Nachtrag vom 13. Juli 2023:
Nachdem das Team Zadra so nett auf meinen ursprünglichen Beitrag (s.u.) geantwortet hatte, wollten wir dem Wirtshaus gerne noch einmal eine Chance geben und waren gestern Abend dort.
Ich mache es kurz: Wir waren BEGEISTERT! Man hatte sich tatsächlich jedem einzelnen, von mir vor zwei Monaten angebrachten, Kritikpunkten angenommen:
Der Obazda kommt wieder gut gewürzt und in adäquater Menge daher, und auch bei der Deko hat man sich so weit zurück genommen, dass ich ihn jetzt nicht mehr unter einer dicken Schicht alter Salzstangen und Radieschen suchen muss. Auch Brezel und Brot sind offensichtlich frisch (auf-)gebacken - beides schmeckt hervorragend. Und das Bier kommt kalt und und mit ordentlicher Schaumkrone an den Tisch.
Mein Mann hatte die Tagesempfehlung: Das Obazda-Cordon Bleu wird mit Pommes, einem Beilagensalat und - als kleiner Gag - einem Schnapsglas in Form eines Bierkrugs serviert. In letzterem befindet sich aber kein Schnaps, sondern Weizenbier. Alles ist sehr ansprechend auf einem Holzbrett angerichtet. Und das Essen schmeckt RICHTIG gut: Das Cordon Bleu ist ein ordentliches Stück Fleisch, schön paniert und goldgelb angebraten. Die Pommes sind knusprig, nicht in Fett ertränkt und reichen locker für Zwei. Und der Salat - im Gegensatz zu meiner ärmlichen Variante vor zwei Monaten - besteht dieses Mal aus einer Variation frischer Blätter mit dem bekannt guten Balsamico-Dressing, und kommt offensichtlich nicht (mehr?) aus der Tüte. Das komplette Gericht gibt es für knapp 16 Euro - da kann man absolut nicht meckern!
Der Service erscheint heute noch einen Tacken aufmerksamer, als ohnehin schon. Ich finde es super, wie schnell und umfassend hier Kritikpunkte aufgenommen und umgesetzt wurden. Ich und meine Familie kommen jetzt gerne wieder häufiger hierher! Und offensichtlich nicht nur wir - die Außenterrasse war am heutigen Mittwochabend fast vollständig besetzt!
5 Sterne für das Wirtshaus und einen Extra-Stern für den Umgang mit Kundenkritik!
Hier noch meine ursprüngliche (3-Sterne)-Bewertung vom Mai 2023:
Wir gehen regelmässig ins Wirtshaus, weil man hier fast immer auch spontan ein nettes Plätzchen bekommt. Das Ambiente ist gemütlich und nicht überzogen, alles macht einen gepflegten, sauberen Eindruck und das Personal ist wirklich sehr nett. So viel zu den Vorzügen des Restaurants (und ich bewerte hier ausschließlich das Wirtshaus).
Auf der Contra-Seite steht - zumindest seit der aktuellen Sommersaison 2023: -Bei allem Verständnis für gestiegene Personal-, Lebensmittel und Energiekosten, aber ich finde es schwierig, wenn die Angebotenen Speisen nicht nur teurer, sondern qualitativ auch minderwertiger sind, als man es eigentlich gewohnt ist. Ich hatte die Tage einen kleinen Wirtshaussalat (4,50 Euro), der aus einer Handvoll Tüten-Salatblättern bestand (Radicchio und ich glaube Eisbergsalat - beide günstig und leider nicht sehr lecker), ein paar traurigen Dosen-Kichererbsen und -Kidneybohnen und einer halben Tomate. Das Dressing war lecker, aber der komplette Salat keinen Euro wert.
Der Obazdn war eigentlich immer sehr gut, mittlerweile befindet sich in dem Gläschen, in welchem er angerichtet ist, mehr Deko (angetrocknete Radieschenscheiben und trockene Salzstangen - was soll das???) als Käsecreme. Und die Brezeln - in den vergangenen Jahren beim Servieren immer noch warm und frisch - sind so zäh, dass die Vermutung naheliegt, sie seien vom Tag vorher.
Die größte Sünde für ein "bayrisches" Wirtshaus ist jedoch, das (frisch gezapfte!) Bier WARM zu servieren. Keine Ahnung, ob man es vorzapft und dann stehen lässt, warme Gläser benutzt oder schlicht den Durchlaufkühler zu warm eingestellt hat - aber ich möchte mein Bier KALT haben. Sonst muss ich erst gar nicht in den "Bier"Garten gehen ...
Offensichtlich sind wir nicht die Einzigen, die den Qualititätsabbau als solchen wahrgenommen haben - am Mittwochabend bei schönstem Sommerwetter um 20 Uhr dort gewesen, und kaum ein Dutzend...
Read moreDer Valentins Biergaren. Diesen Ort habe ich nun schon öfter besucht und ich möchte euch meine Meinung darüber berichten.
Der Valentins Biergarten ist die perfekte Gelegenheit um sich an einem heißen Sommertag zu entspannen. Hier herrscht immer eine gemütliche und lockere Stimmung. Es ist der beste Ort um sich mit einem frischen Bier abkühlen. Falls du keinen Alkohol trinkst, gibt es immer noch eine Vielzahl an leckeren, kalten Getränken, mit denen du dich abkühlen kannst. Strohhalme und Gläser sind immer vorhanden, so das du nicht aus der Flasche trinken musst. Das Bier ist hochqualitativ und wird frisch gezapft. Du kannst dir ein Getränk nach deinem eigenen Geschmack aussuchen, den direkt über der Selbstbedienungstheke Hängen große Schilder wo jedes Getränk mit Preis drauf steht. Wenn du nicht nur Durst sondern auch Hunger hast gibt es hier natürlich auch super Leckeres Essen. Bei der großen Essens Auswahl kann man sich nicht beschweren, das Essen ist wie die Getränke auch auf einem großen und einheitlichen Schild niedergeschrieben. Das Essen schmeckt fabelhaft und ist immer frisch, der Salat ist schön kalt wie es sich gehört und das Fleisch und die Suppe ist immer angenehm Warm. Ihr könnt sogar euren Hund mitnehmen, da es extra Trinkschalen für Tiere gibt.
Der Biergarten ist sehr schön gestaltet. Die Tische und Stühle sind immer Ordentlich zusammengestellt und sauber. Der Boden ist Müllfrei und gepflegt. Die Schirme, Pflanzen und Laternen, zeigen uns direkt das wir uns in einem Biergarten befinden. Es sieht genau so aus, wie es in einem Biergarten aussehen sollte. Nicht zu vergessen, ist der tolle Kinderspielplatz, der auch für die jüngeren unter uns eine tolle Aktivität hervorruft. Und falls du mal keine Lust hast direkt im Biergarten zu sitzen, kannst du dich für eine natürlichere Umgebung auch in den Wiesenbreich unter die Bäume setzten. Die Toiletten riechen immer gut sind nicht verschmutzt und das Papier ist nie leer.
Die Mitarbeiter sind sehr nett und zuvorkommend. Die Leute wissen genau, was sie da tuen. Du sagst einfach nur was du haben willst, und sie haben es schon in null Komma nichts serviert. Sie haben einen guten Humor und es ist immer Platz für einen kleinen Spaß. Besonders nett ist es, wenn ein Mitarbeite an deinen Tisch kommt und deine Sachen abräumt obwohl das eigentlich nicht seine Aufgabe ist.
Der Biergarten hat für alles gesorgt, für eine gute Atmosphäre, freundliche Mitarbeit, kinderfreundliche Umgebung und vor allem Gelassenheit.
Besonders gefällt mir, das der Biergarten auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet hat und man ihn deswegen zu jeder Zeit besuchen kann. Am aller besten ist, das an Feiertagen oft eine Aktivität wie zum Beispiel Livemusik stattfindet.
Ich besuche den Biergarten meistens dann, wenn ich mit meiner eine kleine Wanderung oder einen Spaziergang unternehme, da es dann einfach der beste Ort für eine kurze Pause ist, um sich zu erholen und eine wenig mit der Familie zu plaudern. Natürlich komme ich auch mal mit dem Fahrrad, denn es gibt natürlich auch Fahrradständer vor Ort.
Insgesamt ist es ein sehr schöner Ort für klein, groß, jung und alt. Aufgrund dessen kann ich den Ort nur an jeden weiter empfehlen. Ich hoffe euch hat meine Bewertung gefallen. Ich Wünsche euch eine schöne Zeit...
Read moreIhr erinnert euch? Im Mai war ich zum letzten Mal bei euch und habe euch danach via Facebook in Form einer wirklich gut gemeinten und konstruktiven Kritik ein paar Verbesserungsvorschläge hinsichtlich der Kulinarik in eurem Biergarten zukommen lassen. Und ihr habt versprochen, das ernst zu nehmen und das intern zu thematisieren. Heute habe ich gedacht, ich gebe euch noch mal eine Chance. Naja, ich sage mal, das eher nicht so schöne Ergebnis fasse ich gerne mal so zusammen, ich habe mir auch wirklich ein bisschen Mühe gegeben, oder?
Ein kulinarisches Meisterwerk der späten Stunde
Heute war ich im Biergarten. Ja, ich weiß, schon dieser Satz lässt die Herzen höherschlagen – Sonne, Maßkrüge, Vogelgezwitscher, die zarte Melodie schreiender Kinder und das zarte Parfüm von Sonnencreme und altem Holzbierbanklack in der Luft. Und dann… der große Moment kulinarischer Ekstase: Um 20:00 Uhr bestellte ich – mit der Unschuld eines gastronomischen Naivlings – Weißwürste.
Richtig gelesen. Weißwürste. Abends.
Weißwürste, jene fragile Delikatesse, die laut bayerischer Überlieferung das Mittagsläuten nicht erleben darf. Die nur im Morgenlicht gedeihen darf, frisch und milchig wie der Atem eines neugeborenen Kalbes. Ich hingegen entschied mich, acht Stunden später ein Exemplar zu genießen, das vermutlich seit dem Frühstück tapfer in irgendeinem Wärmebehälter dahinvegetiert hatte. Oder schlimmer: in einer Art Feuchtraum-Einweckglas des Grauens.
Der erste Biss war… unvergesslich. Eine Konsistenz wie ausgespuckter Kaugummi, gewürzt mit einem Hauch von Kühlschrank, garniert mit der Ahnung von Verderbnis. Die Haut – ein Gummiüberzug, der scheinbar von einem verirrten Fahrradschlauch abstammte. Und der Senf? Ach, der Senf war da, um Zeugnis abzulegen. Ein stummer Zeuge eines Verbrechens gegen die bayerische Esskultur.
Natürlich hätte ich es wissen müssen. Jeder Mensch mit zwei halbwegs funktionierenden Gehirnzellen weiß: Weißwürste nach zwölf Uhr mittags sind kein Essen – sie sind eine Mutprobe. Eine Warnung. Ein Test, ob man seinem Magen noch trauen kann.
Aber nein, ich, der kulinarische Rebell, der gastronomische Kamikaze, ich dachte mir: „Ach, wird schon gehen.“
Wird schon gehen.
Ist auch gegangen. Aber nur, weil ich nach drei Bissen aufgegeben habe und mir stattdessen ein Radler bestellt habe – zur Desinfektion.
Ich sage nur: Weißwürste am Abend sind wie Milch im Hochsommer – irgendwie spannend, aber letztlich eine Entscheidung, die du nur einmal machst. Danach weißt du es besser. Oder du...
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