Das historische GebĂ€ude ist einmalig, schön und doch etwas anders. Ein Besuch ist auf jeden Fall interessant und die Preise finde ich vernĂŒnftig. Wir haben spontan einen Ausflug zum Fasanenschlösschen und dem Leuchtturm gemacht und sind fĂŒr einen Kaffee hier hĂ€ngen geblieben. Von vorne sah es eher aus wie ein baufĂ€lliger Biergarten an einem alten RenovierungsbedĂŒrftigen GebĂ€ude. Es gab einen kleinen SB Laden wo man sich verschiedenes bestellen konnte. Von der Suppe ĂŒber Eis bis zu div. GetrĂ€nken ist alles dabei. Die Angebote wurden auf die Fensterscheiben geschrieben oder auf kleine KĂ€rtchen zum Aufstellen oder standen auf einer Tafel. Die Bestellung wurde sauber auf ein Tablett gestellt, man hat bezahlt und ist mit seiner Beute an einen Tisch gegangen. Die Mitarbeiter waren echte Einheimische, bisschen gestresst, aber dennoch flott und freundlich ! Hat mich alles bisschen an gute alte ostdeutsche Zeiten erinnert.
Auf den zweiten Blick haben wir bemerkt das im Haus eine Feier war in sehr schön restaurierten RĂ€umen. Das hat uns sehr ĂŒberrascht. Hier kann man wohl gut Private Feiern, Hochzeiten etc. buchen. Bei genauerer Betrachtung hat man gesehen das hier an jeder Ecke mal bisschen was saniert wurde. Es war die Kombination aus Alt und Neu, modern und antik, schön und baufĂ€llig, kleinen BĂ€umchen in der Dachrinne und frisch gestrichenen WĂ€nden, und so weiter, die uns so fasziniert hat. Macht euch selber ein Bild. Wie gesagt interessant, auĂergewöhnlich trifft bei einer Beurteilung am ehesten zu. Man hat von hier einen schönen Blick auf das Fasanenschlösschen. Erst mal 4 Sterne. Ich werde ich mir das nach weiteren Sanierungen noch mal anschauen und berichten.
Bisschen was zur Geschichte, half mir bei der spĂ€teren Betrachtung: Das 1771/72 erbaute Marcolinihaus, im sparsamen Stil des sĂ€chsischen SpĂ€tbarocks, steht in der 1728 angelegten Fasanerie, einem Teil eines groĂzĂŒgigen Landschaftsparkes. Graf Camillo Marcolini lieĂ sich dafĂŒr ein ehemaliges FasanenwĂ€rterhaus zu seinem Wohnhaus umbauen. 1787 wurde es fĂŒr die Familie erweitert. Nach seinem Tot 1814 wurde es als Forsthaus umgestaltet und seit Anfang des 20. Jahrhundert fanden immer wieder kleine Umgebauten statt. Den zweiten Weltkrieg hat das GebĂ€ude unbeschadet ĂŒberstanden. Doch die Zeit danach hat massive Spuren hinterlassen.
Seit 2007 ist das GebĂ€ude in HĂ€nden eines Moritzburger Gastronomen. Der das alles StĂŒck fĂŒr StĂŒck wieder saniert. Bei den Aufwendigen Restaurierungsarbeiten wurden wohl besondere seltene Wand und Deckenmalereien gefunden, die erst mal ortendlich untersucht und begutachtet werden mĂŒssen. Das Haus des ehemaligen Oberförsters steht unter Denkmalschutz und soll so original getreu wie möglich, in mehreren Abschnitten, wieder vollstĂ€ndig saniert werden.
Graf Camillo Marcolini hatte im Laufe der Jajre viele Posten. Den Grafentitel hat er sich vermutlich selber zugelegt. Er kam 1752 als Silberpage an den Söchsischen Hof und war unter anderem: 1767 Kammerherr von Friedrich August III Zwei Jahre spÀter Oberhofmeister 1772 erfolgte die Ernennung zum Wirklichen Geheimen Rat 1778 erhielt er den Titel eines Oberkammerherrn 1799 wurde er Oberstallmeister 1809 wurde königlich-sÀchsischer Kabinetminister Er begleitete er den König auf der Flucht und verstarb...
   Read moreWir haben den 30.04.2023 genutzt und das Wetter war hervorragend und sind in Moritzburg unterwegs gewesen. Unser Ziel war das FasanenschlöĂchen, welches auch geöffnet hatte und die Besucher mit Cafe und Kuchen zu verwöhnen suchte. Es weiter unten wurden wir von einem besonderen Angebot mit Kuchen und Eis ĂŒberrascht, was wir jetzt nicht wirklich ausschlagen konnten. Die GaststĂ€tte war das Marcolinihaus, wobei wir nicht im haus sondern, in dem davor liegenden Parkgarten einen Platz gefunden haben. Der AuĂenbereich ist auch direkt am Haus sehr schön und doch weit lĂ€ufig. Gerade fĂŒr Kinder aber ist der Parkgarten ideal. Hier kann man sich etwas gehen lassen und austoben, wenn man denn will. Das Angebot an Kuchen und Eis war aus unserer Sicht sehr gut und wirklich schmackhaft. Der Preis war dann schon eher sportlich. ParkplĂ€tze sind hier rar, was aber gewollt und auch sinnvoll ist. Der Bereich ist gut mit Fahrrad und zu FuĂ oder wenn es gar nicht anders geht auch mit dem Pferd erreichbar. Eine Wanderung von den öffentlichen ParkplĂ€tzen hierher macht SpaĂ und ist sehr abwechslungsreich. Wir haben den Ausflug hier her nicht bereut und gern das Geld investiert. Das Personal war an unserem Tag doch etwas gestresst, aber nicht wirklich unfreundlich. Alles in allen ist es ganz sicher ein Empfehlung, wenn man tollen Kuchen...
   Read moreEntschuldigung fĂŒrs Eintreten und das Interesse an den GastrĂ€umen. Ich wĂŒnsche Ihnen alles erdenklich Gute fĂŒr die Zukunft. Ich bin mir sicher, es ist schwer als Unternehmer mit der Mammutaufgabe bei steigenden Kosten die GebĂ€ude flott zu machen und gleichzeitig ein gastronomisches Angebot zu liefern.
Wir hatten nun sowohl mit dem GeschĂ€ftsfĂŒhrer bei zwei Versuchen, einen Raum fĂŒr Feierlichkeiten anzumieten zu tun, als auch wesentlich spĂ€ter mit Angestellten vor Ort. Beide Male blieb das GefĂŒhl zurĂŒck, irgendwie (wĂ€hrend der Betriebszeit) gestört zu haben.
Die manchmal liebevoll-rabiate Art meiner sĂ€chsischen Landsleute ist generell ja mal eine schöne Sache. Aber hier ist es entweder Ăberforderung oder UnfĂ€higkeit. Wer nicht mal ein 'Guten Tag' fĂŒr seine GĂ€ste ĂŒbrig hat und ein schlichtes 'Wo wollen Sie denn hin?!' beim Eintreten vor den Kopf knallt, hat an Gastfreundlichkeit irgendwas nicht verstanden. Entschuldigung an der Stelle an die Kollegin, die noch versucht hat, es zu richten â Die gute Laune war leider schon verflogen.
Sie haben wirklich tolle RĂ€ume hergerichtet. Ich wĂŒrde mich freuen, wenn eines Tages das zwischenmenschliche Erlebnis...
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