Ich war sonntags zur Frida Kahlo Ausstellung. Die Führung, für die man sich nicht anmelden muss, war schon voll. Also konnten wir uns innerhalb von 5 Sekunden an der Kasse entscheiden, ob wir wieder nach Hause fahren oder die Ausstellung ohne Führung ansehen. Meines Erachtens macht die Ausstellung ohne Führung nur bedingt Sinn. Wobei bei der Führung, die wir später in den Räumen trafen, auch reichlich subjektiv statt sachlich berichtet wurde. So wurde herausgestellt, dass Diego Rivera seine Frau in den Ehen durchweg betrogen habe. Dass sie jedoch in dem Wissen schon in die Ehe ging und ebenfalls fast die gesamte Ehezeit Liebhaber und Affären hatte, bleibt unerwähnt und passt wohl auch besser ins heteronormative Opferbild.
Der 10minütige Film soll in den Rundgang eingegliedert sein, wirkt m.E. jedoch eher störend für den Rundgang. Ich hätte ihn aus dem Rundgang ausgegliedert.
Völlig unverständlich ist mir, warum 3x3cm große Fotografien ohne adäquate Vergrößerung ausgestellt werden. Selbst wenn man das originale Format behalten will hätte man eine Lupe installieren oder einfach eine Vergrößerung darüber hängen können.
Die Beschriftung der Fotos war mir persönlich viel zu klein. Teilweise war sie allerdings auch noch kontrastarm (schwarz auf blau oder violett) gestaltet, was das Lesen bei recht schwacher Beleuchtung fast unmöglich machte.
Die Ausstellung war vielleicht keine Zeitverschwendung, weil wir uns den gezeigten Film zu Hause im Ganzen angesehen haben. Allerdings war sie für mich auch kein Highlight und hätte ohne inhaltliche Änderung dennoch handwerklich deutlich besser gemacht...
Read moreFritz Opel errichtete das heutige Ausstellungshaus 1931/32. Nach diversen Zwischennutzungen widmet sich die gemeinnützige Stiftung Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim seit 2001 dem "Erhalt der Gebäude, der Veranstaltung kultureller Projekte in Form von Ausstellungen, der Bildung und Vermittlung sowie die Förderung von Kunst". Parkplätze gibt es auf dem Gelände, oder im wenige Gehminuten entfernten Parkhaus.
Wir besuchen die Retrospektive der Fotografin June Newton alias Alice Springs. Taschen können an der Kasse abgegeben werden. Die Auswahl ist beeindruckend. Da jedoch auch enge Flure für die Präsentation genutzt werden, ist es nicht immer leicht, die großformatigen Fotografien als Ganzes zu erfassen. Die Luft ist stickig. Ein Begleitfilm erschließt sich, mangels durchgehender Untertitelung, in erster Linie englischsprachigen Besuchenden.
In der Schleuse, dem Übergang zwischen beiden Villen, werden die Arbeiten von Kunststudierenden gezeigt. Im darunter gelegenen Lesecafé findet man Hintergrundinformationen zur laufenden Ausstellung. Die Öffnungszeiten des Restaurants in der Villa Wenske decken sich nicht mit denen des Ausstellungshauses. Nach dem Besuch der Ausstellung lohnt sich ein Besuch der wenige Schritte entfernten Festung Rüsselsheim, oder ein Spaziergang im Verna-Park und dem Mainvorland.
Fazit: Interessante Location, die aktuelle Ausstellung könnte besser aufbereitet sein.
Ambiente: 3 Sterne Preis-Leistungs-Verhältnis: 4 Sterne Museumsdidaktik: 3 Sterne Empfohlene Besuchsdauer: 1...
Read moreLovely museum near the Main river with always interesting exhibitions. I loved the current exhibition on Alice Springs aka June Newton (1923-2021), the wife of Helmut Newton (1920-2004). Many fabulous portraits and commercial photography. I found the portraits of the same subject by her and her husband particularly interesting. While Helmut Newton's photographs were more showy and stylized, June Newton's photographs were more natural...
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