Einmal Bad geht noch, deshalb also: Kongressbad Wien: Auf ein Bier ins Konge In Anwesenheit von „zweitausend, dreitausend, vielleicht noch mehr Menschen“ eröffnet Bürgermeister Karl Seitz am Sonntag, dem 20. Mai 1928, das Wiener Kongressbad. Das an der Grenze zwischen Ottakring und Hernals gelegene Bad wurde im Rahmen eines „außerordentlichen Arbeits-programms zur Linderung der Arbeitslosigkeit“ nach Plänen des Wiener Architekten Erich Leischner auf einer ehemaligen Sand¬gewinnungsstätte und Mülldeponie errichtet. Das gleichzeitig mit dem Kongresspark angelegte Bad ist als infrastrukturelle Ergänzung zu den rundum entstehenden Gemeinde¬bauten, allen voran der Wohnhaus¬anlage Sandleiten, gedacht. Die Arbeitersportbewegung und der großzügige Ausbau der Wiener Bäder gehen Hand in Hand und so entstehen innerhalb weniger Jahre auch in den Arbeiterbezirken modern ausgestattete Badeanlagen und sommerliche Freizeitareale.Diese werden vor allem von der jugendlichen Wohnbevölkerung umgehend in Besitz genommen, und es entwickelt sich eine spezifisch wienerische, klassenbewusste Arbeiter-Sport- und -Freizeitkultur, die sogar Faschismus und Krieg überdauern wird, Das Kongressbad ist das größte und modernste Freibad der Stadt (damals) – ausgestattet mit einem 100 Meter langen und 20 Meter breiten Schwimmbecken, dem größten Europas, ein „Werk von gleichermaßen eigenartiger wie auch einzigartiger Monstrosität“. Das riesige Becken ist mit Hochquellwasser gefüllt, das in einer elektrischen Kesselanlage vorgewärmt wird. Um für spezielle Schwimmveranstaltungen auch eine 50 Meter lange Schwimmbahn zu besitzen, gelangt eine eigene, verschiebbare Startbrücke zum Einsatz. Das Kongressbad ist ein architek¬tonisches Musterbeispiel für die von der Stadtverwaltung des Roten Wien geförderte Bäderkultur und wird rasch zum Sammelpunkt verschiedener Körperkultur¬bewegungen. 1928 findet hier zum Beispiel das Auswahlwettschwimmen für die Olympischen Spiele in Amsterdam statt. Und im Rekordsommer 1930 verzeichnet das Kongressbad 448.555 zahlende Besucher. Im Februar 1934 ist die nahegelegene Wohnhausanlage Sandleiten, die vom Kongresspark aus von der Polizei beschossen wird, hart umkämpft. Im Bad selbst wird bald darauf nicht nur „anstößige Badebekleidung“, wie der legendäre Lobaufleck oder der selbstgenähte Zweiteiler verboten, sondern auch das Tanzvergnügen nach populärer Schlagermusik. Die heimatlos gewordenen Arbeitersportler müssen zu „bürgerlichen“ Vereinen wechseln, viele der auch politisch aktiven Jugendlichen schließen sich aus Enttäuschung der illegalen KPÖ an. Das Kongressbad bleibt bis 1938 so etwas wie eine „sozialistische Insel“. Und noch Anfang der 1940er Jahre wird die Radio-Koje im Konge für den „musikalischen Widerstand“ genutzt; hier werden die besten, neuesten – und verbotenen! – Jazzplatten aufgelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kann das Kongressbad bereits am 19. Mai 1945 wiedereröffnet werden. Die Größe des ursprünglichen Schwimmbeckens lässt sich heute nur noch erahnen, da es im Zuge der Generalsanierung 1987/88 in zwei gleich große Hälften, ein Sport- und ein Erlebnisbecken, geteilt wird. Der zweisäulige 10-Meter-Sprungturm, Wahrzeichen des Bades, musste 1981 wegen Baufälligkeit weichen, der Betrieb der Flutlichtanlage wurde bereits 1979...
Read moreThere is a large 🏊♂️ pool here. I saw three pools in total — two next to each other, and the children’s pool 👶 is located behind the building. Initially, I had a bit of trouble finding it, but after asking around, I managed to locate it ✅.
👍 Positives: • The children’s pool is spacious and great for kids 👧🧒. • The price is reasonable 💸.
👎 Negatives: • It was a bit difficult to find the children’s pool at first 🧭. • The most concerning part was that some people entered the pool wearing a long outer garment — not proper Islamic swimwear 🩱, but more like everyday street clothes 🚶♀️. This really raises the question: Is this outfit meant for swimming? 🩱 Is it...
Read moreMeiner Meinung nach wird das Kongressbad anhand der aktuellen Bewertungen eindeutig überbewertet! Kritikpunkte: Es gibt für 600 Frauenkästchen exakt 1 (!) Umkleidekabine, die naturgemäß fast ständig belegt ist und viele "Damen" dazu verleitet sich quasi "öffentlich" im Bereich der Kästchen nackt aus- und umzuziehen - Beileibe kein schöner Anblick (in vielen Fällen und nichts was man sich unbedingt gönnen muss). Bei den Herren gibt es - soweit ich das beurteilen kann hingegen in jedem Kästchenabschnitt eine Umkleidekabine !!! Es gibt ein "Sportbecken", das an sich erfreulicherweise auch nicht ganz winzig ist - allerdings ist sportliches Schwimmen hier auch kaum möglich, da es bei Temperaturen über 30°Celsius immer noch auf 27 Grad aufgeheizt wird und somit kaum Abkühlung bietet und für sportliches Schwimmen nicht unbedingt motiviert. Paradoxerweise ist es das wärmste Becken im gesamten Bad. Sowohl das Nichtschwimmerbecken als auch das Kinderbecken sind deutlich kühler, was vor allem Eltern mit Kleinkindern dazu motiviert mit ihren Babies und Schwimmflügel tragenden Kindern das Sportbecken zu blockieren. Vielleicht muss man dann aber auch gerade wegen der vielen Kleinkindern (die vermutlich nahezu alle freudig ins Wasser pinkeln) gar nicht mehr sooooo viel Heizen :-(. Ich bin sicher keine Kinderhasserin aber angesichts des großzügig angelegten Nichtschwimmerbereiches und des zusätzlichen Kinderbeckens sehe ich nicht ein, dass sportlich orientierte Vollzahler (= Erwachsene) scheinbar hier keine Existenzberechtigung zu haben scheinen :-(
Die 2 Sterne vergebe ich für die ausreichenden Liegeflächen - teilweise auch mit (durchgelegenen und unbequemen) Liegen und die eher gute verkehrstechnisch günstige Lage (mit den Öffi´s gut erreichbar) - deshalb aber auch...
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