Die einzigen, die dieser „Wirt" gerne bedient, sind er selbst und seine alten Stammgäste. Als meine Kumpels und ich unterschiedliche Biersorten bestellten, entgegnete er uns entrüstet: "Macht es mir doch nicht so schwer! Ick "arbeite" alleene hier!" Den nach eigener Aussage also völlig überarbeiteten Mann konnten wir daraufhin allerdings dabei beobachten, wie er lange tiefenentspannt mit einer Frau in Warnweste plauderte, wobei unklar blieb, ob diese Frau eine alte Trinkfreundin war oder doch etwa eine Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes, die ihn an seine angesichts des Gesamtzustandes der Kneipe offenkundig vernachlässigten hygienischen Pflichten erinnerte.
Als wir uns nach 20 Minuten erdreisteten, nach unserem Bier zu fragen, entgegnete der „Wirt“, es dauere eben so lange, wie es dauert, und verwies mit einer Mischung aus Wut und Trotz darauf, dass wegen eines neuen Fasses nur „langsam“ Bier ausgeschenkt werden könne. Erstaunlicherweise galt dies aber nicht für das Bier, das er sich selbst reihenweise und seelenruhig einschenkte. Als nach einer weiteren halben Stunde des Kippendrehens und der launigen Plaudereien am Nachbartisch alle Hoffnung auf unser Bier aussichtslos erschien und wir aufstanden, um in eine Kneipe weiterzuziehen, in der das Servieren eines Bieres nicht als gemeine Unzumutbarkeit angesehen wird, sprang der „Wirt" mit einer bisher nicht gezeigten Agilität von seinem Hocker und brüllte uns entgegen, dass unser Bier quasi fertig sei und er unseren geplanten Aufbruch nicht verstehe.
Irgendwann erbarmte sich der „Wirt“ letztendlich unserer, taperte mit drei schalen und eher warmen Bieren zu unserem Tisch, und ermante uns, wir hätten in der Zwischenzeit schon vorbereitend drei Bierdeckel auf den Tisch legen können. Da mussten wir ihm allerdings Recht geben, Zeit war genug! In Windeseile verschlangen wir das heißerwartete Bier, entflohen diesem stickigen Ort und zogen weiter in eine Kneipe, in der man tatsächlich Bier verkaufen möchte. Manche mögen diesen „Wirt" als kultiges Berliner Original bezeichnen, tatsächlich aber ist er ein unfreundlicher, arbeitsunwilliger Mann, der seinen jungen Gästen einen schlechten...
Read moreOhje. Eine Zeitkapsel. Ohne die gute Musik (Band) 𝗸𝗲𝗶𝗻𝗲 𝘇𝘄𝗲𝗶 𝗦𝘁𝗲𝗿𝗻𝗲. Alte Teppiche und Sachen, die ihren Zenit schon vor 30 Jahren überschritten haben. Bei einem Blick an die Decke möchte man nicht unter den völlig verstaubten Lampen sitzen. Das erste Weizenbier nicht wirklich kalt und danach musste man am Tresen anstehen, um weitere Getränke zu ergattern. Drei total überforderte Service Kräfte, daher gab es auch keine TK Pizza/Flammkuchen am Abend. Eine fähige Person mehr und man hätte den Umsatz sicher verdreifachen können. So aber für uns keine Option mehr, auch wenn mehr solcher Zeitkapseln (aber mit gutem Service) geschützt werden sollten.
Oh dear. Time capsule. Without the good music (band) not even two stars. Old carpets and things that have passed their zenith 30 years ago. Looking at the ceiling, you do not want to sit under the completely dusty lamps. The first wheat beer not really cold and after that you had to queue at the counter to get more drinks. Three totally overworked service forces, so there was no TK pizza/flammkuchen in the evening. One more capable person and you could have tripled the turnover. So but for us no option more, even if more such time capsules (but with good service) should...
Read moreDas "Sterntaler" in Steglitz bietet die Chance auf eine wunderbare Zeitreise in die (Eck-) Kneipenkultur Berlins des letzten Jahrhunderts. Der Wirt, die Bedienung, die Patina aus Zigarettenrauch und Bieraroma 🍻 (Schultheiss vom Faß) an Tischen und Wänden, vermitteln einen olfaktorischen Flashback in die 60iger und 70iger jahre des letzten Jahrhunderts. Für die Freunde des Tabakgenusses gibt es einen separaten Raum mit 🎱 Pool Billardtisch und 🎯 Dartscheibe. Für einen Korn (der früher noch nicht "shot" hieß) werden € 1,50 aufgerufen. Es gibt regelmäßig stilvolle Livemusik mit "New Orleans Jazz" auf der hauseigenen Bühne, hinter der ein Gemälde hängt, das die Jazzband auf der Bühne abzubilden scheint. Ein Besuch ist sehr zu empfehlen, vielleicht sieht man sich dort bei der Gelegenheit....
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