Pfälzer Verlockung Auf Einladung besuchte ich im Mai 2023 das „StorchenNest“ in der Landauer Straße. Wie für die meisten Nordsaarländer ist Zweibrücken nicht unbedingt mein kulinarischer Hotspot - und so hatte ich auch vom StorchenNest bislang nichts gehört. Der Blick auf den sehr gelungenen Internetauftritt und die dort präsentierte Speisekarte ließen allerdings bereits im Vorfeld erahnen, dass es kein 08/15-Abend werden würde. Das macht natürlich neugierig. Während die Außenansicht zunächst ein eher „gediegendes“ Lokal vermuten lässt, ist das Ambiente im Inneren sehr ansprechend – nicht spektakulär aber „ehrlich“. Das sind auch Küche und Service, die ich zudem als sehr professionell empfunden habe. Die Karte folgt den Saisonen und regionalen Angeboten: So waren es diesmal insbesondere Spargel und Bärlauch, die dominierten. Der Besuch wurde für mich zum 'Bärlauch-Event': Auf den üblichen Gruß aus der Küche – unter anderem mit Bärlauchbutter – und hervorragendem selbstgebackenen Dinkelbrot folgte eine wohlschmeckende Bärlauchsuppe mit Nordmeerkrabben sowie Wolfsbarschfilet mit mediterranem Gemüse und Bärlauchrisotto. Anders als ich es anderenorts mit diesem Wildgemüse (bzw. Kastanien) schon erlebt hatte, wurde dessen durchgehende Präsenz nie zu viel des Guten. Der Bärlauch sorgte für die Grundstimmung, die durch die anderen Zutaten angenehm variiert wurde. Krabben, Gemüse, Risotto und Wolfsbarsch waren zudem ein eigener Genuss. Ebenso wie das sich anschließende Bitterschokoladeneis mit Pistazien-Rosa-Pfeffer-Mantel, Rum-Schokoladen-Sauce, aber ohne Bärlauch ;-). Dazu ein gelungener Grauburgunder von der Pfälzer Winzerin Carmen Krück, die trotz Nachnamensgleichheit nicht mit den Restaurantbetreibern Christoph und Beate verwandt ist. Übrigens: Der Chef ist für die wirklich hervorragende Küche verantwortlich, die Chefin für den Service. Und das schon seit Jahrzehnten in Zweibrücken – und dabei, wie ich finde, durchaus zugewandt und freundlich. Bleibt zu hoffen, dass die coronabedingten Personalengpässe, die auch am „StorchenNest“ nicht vorbeigegangen sind, keine weitreichenden Konsequenzen haben werden. Denn das Restaurant wird – zumindest für mich – auch in Zukunft einen Abstecher wert sein.
PS: Kleiner Wermutstropfen: Nicht ganz nachvollziehbar war die noch im Mai `23 aus vergangenen Pandemiezeiten übrig gebliebene „Warteposition“ für Gäste im eher ungemütlichen Flur, bis man zum Restaurant und zum Tisch eingelassen wird. Aber das dürfte sich im Laufe der nächsten Wochen wohl noch...
Read moreWir waren anlässlich eines Geburtstages beim Storchennest eingekehrt. Es war nicht unser erstes Mal und es war wie immer unfassbar lecker und einfach nur perfekt. Wir hatten das Dreierlei sowie das Beurre de Normandie mit Dinkel Baguette als Eröffnung. Es folgte Charlotte aux Crevettes. Die Crevetten waren wunderschön auf dem kleinen Toast mit pinker Grapefruit und Avocado angerichtet. Geschmacklich eine Wucht und perfekt aufeinander abgestimmt. Danach gab es die Pasta mit Trüffel und Eigelb. Traumhaft. Auch die Anfrage, das Gericht zu teilen, war kein Problem. Der Service (die Frau vom Chef) ist wie immer sehr freundlich gewesen und mit viel Liebe zum Detail und Hingabe in ihrem Job. Genauso wie ihr Mann. Ja, denn hier bedient einem teilweise sogar der Chef selbst mit seinem köstlichen Speisen. Er weiß genau was er tut und so erspart es sich jeder weiteren Worte, dass das Lammcarrée mit Gratin Dauphinois und Rosmarinjus, absolut perfekt und auf den Punkt gegart war. Zum reinlegen. Inzwischen mangelt es der Verfasserin an Worten um zu beschreiben, wie vorzüglich einfach alles hier schmeckt. Ich denke, man kann hier wirklich alles auf der Karte bestellen und wird niemals enttäuscht werden. Das süße Finale stellte dann das Beignets au pommes, also die Apfelringe mit Vanilleeis dar. Das Storchennest ist auf jeden Fall immer einen Besuch wert und erhielt nach dem Besuch auch eine Empfehlung für den Guide Michelin. Kleiner Ort des Luxus und der...
Read moreWir waren in der Valentinswoche zum ersten Mal im Storchennest (zu Zweit) und waren hellauf begeistert.
Reservierung per Telefon mit dem Chef und Koch persönlich ging sehr gut und sympathisch. Begrüßung im Gastraum durch seine Frau ebenso sympathisch und herzlich. Schönes Ambiente, nicht übertrieben, aber sehr gemütlich, hell, gute Akustik.
Aber zum Essen. Wir haben uns für das "Menü für Zwei" entschieden. Gänserilette mit Dinkelbsguette, Hummercremesuppe, Chateaubriand mit Sauce Bearnaise und Crêpes Suzette. Davor noch einen Kir und einen Lillet mit ein paar Kleinigkeiten zum Aperitif. Außerdem haben wir uns noch eine Portion Jakobsmuscheln bestellt und bekamen die auch gerne geteilt und wunderbar angerichtet.
Alle Speisen und Getränke waren ausnahmslos köstlich, haben uns teilweise umgehauen (Gruß an die Muscheln und das Rindfleisch) und waren von sehr guter Qualität. Die Bedienung durch die Eheleute Krück war zuvorkommend und herzlich. Bezahlt haben wir alles in allem rund 200 €
Ein toller Abend den wir demnächst zu meinem Geburtstag wiederholen werden.
Wir waren jedenfalls so überzeugt, das ich dem Guide Michelin geschrieben habe und das Restaurant zur Probe empfohlen habe um es zumindest als Empfehlung oder für einen Bib Gourmand...
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