Auf unserem Jakobsweg machen wir Halt an der Igreja de Santiago de Castelo de Neiva, einer der ältesten und ehrwürdigsten Kirchen entlang unserer Route. Nach den vielen Kilometern, die wir heute schon hinter uns haben, sind wir etwas benommen, aber der Anblick dieser historischen Kirche wirkt wie ein sanfter Ruck, der uns aus unserer Müdigkeit holt. Die Kirche erhebt sich ruhig und mächtig vor uns, als sei sie ein Wächter über die Jahrhunderte – robust, romanisch und irgendwie unverrückbar.
Die Igreja de Santiago de Castelo de Neiva ist eine historische Kirche in der Gemeinde Castelo de Neiva, einem kleinen Ort in der Nähe von Viana do Castelo im Norden Portugals. Sie ist dem heiligen Jakobus (Santiago) gewidmet, was darauf hindeutet, dass die Kirche schon lange eine wichtige Station für Pilger auf dem Jakobsweg war. Tatsächlich gilt sie als eine der ältesten dem heiligen Jakobus geweihten Kirchen in Portugal, was ihr eine besondere Bedeutung verleiht.
Die Kirche wurde vermutlich im 12. Jahrhundert erbaut und gehört zu den ältesten Kirchen der Region. Durch ihre Lage entlang des Jakobswegs war sie für Pilger, die nach Santiago de Compostela unterwegs waren, ein wichtiger Ort des Gebets und der Erholung. Über die Jahrhunderte hinweg hat die Kirche mehrere Restaurierungen und Erweiterungen erfahren, die jedoch ihren ursprünglichen Charakter bewahren.
Die Fassade ist schlicht, in groben Stein gehauen, und strahlt eine ehrwürdige Würde aus, die nur Bauwerke aus der Romanik besitzen. Das Mauerwerk, gezeichnet vom Wind und Wetter der Jahrhunderte, wirkt mit jeder einzelnen Steinreihe wie ein stiller Zeuge der Geschichte. Über dem Portal prangt eine runde Rosette, durch die das Sonnenlicht golden ins Innere fällt. Wir treten langsam durch das Portal, und plötzlich umfängt uns die kühle Ruhe, die in der Kirche herrscht, wie eine friedliche Umarmung.
Drinnen empfängt uns der schlichte, fast asketische Stil, mit dicken Steinwänden und einem Hauptaltar, der mit groben, romanischen und gotischen Details verziert ist. Die geschnitzten Figuren und heiligen Skulpturen sehen ein wenig wie uralte Pilger aus, die bereits ihren Platz gefunden haben, während wir noch am Anfang unseres Weges stehen.
Wir steuern auf den kleinen Empfangsbereich zu, um unsere Pilgerpässe abstempeln zu lassen. Ein wohlverdienter Stempel, der uns daran erinnert, dass wir auch diesen Punkt auf unserer Reise erreicht haben. Als der Stempel unser Dokument prägt, verspüren wir einen Moment der Zufriedenheit, als ob wir ein geheimes Band mit diesem Ort und seiner Geschichte geknüpft haben.
Zurück draußen setzen wir uns auf die breiten, flachen Stufen der Kirche und legen unsere Rucksäcke ab, die uns zunehmend schwer vorkommen. Von hier aus blicken wir über das Dorf Castelo de Neiva, das sich in die hügelige Landschaft schmiegt. Die kleinen Häuser aus Naturstein scheinen sich bescheiden in die Umgebung einzugliedern, mit roten Dächern und sanft geschwungenen Formen, die sich an die Natur anpassen. Die Felder rund um das Dorf leuchten grün, und in der Ferne glitzert ein Streifen Meer, der uns daran erinnert, wie nah wir der Küste sind.
Der Wind streicht kühlend über unsere Gesichter, während wir uns eine wohlverdiente Pause gönnen. Wir spüren die lange Tradition dieses Ortes, an dem Pilger schon vor Jahrhunderten Rast gemacht haben, und fühlen uns für einen Moment wie ein Teil dieser ununterbrochenen Kette von Wanderern und Suchenden, die durch die Jahrhunderte hier entlanggekommen sind.
Mit neuer Kraft schnallen wir unsere Rucksäcke wieder an und werfen einen letzten Blick auf die Igreja de Santiago, die uns still und würdig zurückbleibt. Wir wissen, dass sie noch viele weitere Pilger kommen und gehen sehen wird, während sie selbst ihren Platz behält – unerschütterlich, wie ein Fels in der Brandung, und ein ruhiger Begleiter auf unserem Weg.
Stand : 01.06.2022 / Caminho Portugues - Tag 3
Komplizierte Dinge brauchen Konzentration, schwierige Dinge...
Read moreEste é o outro lugar onde pósso falar com o Santiago, depois da frustração sentida ao tentar falar com Ele na Sé do Porto, pois pediram-me dinheiro para lá entrar. Tempos modernos. Ainda bem que me aventurei no Caminho da Costa, tendo assim a oportunidade de conhecer esta Igreja, dedicada a Santiago, e que tem prova bastante de peregrinação que por ali já passava no século IX. Lugar acolhedor para quem procura escutar o silêncio e nele encontrar não só refúgio mas também alguma consolação. O vitral parece feito por crianças, por tanta inocência e simplicidade que transmite. E antes de lá chegar, aquele pedaço de floresta junto ao rio Neiva, faz-me gostar ainda mais deste pequenino país que tanta beleza...
Read moreNa Igreja de Santiago de Castelo do Neiva, foram encontrados, em 1931, durante a realização de obras na igreja paroquial, dois importantes documentos arqueológicos: uma ara votiva do período romano, dedicada às divindades dos caminhos e a inscrição altimedieval de consagração da Igreja a Santiago, datada do ano 862, incrustada na parede sul da igreja, sendo a consagração mais antiga ao apóstolo feita fora do território espanhol. O mais antigo templo consagrado a Santiago, fora do território espanhol. Foi sagrado pelo Bispo Nausto no ano de 862, pouco tempo depois da descoberta do túmulo...
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