Wir sind Samstags nach einem Besuch im Essener Volksgarten Kray (Leithe) über Gelsenkirchen-Ückendorf zur Bochumer Straße gefahren, weil ich im Vorfeld dieses Café aus dem Netz gesucht hatte.
Zwar herrscht in der ohnehin schon hässlichen Gegend leider derzeit eine Großbaustelle und Personen mit z.B. Rollator kommen dort kaum oder nur sehr mühsam durch, aber das Café sticht zwischen all den Leerständen und kleineren, unscheinbaren Läden (meine Mutter glaubte schon kaum noch, dass wir in der Gegend wirklich ein nettes Café finden würden und es war lange Zeit trotz richtiger Hausnummern-Gegend auch nicht sichtbar zwischen all den Döner- und Pizza-Läden etc. ...) wirklich positiv hervor!
Freundlicher Empfang, es muss direkt vorne am Tresen bestellt und auch bezahlt werden, die Bedienung erfolgt dann aber am Tisch. Alle Service-Mitarbeiter sind sehr freundlich und zuvorkommend, die Kuchen-Auswahl ist wirklich reichlich. Es gab sogar eine vegane Torte, für Gäste die Wert darauf legen. Die Website wirbt auch damit, dass ausschließlich Dinkelmehl verwendet wird.
Kuchen/Torte war in unseren beiden Fällen sehr lecker, ebenso der (wie ich sah frisch gemahlene) Kaffee. Die Preise (um die 5,00 EUR, plus/minus) sind für die Größe der Stücke und das Umfeld dort sicher etwas "ambitioniert", aber die Qualität ist das sicher wert. Der Kaffee war glaube ich "normalpreisig", hatte ich nicht näher verfolgt. Wir haben jedenfalls zusammen 15 Euro für je 1 Stück Kuchen und 1 Tasse Kaffee bezahlt, was in der Summe dann wieder etwas über dem Durchschnitt entspricht.
Das Ambiente entspricht etwas einer Jugend-Szenekneipe, was ich bei dem eher jungen Publikum dort gar nicht verkehrt finde, im Gegenteil.
Noch eine Anmerkung, da ja auch so etwas von Bedeutung sein kann: Die WC sind ebenerdig direkt erreichbar, ich sah gegenüber sogar ein Behinderten-WC (aber da war wohl die Tür derzeit ausgehängt, wie meine Mutter bemerkte und daher nicht (sinnvoll) benutzbar).
Ebenfalls ist der Zugang zum Café ebenerdig, es gibt dort glaube ich nur eine kleine Stufe (wenn überhaupt, bin nicht...
Read moreHey :) War heute mit meiner Mom zum ersten Mal in diesem Café. Aber definitiv nicht das letzte Mal. Die Kellnerinnen sind so unglaublich freundlich, höflich und machen einem direkt gute Laune. Leider ist (vor allem freundlicher und höflicher) Service hier in Deutschland eine Sache mit der ich keine guten Erfahrungen gemacht habe. Ich muss dazu sagen, dass ich und meine Mutter vor 7 Jahren nach Südkorea ausgewandert sind. Wir sind seit 2 Wochen in Gelsenkirchen, um Verwandte zu besuchen. Deutscher und südkoreanischer Service sind natürlich nicht miteinander zu vergleichen und es liegen Welten dazwischen. Aber ich möchte trotzdem einen Lob an die zuvorkommende Kellnerin dalassen.
Read moreEines vorweg: das Utelier ist ein ganz tolles Restaurant mit leckeren Speisen und Getränken, das Ambiente ist auch schön und einer der besten Orte in ganz Gelsenkirchen. Auch der Service ist völlig in Ordnung. Ich hatte gedacht, dass ich hier einen neuen Lieblingsort gefunden hätte.
Warum dann nur "ein Stern" in der Gesamtbewertung?
Ich stand vor diesem Laden mit meiner walisischen Familie, wollte ihnen ein schönes Frühstückscafe meiner Heimatstadt präsentieren - und wir wurden an der Tür durch einen Aufsteller abgewiesen, weil wir ein Rammstein-Shirt (wir hatten Karten für das Konzert in Gelsenkirchen und es war Konzerttag) trugen.
Ich respektiere euer Hausrecht und ihr könnt natürlich abweisen, wen ihr wollt. In manche Clubs kommt man ja auch nicht hinein mit den falschen Schuhen, und im Strandrestaurant wird häufig um Shirt und Hose gebeten - es fiel mir jedoch schwer meiner Familie zu erklären, was sie hier und heute in diesem Land falsch gemacht haben, dass sie hier nicht frühstücken dürfen. Vermutlich wolltet ihr damit eine gute Haltung zum Ausdruck bringen - gegen den Machtmissbrauch von Vertretern der Musikindustrie oder allgemein gegen Sexismus in Worten und Gesten und was man sonst noch alles bei Rammstein unterstellen und verurteilen kann.
Jedoch war es ausgerechnet euer - aus meiner Sicht besonders für Toleranz und Vielfalt bekanntes - Cafe, in dem ich nun meine erste sanfte Form der Ausgrenzung nach 40 Lebensjahren erfahren habe. Beim Konzert gab es jedenfalls keine Aufsteller, wer hier heute nicht akzeptiert wird und das sollte ja das Wesen unserer Gesellschaft sein. Da fühle ich mich toleriert, bei euch nicht mehr und da hilft dann auch das beste Frühstück der ganzen Welt...
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