Wichtig: Das Café (es gibt nichts außer Kaiserschmarrn) ist umgezogen, heißt jetzt "Lindlbauer Kaiserschmarrn Café" und wird stark von Touristen frequentiert. Vergessen Sie alle Bewertungen der Ödmühle! Da war fast alles besser.
Kurz gesagt: Almhüttenatmosphäre, unwillige Bedienung, unzureichende Einhaltung der Coronaauflagen, lange Wartezeit aufs Essen, lockerer, aber labberiger Kaiserschmarrn, da zu kurz in Pfanne und Ofen, nochmal lange Wartezeit aufs Kassieren. Keine Empfehlung, ganz im Gegenteil.
Die ganze Atmosphäre incl. Bedienung entspricht einer ins Tal verlagerten Almhütte, allerdings in einem alten Bauernhof untergebracht. In der engen und einfach, aber gemütlich eingerichteten Gaststube stehen die Tische enger als Corona erlaubt. Wir waren zu dritt, hatten vorher reserviert und wollten den vielfach gerühmten Kaiserschmarrn essen. Die einzige Bedienung, die drinnen und draußen etwa ein Dutzend Tische zu versorgen hatte, fragte nur "G'impft seid's alle?", fragte nicht nach einem Beweis dafür und warf dann nur einen sehr kurzen flüchtigen Blick auf unsere dargebotenen Handys. Keine Ausweiskontrolle, kein Überprüfen der Gültigkeit unserer Impfzertifikate. Da hätte man auch irgendeinen QR-Code (oder gar nichts?) präsentieren können und wäre durchgelassen worden. Kein gutes Gefühl. Die Bedienung wirkte unaufmerksam und wenig freundlich, sagte erst auf Nachfrage, dass es keine Speisekarte mehr gibt, nur Kaiserschmarrn (aber ohne Rosinen, mit Apfelmus und Zwetschenröster). Nach 30 Minuten Wartezeit aufs Essen fragte ich nach, was unser Kaiserschmarrn macht. "Der kimmt glei, der is im Ofen!" Nach weiteren gut 5 Minuten kam er dann. Schön locker mit viel Ei am Teig, aber sehr hell , ohne Kruste und den typischen Karamellgeschmack. Wir haben da schon wesentlich besser zubereitete Interpretationen dieses Gerichtes gegessen, ob auf Berghütten oder in Restaurants. Und ein Schmarrn wird dadurch zum „Kaiser“, dass er Korinthen oder wenigstens Rosinen enthält – was aber viele Gäste nicht wollen. Nebenbei: 10 Minuten vorher hatten sich 2 Gäste am Nachbartisch niedergelassenen und gleich bestellt. Sie bekamen ihren Kaiserschmarrn eine Minute später als wir - warum auch immer. Nach dem Essen warteten wir auf die Bedienung, um zu zahlen. Leider vergeblich, also sagten wir ihr nach knapp 10 Minuten an der Küche Bescheid. Es dauerte noch einmal mehrere Minuten, bis sie kam und zuerst an besagtem Nachbartisch kassieren wollte. Diese Gäste machten sie darauf aufmerksam, dass wir wohl zuerst an der Reihe wären. Schade - wir waren vor 2 Jahren in der Ödmühle und rundum zufrieden. Es wäre so leicht, das alte Niveau zu halten: Eine Speisekarte mit Kaiserschmarrnvariationen (Beilagen, große/mittlere/kleine Portion), ein aufmerksamer Service, der fragt, was der Gast wünscht und nicht alles "angeschafft" bekommen muss, wie man in Bayern für "anordnen" sagt und einen Blick dafür hat, was wann zu tun ist. Und der dem Gast sagt, wenn mal gerade irgendwo etwas hakt, die Küche vielleicht gerade sehr viele Bestellungen bewältigen muss und es etwas dauern kann.
So, wie wir es erlebt haben, ist es eine gut gemeinte, aber in wesentlichen Bereichen unzulänglich umgesetzte Idee, die ein wenig an Touristenabfütterung nach...
Read moreSchönes Café mit tollem Ausblick und kleinen Abstrichen. Das Café ist wirklich sehr hübsch gestaltet, mit viel Liebe zum Detail und einem schönen Blick auf die Inzeller Berge. Der Kaiserschmarrn wird mit verschiedenen hausgemachten Marmeladen oder Kompotten serviert und schmeckt gut – wenn auch nicht ganz so herausragend, wie es oft angepriesen wird. Ich habe schon leichtere Kaiserschmarrn gegessen, dieser war etwas fettiger und im Innenraum lag ein deutlicher Butterschmalzgeruch in der Luft. Die Bedienung hatte an dem Tag wohl auch nicht ihre Beste Phase als wir da waren. Auf meine Nachfrage nach einer Speisekarte kam nur die recht knappe Antwort "es gibt nur das, was draußen auf der Tafel steht". Sehr positiv überrascht hat mich hingegen die Frucht-Buttermilch mit Pflaumenkompott - eine außergewöhnliche und wirklich leckere Kombination! Falls es Zwetschge als Tageskompott gibt, unbedingt probieren.
Fazit: Insgesamt ein schönes Café mit besonderen Ideen und guter Qualität, aber mit Luft nach oben im Service und bei der Feinabstimmung.
HINWEIS an den Inhaber: Meine Bewertungen verfasse ich stets nach bestem Wissen, Gewissen und persönlichem Empfinden. Es ist niemals meine Absicht, jemanden zu diffamieren, zu verleumden oder den Ruf eines Unternehmens zu schädigen! Mein Ziel ist es, meine ehrliche Erfahrung weiterzugeben, um anderen Nutzern eine authentische Orientierung zu bieten. Deshalb wäre es sehr schön, wenn man darauf verzichten könnte, sich bei Google über negative Bewertungen zu beschweren oder rechtliche Schritte gegen mich in Betracht zu...
Read moreEinfach fantastisch!!! Während unseres Urlaubs in Inzell haben wir uns recht kurzfristig zu einem Besuch in der Ödmühle entschlossen. Also, gleich zum Öffnungsbeginn dort gewesen, was auch gut war. Denn es war von Anfang an gut besucht. Wir waren zu sechst, davon 2 Kleinkinder. Ist aber kein Problem gewesen. Der Kaiserschmarrn ist ein Gedicht. Supper lecker. Auch das Ambiente ist sehr interessant. Während man wartet, oder auch danach, kann man sich die Räume der Mühle mal in Ruhe anschauen. Ich empfehle einen Besuch im Raum über dem Hauptraum. Die Tafel zwischen den Fenstern ist sehr informativ. Diese Zeit sollte man sich wirklich nehmen. Wir hatten das Glück, direkt vor dem Herd den Tisch zu bekommen. Dadurch konnten wir der Zubereitung direkt zuschauen, was auch sehr interessant war. Die Inhaberin und Kaiserschmarrnköchin war sehr freundlich, auskunftsfreudig und zuvorkommend. Da Inzell nicht weit von der Autobahn entfernt liegt, ist auf dem Weg nach oder vom Süden eine Stippvisite in der Ödmühle einen Umweg allemal wert.
Update 11.02.2022 Wir waren wieder da und haben es uns schmecken lassen. Zuerst sind wir aber an der alten Adresse gewesen. Durch eine freundliche Wegweisung sind wir dann zur neuen gelangt. Neue Bleibe, aber der Geschmack ist nach wie vor fantastisch. Es wird immer noch, genau wie damals, in einem holzbefeuertem Herd gebacken. Die selbe Köchin ist auch...
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