal ist, da alle gleich sind. Niemand muss sich für seinen Körper schämen. Alle dürfen sich frei und wohl fühlen.
Persönliche Meinung: Wer einmal erlebt hat wie angenehm es ist sich nackt zu bewegen, möchte nie mehr in einer Badehose eingezwängt sein. Nach dem nackt baden trocknet man sich kurz ab und hat sofort wieder ein angenehmes Gefühl ohne eine nasse Badehose, welche Stundenlang nicht trocknet. Wenn man nackt unter Nackten ist, stört es auch nicht, wenn man kurz von jemandem "gemustert" wird, weil derjenige der schaut selbst auch nackt ist.
Nacktsein ist normal: Noch nie ist ein Mensch in einem Armani-Anzug zur Welt gekommen und unter den Kleidern...
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