Zu den seligen Affen – ein prachtvolles Wiener Weinhaus, bis ins Detail aus den 50-er Jahren stammend Wann ist ein Beisl ein Beisl, wann ein Weinhaus ein Weinhaus? Und wie unterscheiden sie sich von einem urigen Wirtshaus? Das sind Fragen, über die man am besten ebendort diskutiert. Eins aber steht fest: Das Wiener Beisl ist fix optisch definiert: die Holz-verkleideten Wände, die Raumteiler mit Milchglasscheiben, die Resopal-Tische, Schank-und Kühlanlagen ... Gastronomische Ästhetik pur. Und tatsächlich gibt es das auch noch: Im Jahr 1954 eröffnete das Weinhaus unweit vom Bahnhof Meidling. Damals veröffentlichte Bill Haley seinen ersten Hit "Rock around the Clock" und der österreichische Schriftsteller Christoph Ransmayr wurde geboren. Heute, Jahrzehnte später, kann man in der Dörfelstraße wieder in den Retro-Charme von anno dazumal eintauchen. Anstatt zu modernisieren, hat der neue Gastwirt alles daran gesetzt, die 50er-Jahre hier am Leben zu erhalten. So begrüßt im Weinhaus Pfandler schon in der Auslage der neue Name "Zu den Seligen Affen" mit einer Zeichnung, die direkt von Wilhelm Busch kommen könnte. Gleich über der Theke findet man die beiden namensgebenden Tiere wieder. Und darunter die noch handgeschriebene Tafel, die eine Sperrstunde von 22 Uhr verheißt. Zugnostalgiker können den alten Fahrplan der ÖBB auf der bereits vergilbten Tafel lesen und das original Bluna-Schild tauchte hinter einem Spiegel wieder auf. Sogar das alte Fabelwesen "Wolpertinger" ist noch über der Küchentür zu finden: ein Kaninchen mit einem Rehgeweih. Und am Weg zur Toilette findet man die alten Fliesen wieder, die anno dazumal noch modern waren. Und auch die Einrichtung wurde von Roman Pfandler in liebevoller Kleinarbeit restauriert: Boden, Tische und Sessel schauen aus wie neu vom Tischler – sind aber nur von der alten Patina befreit (wunderbares Resopal). Und es wirkt, als hätte sich der Wirt auch bei der Speisekarte an die "gute alte Zeit" gehalten. So gibt es hauptsächlich kalte Speisen wie Bratlfett und Grammelschmalz, Frucade, Kracherl, Pischinger Ecken und Keli Maracuja! Und: Die Kronleuchter sind Prachtstücke. Sie schauen abgeschaltet noch besser aus als aufgedreht, wenn sie grell leuchten, wie es halt ist bei nackerten Neonröhren. Anderseits weiß die Legende, dass nur wirtshäusliches Neonlicht einen Blick in jenes schwarze Loch ermöglicht, das der Wiener Seele nennt. @Facts: Das Weinhaus Pfandler liegt in der Dörfelstraße 3a. Geöffnet ist Dienstag bis Freitag von 16 bis 22 Uhr. So lässt sich die Zeitreise in die 1950er-Jahre leicht antreten. Einziger Unterschied neben der verpflichtenden Registrierkasse und neuen Leitungen: Im Weinhaus Pfandler der Gegenwart darf man nicht rauchen. Fazit: Wunderbarer...
Read moreIch hab auch den Standardartikel gelesen und da ich fast täglich seit vielen Jahren an diesem Lokal vorbei spaziere, war meine Neugier groß. Ich hab bei meinen Spaziergängen zwar keinerlei Leben im und um das Lokal feststellen können, aber nach den hymnischen Rezensionen wollte ich der Sache selber auf den Grund gehen. Nachdem schon vorige Woche zu den eigentlichen Öffnungszeiten geschlossen war, habe ich es heute erneut versucht: Um 16h15 geschlossen, ein handgeschriebener Zettel mit den Öffnungszeiten (16h - 22h von Dienstag bis Samstag). Daneben ein kleiner Zettel mit dem Hinweis "Komme gleich".
Eine Stunde später: gleiches Bild! Entweder ist das Lokal bereits wieder im Nirwana gescheiterter Gasthäuser verschwunden oder das Interesse des Eigners an Gästen, die an geregelte Öffnungszeiten glauben, ist nicht sehr ausgeprägt. Die kulinarischen Highlights wie "Saure Wurst" oder Speckbrot blieben mir daher verwehrt. Gleiches gilt natürlich für das Ambiente, das man durch einen Vorhangspalt kaum ausmnachen konnte, Schade!
Nachtrag: Heute sind wir erneut am Lokal vorbeigekommen und siehe da, es war geöffnet. Also wollten wir das Angebot testen: Um 16h30 war außer dem Chef niemand anwesend, wir (2 Erwachsene und ein Beagle) wollten Platz nehmen, doch der Chef des Hauses machte uns sofort deutlich, dass hier Hunde nicht erwünscht sind, es sei denn, sie sind mit Maulkorb bewehrt. Da unser Hund zwar angeleint war aber halt keinen Maulkorb hatte, haben wir das gastliche Lokal fluchtartig verlassen. Der Besitzer meinte nur, er habe ja schließlich Essen.... Unser Hund ist derzeit 6 Jahre alt und hat uns noch immer in allen möglichen Restaurants ohne Probleme begleitet, dem Weinhaus Pfandler mit seinem tollen Speiseangebot blieb es vorbehalten, uns diese neue Erfahrung zu bescheren. Es bleibt daher bei einem Stern und bei der neuen Überzeugung, dass nicht alles was mit besten Kritiken...
Read moreGladly finding this place and recommending to y’all no matter you are a tourist or local! The owner gives the best options for you to choose your order, well they don’t have English menu per say, that’s how you can get some local taste like 😊😊 and the owner will tell you what’s what...
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