Absolut empfehlenswert, wenn man sein Zeitgefühl neu kalibrieren und die Grenzen der eigenen Geduld erforschen möchte. Unser Mittwochsausflug in dieses botanische Juwel, eine Mischung aus Café und Gärtnerei, war ein einzigartiges Seminar in kontemplativem Warten. Schon die Begrüßung war vielversprechend: Ein Kellner registrierte unsere Existenz mit der Präzision eines Bibliothekars, der einen neuen Bucheingang verbucht. Hochprofessionell.
Wir ergatterten uns einen Tisch und lauschten gespannt dem melodischen Gesang der Vögel, während wir auf die nächste Phase des Service-Konzepts warteten: die Bestellaufnahme. Nach einer gefühlten Ewigkeit, in der ich die Photosynthese der umgebenden Pflanzen fast live miterleben konnte, wurde mir klar, dass das Konzept auf Selbstreflexion basiert. Man muss den inneren Schweinehund überwinden und selbst aktiv werden. Meine Nachfrage an der Theke wurde von einer Dame mit einer entwaffnenden Direktheit quittiert, die jeden Smalltalk unnötig machte. Ihr Kollege käme. Zurück am Tisch beobachteten wir dann den besagten Kollegen in seiner elementaren Tätigkeit: dem Abräumen von Tellern. Es war faszinierend zu sehen, mit welcher Hingabe er jedes einzelne Stück Geschirr stapelte, eine wahre Choreographie der Nicht-Aufmerksamkeit.
Als meine Freundin, von Durst getrieben, die Stille brach und nach Kaffee fragte, wurden wir Zeugen einer meisterhaften Lektion in passiver Aggressivität. Seine pampige Antwort – "Na toll...Wenn ich fertig bin, komme ich" – war nicht einfach nur unfreundlich, sie war eine philosophische Klarstellung: Die Prioritäten sind hier klar gesetzt. Tische abräumen neue Gäste. Die Bestellung von Getränken ist ein Privileg, das man sich erst durch stummes Erdulden verdienen muss.
Nach insgesamt 20 Minuten, in denen wir die komplette Abräum-Prozedur eines gesamten Cafés miterleben durften, beschlossen wir, unser Geld für woanders zu lassen. Beim Hinausgehen teilte ich dem Künstler mit, dass die Wartezeit unsere Erwartungen etwas überstiegen habe. Die Antwort? Keine Entschuldigung, sondern ein gespieltes "Einen putzigen schönen Tag noch!". Eine grandiose, fast schon geniale Unverschämtheit.
Fazit: Wer erwartet, dass in einem Café die Bedienung von Gästen oberste Priorität hat, ist hier absolut falsch. Wer sich aber für eine Studie in schlecht gelaunter Nonchalance und die kunstvolle Komposition eines unaufmerksamen Services interessiert, ist in diesem Grünzeug-Paradies goldrichtig. Wir kommen auf jeden Fall nie...
Read moreIch war auf Einladung einer Freundin zum ersten Mal dort, es war sehr nett mit Einschränkungen. Positiv: die Lage des Pavillons inmitten der Pflanzen (auch jetzt im Oktober noch, der Lavendel hat herrlich gerochen) die freundliche und nette Bedienung, auch meine Sonderwünsche wurden prompt erfüllt (da das vorbestellte Frühstück schon fertig angerichtet ist, die angebotenen Marmeladen aber nicht mein Geschmack waren, habe ich prompt und freundlich Ersatz bekommen) die liebevolle Einrichtung der Cafés, total gemütlich dekoriert Nicht so toll fand ich: es war kalt, nach einer Stunde hatte ich eiskalte Füße, anscheinend war nicht geheizt - wie gesagt: Oktober! den Preis finde ich schon ziemlich happig. Wir hatten vorbestellt und ich habe anhand der im Internet zu findenden Speisekarte gedacht, das kleine Frühstück mit 2 Brötchen, Butter und Marmelade reicht aus, wenn ich zusätzlich noch ein Ei bestelle. Es gibt nur gekochte Eier, also weder die Möglichkeit, Rühr- oder Spiegelei zu bestellen (und die leider auch nur hart gekocht). Das muss aber extra bezahlt werden sowie auch der Kaffee, der nicht im Preis inbegriffen ist. Es sind aber keine normalen Brötchen, sondern Größe Partybrötchen, d.h. mit 3 Bissen sind die Dinger gegessen. Und der angegebene Orangensaft ist ein kleines Glas aus dem Tretrapack. Ich habe Verständnis, dass die Gastronomie auch mit der Inflation zu kämpfen hat, aber wenn man bedenkt, dass sich das Café auf dem Gelände der Gärtnerei befindet, also vermutlich keine Pacht zu zahlen ist, nicht geheizt war, daher auch nur bedingt Energiekosten anfallen, das vorbestellte Frühstück auch fertig angerichtet ist und sich damit auch die Personalkosten in Grenzen halten, ist das Preis-Leistungsverhältnis schon grenzwertig. Aufgrund der Größe des Pavillons ist der Geräuschpegel sehr hoch bei voller Belegung - es war komplett ausgebucht, da nicht sehr geräumig, also auch nur sehr bedingt gemütlich. Ist im Sommer natürlich besser, wenn man außen sitzen kann. Aber da kann ich mir vorstellen, dass die Wespen dann zum Problem...
Read moreUnter aller Sau!!!!!!!! Wir waren heute am 01.06.21 in der Staudengärtnerei und wollten einen Kaffee trinken und Kuchen essen. Unser Baby hat sein Fläschchen gebraucht und wir wollten im Café im Schatten auch das Baby füttern. Die Bedienung ließ uns 15 Minuten vor dem Café anstehen um zu warten, eingelassen zu werden. Sie lief 5 mal an uns vorbei... Dann sagte sie endlich "Ich komme gleich zu ihnen"... Weitere 5 min später fragte sie dann "haben sie reserviert" und wir nein.. Aber da sind ja noch 10 Tische frei. Dann sagte sie "in15 min ist alles voll, dass geht nicht" und rannte weg, ließ uns mit dem Baby stehen!!!!!!! Hammer einfach Hammer!!!!!!!!!! Nachdem wir dann nach 15 min nachgesehen haben, ob denn jetzt alles voll ist, waren noch mehr Plätze frei als vorher....
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