Das Preis/Leistungsverhältnis war leider sehr schlecht. Das Kloster Höchst hat den Charme einer Jugendherberge. Essen: Das Frühstück war ok, die Brötchen waren vermischt in einem riesigen Korb so, dass man hätte 'wühlen' müssen um ein bestimmtes zu bekommen. Außerdem waren die Brötchen lächerlich klein und leider etwas trocken. Die Wurst schmeckte teilweise schon alt und ich habe Streichwurst vermisst. Die Käseauswahl war gut und es stand auch eine schöne Anzahl selbstgemachter Marmeladen zur Verfügung. An einem Tag gab es auch verschiedene Rühreivariationen allerdings schmeckte das Ei nicht. Der Kakao der bei der Milch zur Verfügung steht ist geschmacklich furchtbar. Das Mittagessen war grundsätzlich sehr knapp bemessen, wenn man nicht gleich zu Anfang da war, hat man nur noch reste bekommen. Auch geschmacklich leider eher unterdurchschnittlich und es wirke unvollständig. (An einem Tag gab es für die vegetarischen Gäste einen pfurztrockenen Linsenbratling, trockenen Reis oder trockene Ebly die einzige Soße war die mit Fisch vermischte Soße.) Der Salat in der Salatbar war mehrere Tage hintereinander genau der selbe. Nachtisch gab es an einem Tag Obstsalat in Form von zusammengeschüttetem Dosenobst, an einem anderen Apfelquark mit Löffelbisquit, der Quark war so dick mit einer Zimt Kakao Mischung bestreut, das es fast schon zu viel war. Kuchen gab es zwischen drin auch nochmal, der was sehr trocken und es gab nur eine einzige Sorte. Abendessen gab es einmal Flammkuchen, der war sehr schnell weg und teilweise halb roh als nachgefüllt wurde.
Zimmer: Die Sauberkeit der Zimmer war ok, jedoch ist zwischendrin nicht sauber gemacht worden. Wir hatten nur ein winziges Päckchen Duschgel pro Person auf dem Zimmer und keine Handseife. Die Dusche brauch ewig um auch nur ein bisschen warm zu werden. Am Ende mussten wir unsere Betten noch selbst abziehen.
Sonstiges: Wenn gerade keine Essenszeit ist steht kein heißes Wasser für Tee zur Verfügung. Nur ein Kaffeeautomat wo dann auch das heiße Wasser 1,50 kostet. Die Türen zu den Zimmern sind schlecht isoliert, man bekommt alles mit was draußen ist, als wären die Leute im eigenen Zimmer. Die Flurtüren sind nicht gerade geräuscharm jedes mal wenn jemand durch läuft knallt es laut, wenn sie wieder zu fällt. Die Umgebung ist schön. Das Gebäude hat insgesamt das Flair einer Jugendherberge.
Wir haben ein kleines (eigentlich kostenloses) Schülerkonzert gegeben, wir mussten 4 Euro (eigentlich 8€ doch wir konnten das Hotel runterhandeln) Eintritt einsammeln. Als Eintritt für das Kloster und die Toilettennutzung obwohl es dort drin nichts sehenswertes gibt und man nichtmal mehr die Kapelle besichtigen kann die direkt am Kloster steht.. Dieser Eintritt wurde zwar vom Hotel gefordert, aber wir mussten uns drum kümmern ihn einzusammeln.
Insgesamt war das Kloster Höchst also enttäuschend und das viele...
Read moreUpdate von Februar 2019: Das Essen ist wieder besser geworden! Kein Zwangsvegetarismus wie 2018 ("Das Kloster fastet"...), allerdings war ich auch außerhalb der Passionszeit da. Sehr gut: Kaffee und Tee (Heißes Wasser und Teebeutel) sind über den Tag eigentlich immer verfügbar. Weiterhin nur ein kleines Transparentbeutelchen Duschgel für 2 Übernachtungen - wie wäre es mit dauerhaft angebrachten Spendern, die vom Personal aufgefüllt werden? Z.B . wie in Arnoldshain. Wenn man selbst nichts dabei hat, ist es knapp. Zahnputzbecher oder -gläser gibt es nicht (mehr) auf dem Zimmer. Wer nicht versuchen will, den Kopf unter den Wasserzahn zu bekommen, muss sich während der Essenszeiten ein Glas aus dem Speisesaal mitnehmen. Die Angestellten sind sehr freundlich, die Organisation der unterschiedlichen Essenszeiten bei mehreren großen Gruppen funktioniert sehr gut.
Die Menschen, die im Tagungshaus beschäftigt sind, sind alle sehr nett und hilfsbereit. Der Wechsel von einem Zimmer, in dem der Spiegel im Bad so aufgehängt war, dass man sich nicht darin sehen kann zu einem ohne 50% Dachschrägen ging problemlos, danke noch einmal! Die Ausstattung des Zimmers mit einem kleinen Transparentbeutelchen Duschgel für 2 Übernachtungen für Duschen, Haarewaschen, Händewaschen ist mehr als dürftig. Am Essen ist im Laufe der Jahre leider immer mehr gespart worden. Gut: Es gibt Vollkornbrot. Schlecht: Es gibt Aufbackbrötchen, die bis auf die aufgestreuten Körner und Saaten absolut identisch sind. Sehr schlecht: "Das Kloster fastet", erfährt man bei der Anmeldung in der Passionszeit. Gemeint ist damit, dass die Gäste ausschließlich vegetarisches und veganes Essen erhalten. Das kann lecker sein. Aber wenn man 2x Abendessen und 2x Frühstück hat mit den jeweils identischen 4 Sorten aufgeschnittenem Stangenkäse, aber nie Brie, Blauschimmelkäse oder einen Hartkäse, oder Handkäs mit Musik, oder Ziegenkäse, oder Schafskäse, dann nervt es gewaltig. Besonderes Bonbon in der Fastenzeit: In den Kühlschränken für Abends sucht man alkoholfreies Weizenbier vergeblich. Dafür finden sich verschiedene Sorten alkoholischer Getränke in großer Anzahl.
Liebes Klosterteam, ich bin regelmäßig Gast - aber da geht noch mehr.
Und: Wie goutieren eigentlich Gruppen von Konfirmand*innen die veganen Prenzlauer-Berg-Mittagsgerichte?
Ergänzung: Auf der Webseite heißt es zu dem "Experiment mit offenem Ausgang": "Wir verzichten auf jegliche Fleischkomponente". Gut für Tiere und Umwelt soll es sein. Allerdings findet man reichlich von den den Tieren zugehörigen Thunfischen, geschmackvoll angemacht mit Zwiebelchen, beim...
Read moreDamit es zu keinen Mißverständnissen kommt, bei dem Kloster Höchst handelt es sich nicht um ein Hotel und auch kein aktives Kloster mit Nonnen oder Mönchen, sondern um eine Jugendbildungs- stätte und Tagungshaus der EKHN, der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau. Ich bin selbst dort Gast eines Seminars vor der Corona-Zeit gewesen und kann nur sagen, daß es mir dort sehr gut gefallen hat. Diese ehemalige Augustinerkloster befindet sich äüßerlich in einem ungewöhnlich guten Zustand, das heißt alle Gebäude sehen aus wie frisch gestrichen, die gesamte Aussenanlage befindet sich in einem guten, gepflegten Zustand. Es ist ein idealer Platz und Ort für Freizeiten, Seminare, kurz wie das Kloster es beschreibt:"mit Gott und der Welt". Die dezente, moderne Innenausstattung und Gestaltung fängt die Atmosphäre eines alten Klosters ein. Die Tagungsräume sind funktional und brauchbar für viele Anlässe. Die Zimmer sind einfach und schlicht, der klösterlichen Atmosphäre entsprechend. Der Komfort eines Zimmers im 5 Sterne-Hotel sieht anders aus. Ein Park animiert sich zu entspannen, ein stiller Hof, ein Bodenlabyrinth und ein Meditationsweg lädt zur Besinnung ein. Die Küche lädt ein zu einer ausreichenden Verpflegung, bis hin zu Mahlzeiten nach eigenen Wünschen. Ein Aulakeller, eine Klosterstube oder Probsteikeller laden ein, abends zu geselligem Beisammensein. Ein Gast hat einmal im positiven Sinne gemeint: Das Ganze, also das Kloster, hat den Charme einer Jugendherberge. Alles, das heißt das ganze Kloster ist äußerst gepflegt und sauber, es gibt nichts, was es hier zu kritisieren gäbe. Die Klosterletung hat einen Satz geprägt, den ich abschließend zur Kenntnis geben möchte:
Begegnung ermöglichen, zu Verständigung beitragen, Frieden fördern über...
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