Bei bestem Spätsommerwetter ging's Heute auf die knapp 17km lange Vitaltour Rotenfels, nicht zum ersten Mal. Ich empfehle die Runde möglichst früh zu beginnen, auf dem Sportplatz (nur etwa 200 Meter vom Wanderportal entfernt) zu parken und zunächst in aller Ruhe die unglaubliche Aussicht von der Bastei zu genießen. Ich laufe die Runde (entgegen der Empfehlung) gegen den Uhrzeigersinn, da mir die Strecke vom Profil so mehr liegt und ich mir die heftige Steigung inklusive Seitenblick auf das Felsmassiv gerne für den Schluss aufhebe. Der Abstieg, die Höhe, die sehr steilen Felswände, die sich an jeder Ecke bietend wundervollen Blicke sind spektakulär und einfach nur schön. Ein kleines unerwartetes Highlight ist ein kleiner Felsentunnel, durch den wir uns bewegen dürfen. Immer wieder eröffnet sich eine wunderbare Weitsicht über die umliegende Landschaft. Nach dem steilen Abstieg nähern wir uns der Nahe und folgen dem Panomamaweg, der mit wunderschönen Fernblicken über Bad Kreuznach und das Salinental überrascht. Nun führt der Weg kurz durch die Kreuznacher Altstadt (!!!) und von dort durch den Schloßpark. Eine sehr ungewöhnliche Streckenführung für eine solche Tour. Ob es unbedingt notwendig ist eine Wandertour durch die Fußgängerzone einer Stadt zu führen sei dahingestellt. Grundgedanke war sicherlich, die Wanderer*innen nahe am Wahrzeichen der Stadt, den Brückenhäusern vorbeizuführen. Was natürlich ein legitimer Gedanke ist. Von dort geht es wieder hinauf, über eine kurze Serpentinenpassage in die Weinberge und von dort zurück in den Wald. Von hier geht es recht unspektakulär, teils auf steileren Wegen durch bewaldete Flächen, vorbei am Waldkindergarten zum Panoramablick auf den Götzenfels. Nun erfolgt auf dem letzten steilen Anstieg nochmal etwas "Fettverbrennung" bis wir den Wanderparkplatz erreichen. Mein Fazit, immer wieder eine wunderschöne Rundtour in direkter Nachbarschaft. Es sind knappe 17km, die in beide Richtungen gelaufen werden können ( Beschilderung ist immer perfekt) - ich bevorzuge es gegen den Uhrzeigersinn zu wandern. Die Strecke erfordert eine gewisse Grundkondition, Trittsicherheit und gutes Schuhwerk. Ich habe dieses Mal (mit sehr vielen Fotostopps) 4,5 Stunden gebraucht - die teilweise angegeben 6 Stunden halte ich für übertrieben. Ich würde die Strecke als "gehoben" mittelschwer bezeichnen - schwer ist für mein Empfinden nochmal eine andere Kategorie. Ich hatte während der Wanderung zweimal (für etwas 5 Minuten) Reizhustenanfälle und mehrere Male Atemprobleme. Da ich dies von mir absolut nicht kenne, führe ich dies auf evtl. vorhandene Eichenprozessionsspinner zurück. Dies ist allerdings nur eine Vermutung aber aufgrund der dort sehr vielen Eichen wahrscheinlich. Der Hinweis nur für eventuelle Allergiker. Für mich eine (aufgrund der für mich unnötigen, kurzen Passage durch die Stadt) knappe 5-Sterne Wertung an der höchsten Felswand nördlich der Alpen. Viel Spaß beim Wandern auf der Vitaltour Rotenfels....
Read moreMitten in der ansonsten lieblichen Landschaft um Nahe und Alsenz ragt jäh und unvermittelt eine über 200 Meter hohe, senkrechte Felswand auf: Die Südwestwand des Rotenfels, höchste Wand zwischen den Alpen und Skandinavien. Oben eine sanfte Fläche, ist die meist senkrechte Felswand von tiefen, steilen und dunklen Tobeln durchfurcht, die nur dem ambitionierten Wanderer an wenigen Stellen einen Durchstieg ermöglichen (T6/II).
Die Wandflucht des Rotenfelsens ist 1200 m lang und 202 m hoch, und erlaubt dem Nichtkletterer nur an drei Stellen einen Durchstieg. Dabei ist Vorsicht angesagt: Das Felsmassiv besteht aus Rhyolith, einem nicht gerade für seine Festigkeit bekannten Gestein. Die Nahe dürfte beim Herausfräsen der Felswand leichtes Spiel gehabt haben. Der Rotenfels ist also brüchig, insbesondere bei Zugbelastung heißt es Aufpassen. Ein Helm ist hier unverzichtbar. Ich habe einige zementierte Standhaken und Bohrhaken gesehen, gefahrloses Klettern findet trotzdem anderswo statt.
Der höchste Punkt allerdings ist für jedermann leicht zu erreichen. Er wartet mit einer herrlichen Aussicht auf: Der Blick schweift von der nahen Gans ganz links über den Rheingrafenstein bis hinüber zum 22 Kilometer entfernten Donnersberg, zur Altenbaumburg davor und zur noch näher gelegenen Ebernburg. Dann übers Nahetal hinüber zum Lemberg, zum Gangelsberg und...
Read moreWer in der Region Bad Kreuznach, Bad Münster am Stein, Rüdesheim, Roxheim usw. verweilt, sollte die Gelegenheit nutzen, um die Aussicht vom Rotenfels zu erleben! Diese Steilwand mit mehr als 300m Höhe lässt den Blick auf die darunter liegende Ebernburg ganz anders erscheinen. Zu erreichen ist der Aussichtspunkt für sportliche mit dem Rad oder auch mit dem Auto, Parkplätze gibt es ausreichend auf dem Wanderparkplatz, der vor vielen Jahren ein Fußballplatz war. Fährt man etwas weiter gibt es einen weiteren, der höher liegt. Einkehren kann man dort auch, die Bastei bietet hierzu einen Ort an dem man verweilen und die Ruhe genießen kann. Das Gebiet verfügt über einige befestigte Wanderwege, der Höhepunkt ist jedoch die Aussichtsplattform mit dem Kreuz. Ein Ort, den man besucht haben sollte, sehr...
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