Es sollte eine Geburtstagsüberraschung für meine liebe Ehefrau werden: Sie scheint gelungen zu sein. Zuvor habe ich ihr nur verraten, dass wir eine Dorfgaststätte eines Ortes in der Nähe von Trier mit etwas über 700 Einwohner besuchen wollten. Auf der Fahrt ließ sie sich ihre heimliche Enttäuschung nicht anmerken: Hatte sie doch anlässlich ihres Ehrentages etwas Besonderes erwartet und keine Dorf-Kneipe. Um so erstaunter war sie, dass sie dann tatsächlich etwas GANZ Außergewöhnliches erleben durfte: Ein Juwel in dem kleinen Flecken Neuhütten, das sich von außen dem Ankömmling in einem schlichten Grau präsentiert. Ich hatte das Arrangement 5-Gang Überraschungsmenü, Übernachtung und Frühstück gebucht. Dazu haben wir die Weinbegleitung bestellt, was unbedingt zu empfehlen ist. Es war genau die richtige Wahl. Wir konnten eine kurze, aber wundervolle Auszeit vom Alltag genießen. Und das zu einem absolut angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Service war unaufgeregt, aber äußerst aufmerksam. Jeder unserer Wünsche wurde unverzüglich erfüllt. Da schönes Wetter war, wollten wir den Aperitif draußen einnehmen, uns wurde sofort alles unverzüglich auf der Terrasse hergerichtet.
Ich verzichte darauf, die Einzelheiten des Menüs zu schildern, sondern fasse es mit einem Wort zusammen: Traumhaft! Den Michelin-Stern hat sich das kochende Ehepaar, das sich in der Küche des – unserer bescheidenen Meinung nach – besten deutschen Restaurants aller Zeiten, dem Waldhotel »Sonora« in Dreis, kennengelernt hatte, wahrlich verdient. Nicht ohne Grund hat das Restaurant eine bemerkenswerte Sammlung von höchsten Auszeichnungen der bedeutendsten Restaurant-Führer. Vor dem eigentlichen Menü gab es gleich drei »Grüße aus der Küche«, einer besser als der andere. Zudem wurden wir mit einem zusätzlichen »Nachtisch vor dem Nachtisch« überrascht. Schon oft in den Bewertungen erwähnt, muss eine Besonderheit doch noch einmal hervorgehoben werden: Die einzelnen Gänge bestechen nicht nur durch den ausgewogenen Geschmack, sondern auch durch das Erscheinungsbild. Wie Gemälde aus der Renaissance erfreuten die sorgsam zusammengestellten Arrangements das Auge des Betrachters. Die einzelnen Kompositionen überraschten mit einer Komposition von bekannten, heimischen Genüssen und exotischen Geschmacksrichtungen, deren Herkunft und Bedeutung wir »nachgoogeln« mussten. Doch eine Bemerkung zu einem Gang muss dann doch sein: Entrée: »Gänseleber«, wobei auf der Speisekarte das hässliche Wort »Gänse-STOPF-leber« vermieden wurde. Keine Frage, ein unvergessliches Geschmackserlebnis, dazu ein Riesling von den Trierern Bischöflichen Weingütern, der einer Beerenauslese nahekam. Doch nach unserer festen Überzeugung muss dieses Produkt, für das so viele Tiere unnötig leiden müssen, von allen Speisekarten dieser Welt verschwinden! Wir haben schon unzählige Diskussionen mit verschiedenen Restaurant-Besitzern geführt: Es kommt immer das gleiche Argument: »Die Gäste verlangen danach!« Doch das darf keine Rechtfertigung sein. Wie die übrigen Gänge bewiesen haben: Gerade Spitzenköche können außergewöhnliche Geschmackserlebnisse auch nachhaltig erzeugen!
Noch ein Wort zum Hotelzimmer, auf das wir uns nach dem 3 ½ Stunden dauernden Gourmet-Erlebnis zurückziehen konnten: Es ist schlicht, aber zweckmäßig ausgestattet. Wie schon von anderen beschrieben: Eine Renovierung könnte es schpn vertragen. Selten haben wir in einer solch himmlischen Ruhe schlafen dürfen. Noch eine Kleinigkeit ist aufgefallen: Im Hotelzimmer steht ein uralter SEG-Röhren-Fernseher. Das passt einfach nicht! Deshalb die Anregung an die Familie Detemple, diesen schnellstmöglich gegen ein zeitgemäßes Flachbild-Gerät auszutauschen. Das Frühstück ist einfach, enthält aber alles, was das Herz begehrt. Mehr kann man nach einem Menü am Abend morgens einfach nicht verzehren.
»Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er hinterlässt, ist bleibend!«. Dieses Goethe-Zitat ziert eine Rückwand im Restaurant. »Wie wahr«, können wir nach unserem Erlebnis in dem dörflichen...
Read moreWow! Wow! Wow! Wow! ….7 courses. Did I say, „Wow“! Oh yeah, did I forget the Amuse-Gueule? Wow! Wow! Make the drive. Take the time. Go far out of your way. Stay in simple accommodation that fits the menu. The beds are comfy and as we lay there after dinner and guess what we thought? Wow!. This hard-to-reach (not really folks) family business, leaves nothing short of 3 stars. Believe us. The attention to detail in every dish. The accuracy of the craftsmanship. The balance. The beauty of the exceptionally plated (and graciously served) creations….. Wow! Lots of stars to choose from in the urban areas. Go rural. Bang for buck. Think wine chosen by the son serving nothing but the best pairings with mum and dad’s divinations. Nothing over the top and just perfection, honest, and not a nuance of pretension. Go back home with a culinary experience you will not regret. And don’t forget to say „thanks“. The magicians in the kitchen do not come forward of house to reap compliments - but make the effort, go there, and praise the ethereal humans...
Read moreWir waren zu einer Übernachtung im "le temple" und haben vorher ein 7-Gänge Menü genossen. Zu einem 7-Gänge-Menü gehört eine Weinbegleitung, damit verbietet sich eine Heimreise, deshalb auch die Übernachtung.
Zimmer: das ist wohl der einzige Kritikpunkt: die Zimmer sind nicht gerade neu (andere Kritiken beziehen sich auf die Duschköpfe) und man merkt, dass das Gebäude in die Jahre gekommen ist (einzelverglaste Fenster). Das ist aber soweit OK, die Matratze war klasse (meine Frau hat seit langem morgens keine Rückenschmerzen). Nicht falsch verstehen: die Zimmer sind nicht schlecht, sind aber für das gebotene preislich am oberen Rand des gerechtfertigten Rahmens. Im Gesamtpaket spielt das keine große Rolle, denn es geht ja im wesentlichen...
... um das Menü. Und da gibt es nichts, aber wirklich überhaupt nichts zu meckern. Die Art und Weise, wie die Speisen präsentiert werden: 10 von 10 Punkten. Besser geht nicht! Ich bin öfters bei Sternerestaurants gewesen, auch 2 und 3-Sterner, und die machen es nicht besser. Anders als perfekt kann man das nicht bezeichnen. Jeder Teller so akurat hergerichtet, dass es fast schon schade ist, ihn zu essen. Und das wäre wirklich schade, denn jedes Gericht war eine Freude. Es gibt manchmal Gerichte, die vergisst man auch nach Jahren nicht. Fichtenknospensud... auf die Idee muss man erst mal kommen.
Weinbegleitung dazu: passt. Regional orientiert, was ich auch gut finde. Nur bei einem der Weine war der Korken nicht mehr so auf der Höhe der Zeit, der hatte schon etwas Sherry-Aroma.
Höflichkeit und Freundlichkeit der Bedienung: auch hier 10 von 10. Der Sohn der Besitzer hat uns bedient. Gruß und Danke an der Stelle. Wir hatten am nächsten Morgen die Möglichkeit, ein paar Worte mit der Herrin des Hauses zu wechseln. Ein sehr netter, angenehmer und offener Mensch. Danke nochmal für die Leistung in der Küche (Sie haben es ihrem Mann doch hoffentlich ausgerichtet?!?).
Zusammenfassung: Bevor ich jetzt wieder im Saarland einen der drei-Sterne besuche... dort habe ich mich nicht so wohl gefühlt wie hier. Dann fahre ich halt ein paar Kilometer und gönne mir die Weinbegleitung und nehme ein Zimmer. Wir kommen...
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