Gastronomie als Selbstverwirklichung – auf Kosten der Gäste
Es gibt Orte, da wird nicht gekocht, sondern gehofft. Nicht serviert, sondern gewartet. Und nicht gearbeitet, sondern improvisiert – mit einem Lächeln, das ebenso unbeholfen wirkt wie die gesamte Vorstellung. Willkommen in jener Sorte Lokal, wo Hobby und Wirklichkeit sich die Hand reichen und gemeinsam daran scheitern, ein Frühstück auf den Tisch zu bringen.
Hier trifft der Wille zur Gastronomie auf die völlige Absenz von Ausbildung. Man meint es gut – was immer das auch heißen mag – und betreibt mit Aushilfen das, was man einst als „Café“ getauft hat, wohl im Überschwang einer Laune oder unter der Anleitung eines Pinterest-Boards. Doch gut gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von professionell.
Mit Kind an einem Samstagmorgen eine Stunde auf ein Standardfrühstück zu warten, ist keine Geduldsprobe, sondern eine Respektlosigkeit. Und wenn dann endlich jemand aus dem Aushilfsensemble erscheint – nicht etwa mit Entschuldigung, sondern mit der belehrenden Botschaft: „Sie sehen ja, was hier los ist“ – dann ist der letzte Rest Gastfreundschaft bereits im Passiv verschwunden.
Was hier fehlt, ist nicht Personal – sondern Verantwortung. Nicht Service – sondern Haltung. Die Plätze sind teils voll, das Chaos groß, und der Anspruch klein. Für alle, die Zeit haben, keine Ansprüche stellen und sich auch gern von Ahnungslosigkeit anlächeln lassen: Nur zu.
Und als wäre das nicht genug, erhebt sich hinter dem Tresen ein Chef, der Etikette predigt wie ein Zuchtmeister – nur um selbst jede Form davon im Ton gegenüber den Gästen zu verfehlen. Kritik begegnet er nicht mit Einsicht, sondern mit Belehrung; sein Maßstab ist das eigene Ego, sein Stil die gekränkte Reaktion.
Den moralischen Tiefpunkt jedoch markierte nicht das Warten, nicht das Chaos, sondern die völlige Ignoranz gegenüber einem medizinischen Zwischenfall: Als ein Gast über eine schief liegende Terrassenplatte stürzte und meine Frau – ohne zu zögern – Erste Hilfe leistete, blieb das Einzige, was man vom Betreiberteam zu hören bekam, Schweigen. Kein Dank. Kein Anstand.
Fazit: Umgangsformen unterirdisch, Verantwortung abwesend. Wer nichts wird, wird Wirt – und manche sollten es auch...
Read moreWir waren heute zum ersten Mal im Café Einfach Rosa. Das Ambiente ist sehr wohlig, es wirkt ein bisschen wie der verwirklichte Kleine-Mädchen-Traum: alles in rosa bzw. Pastelltönen gehalten. Sehr niedlich. Die Karte lässt keine Wünsche offen: Von leckeren Kuchen über Sandwiches bis zu Hummus und Mezze. Für ein Café passend.
Der Cappuccino war sehr lecker, noch besser waren die selbst gemachten Kuchen/Torten: Blaubeer Cheesecake und Erdnuss-Schokolade. Beide sehr, sehr lecker und sehr sättigend.
Allerdings muss ich zwei Punkte abziehen. Beim Eintreten war uns nicht klar: freie Tischwahl oder werden wir platziert? Zu Coronazeit ein berechtigter Gedanke. Man würdigte uns jedoch keinen Blick. Also haben wir uns einfach gesetzt. Das war wohl auch richtig. Dann die nächste Frage: Bestellung am Tresen oder kommt jemand zu uns an den Tisch? Es kam niemand, so dass wir an die Theke gegangen sind, um uns den Kuchen anzuschauen. Dort wurden wir darüber aufgeklärt, dass die Bestellung am Tisch aufgenommen wird. Aha, also auch diese Frage geklärt. Nun zum Kuchen in der Auslage: sah alles lecker aus, aber was war es? Hin- und Her fragen, Inhaltsstoffe klären (ja, leider vertrage ich nicht alles) und irgendwann waren wir dann bereit, die Bestellung aufzugeben. Hilfreich wäre ein kleines Schild in der Kuchenauslage, damit man weiß, mit welcher Leckerei man es zu tun hat. Nach kürzester Zeit wurde unsere Bestellung gebracht. Leider waren 3/4 der gebrachten Speisen falsch. Stellte sich heraus, es wurde im System falsch eingebuchtet. Das kann ja mal passieren und der Fehler wurde schnell behoben. Kein Beinbruch, der leckere Kuchen kompensierte alles.
Ein weitere Punkt wird für die zahlreichen Spinnweben an den Lampen abgezogen. Das fand ich wirklich nicht sehr hygienisch. Trotzdem: wir kommen...
Read moreWir waren heute das 1. Mal im Café. Das Ambiente ist echt toll. Es ist super schön eingerichtet. Die Details sind toll und alles in einem sehr stimmig. Die Kuchenauswahl ist wirklich vielseitig und die Torten/Kuchen schmecken wirklich sehr sehr lecker! Warum aber dann nur 3 Sterne? Mir fällt es schwer aber Service spielt hier eine große Rolle und das war leider nicht so gut. Die Bedienung war wirklich freundlich aber man fühlt sich verloren und sich selbst überlassen. Es geht schon damit los das es keinen Hinweis darauf gibt, ob freie Platzwahl ist oder nicht. Aktuell mit Corona irritierend. Dies muss man selbst erfragen. Die Bedienung erfolgt am Tisch. Tja wenn man wüsste dass die Speisekarte NUR online zur Verfügung steht. In einem Wald mit Edge als Internetgeschwindigkeit ist man verloren. Gut, dass es hauseigenes WLAN gibt. Schlecht wenn nirgendwo ein Hinweis samt Passwort gibt sondern die Bedienung das ganze buchstabieren muss. Bei der Kuchenauswahl wird online darauf hingewiesen sich drinnen umzuschauen. Drinnen sind die Kuchen nicht beschildert. Was wieder auf rumfragen hinausläuft. Ich bin kommunikativ finde es aber echt nervig alles erfragen zu müssen und komme mir auch ehrlich gesagt dumm vor wenn ich fragen muss welche Torten es gibt, was es für Getränke gibt, wo man sitzen darf, wie das WLAN Passwort ist und wo man denn überhaupt bezahlt. Ein schriftlicher Hinweis am Eingang oder mündlich durch die Bedienung wäre super und nicht zu beanstanden aber alles selbst der Bedienung aus der Nase zu ziehen ist störend! Im Endeffekt 4x im Lokal hin und her zugehen um sich die nötigen Infos zu holen muss nicht sein. Als Verbesserungsvorschlag könnte man vllt an den Tischen auf die Online Speisekarte und WiFi hinweisen. Am Eingang dann auf die...
Read more