Was Frau Bergheim aus der alten Pierburg gemacht hat kann sich sehen lassen. Wenn man das Restaurant betritt sieht man die einladende offene Küche, wovon wir während des weiteren Abends leider nichts hatten, da wir am anderen Ende des Gastraumes platziert wurden. Das Serviceteam ist erstklassig, man spürt dass alle ihre Arbeit gerne und mit ganzem Herzen machen. Der Sommelier hat uns vor jedem Gang mit genommen zu dem Gericht das uns erwartet. Die Weinauswahl schmiegte sich durchweg zielsicher an die Aromen der Speisen an. Das Ceviche vom Loup de Mer ist ein herrlich frisches Sommergericht mit milder Säure, leichter Schärfe und abwechslungsreichem Aromenspiel. Die Seezunge wurde von ihrer Begleitung, trotz all ihrer Schlichtheit, fast überrant. Der leicht warme Krautsalat, die Beurre blanc und die mild aromatischen Senffrüchte geben für sich fast schon einen vegetarischen Gang ab. Das Kalbsbries mit den Orangen-Haselnussravioli war unser persönliches Highlight. Jedes Produkt auf dem Teller war perfekt zubereitet und harmonierte vollkommen miteinander. Das Bries war ein knusprig - zartes Gedicht, die Pfaffenschnittchen runde kleine I Tüfelchen, und die Ravioli konnten mit den Trüffeln ohne weiteres in der Liga der beiden Stücke Fleisch mit spielen. Die kräftige Sauce, in der ich ein dunkeles Bier vermute und sicher etwas Rübenkraut gefunden habe, führte alles zu einem großen Ganzen zusammen und feierte zusammen mit der perfekten Weinbegleitung in Form eines unglaublichen Roséweines ein Fest an unseren Gaumen. Das Rehnüsschen öffnete uns mit den Beeren, den Wurzelgemüsen und einer überraschend fruchtigen Beete schon einmal einen Spalt weit die Türe in den Herbst, und auch hier wieder durch eine tolle Sauce in die Weihnachtszeit. Zu guter letzt schloss ein sehr schönes leichtes Dessert den Abend für uns ab. Wenn sich das Restaurant füllt wird es im Gastraum sehr laut, da wird es eher ungemütlich. Preis und Leistung sind im Restaurant Pierburg...
Read moreWir haben deutlich mehr erwartet
Das Fazit vorab: Das Konzept geht nicht auf. Preislich nicht angemessen. Aber schönes Interieur.
Ich kenne die Küche von Frau Bergheim aus Hugenpoet-Zeiten. Ich hatte mich auf eine gehobene Top-Küche gefreut. Die Erwartungen waren hoch. Leider waren wir enttäuscht. Der Mix aus gehobenem Restaurant mit Hauptgerichten zwischen 31 - 38€ und die Möglichkeit ein 6-Gang-Menü (120€) zu essen, geht nicht auf. Zum einen ist das Restaurant zu groß und bei Vollbesetzung zu laut, um ein Menü (preislich jedenfalls auf 1* Michelin) wirklich in Ruhe zu genießen.
Gruß aus der Küche? Fehlanzeige.
Wir hatten die Gänseterrine mit marinierter Spitzkohl, Apfel, Rauchmandel und Preiselbeeren. Terrine war ordentlich, aber geschmacklich auch kein Kracher. Spitzkohl in einem Teig eingeschlagen und frittiert. War geschmacklich fad.
Der Goldbarsch mit Curry von schwarzen Linsen, Papaya und Basilikum (31 €) war top gebraten. Die Beilagen wurden „suppig“ präsentiert. Geschmacklich ordentlich.
Richtig enttäuschend war der Hirschrücken mit Schwarzwurzeln, Mandeln, Rosenkohl und Eberesche (38 €). Für 38€ erwarte ich, dass der Rücken durch und durch perfekt rosa gegart wird, sprich zB sous vide gegart und dann kurz gebraten. Das Fleisch hatte einen grauen Rand, dann rosa und dann Medium Rare (s. Foto). Das geht nicht. Der Sauce fehlte Tiefe, Würze und war deutlich zu süß.
Das Dessert haben wir uns daraufhin gespart.
Ein Glas Wein (0,15l) zwischen 7-10€.
Da gibt es deutlich bessere Restaurant. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist leider nicht stimmig.
Zuerst habe ich gesagt, dass war der erste und letzte Besuch. Wir werden im Frühjahr aber noch einmal vorbeischauen. Jeder hat eine zweite...
Read moreKurz gefasst: Sehr freundliches Personal und geschmackvoll eingerichtet. Essen zum Tell überragend und vor allem abwechslungsreich. Es überrascht mit ungewohnten Zutaten. Allerdings fand ich für meinen Geschmack die Gerichte nicht immer zu 100% überragend. Zwar stimmte das für den größten Teil auf meinen Tellern aber leider nicht für alles. Für den Preis würde ich da noch etwas mehr erwarten.
Die Langfassung: Die Vorspeise war hervorragend. Jacobsmuschelntartar, welches super erfrischend und geschmackvoll war. Zusammen mit der Jacobsmuschel, die auf dem Punkt genau zubereitet war, eine schöne Geschmacksexplosion.
Anschließend ein Zwischengericht, das größtenteils wieder überragend war, Pimientos de Padrón mit Bulgur und Ziegenkäse gefüllt, Fregola Sarda, Beluga Linsen, Zucchini, Aubergine, grüner Spargel und rote Zwiebel. Alles in allem wieder ein ungewöhnliches und gutes Geschmackerlebnis, nur die Füllung der Pimientos paste nicht so recht dazu für meinen Geschmack.
Als Hauptgericht Glattbutt mit Artischocken, Puntarelle, weißes Bohnenpüree, Salbei und Rauchmandeln. Ein ehrlich leckeres Gericht. Vor allen Artischocke und Puntatrelle schafften einen gelungene abwechslungsreichen Geschmack abseits vom gewohnten.
Und als Dessert hatten wir Erdbeeren mit Parfait, Gries und Klee bzw Kaffeeeis. Letzteres war himmlisch, der Kleegeschmack mit den Erdbeeren wieder schön ungewöhnlich aber das Erdbeerparfait hätte geschmackvoller sein können.
Alles in allem sehr gut. Allerdings sind die Preise auch sehr hoch. Das und der Ruf schürt die Erwartungen, die dann nicht bis zum letzten Quäntchen...
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