Bäckerei Schillinger – lieber hungrig und trocken bleiben
Ein Besuch bei der Bäckerei Schillinger – oder wie man es freundlicher formulieren könnte: ein kleines Abenteuer im Niemandsland zwischen Frühstück, Improvisationstheater und Wartezeitmeditation.
Schon bei der Bestellung ahnte man: Hier hat der Tag nicht gut angefangen – und zwar für alle Beteiligten. Eine nette Mitarbeiterin war zwar da, aber deutlich überfordert, extrem unsicher, mit einer Mischung aus Selbstgesprächen, aufgesetztem Humor und nervösem Lächeln. Irgendwie charmant, irgendwie auch... irritierend. Wer keine Unterhaltung braucht, sondern einfach nur Kaffee und ein Frühstück, ist hier klar im Nachteil.
Dann hieß es: warten. Und warten. Und weiterwarten. Bestellt wurde nicht serviert, sondern eher in unsere Richtung geschoben – in etwa bis zur Thekenkante. Nur noch zwei Schritte weiter, und der Tisch wäre erreicht gewesen. Aber gut, vielleicht ist „Selbstbedienung light“ hier Teil des Konzeptes.
Der Gastraum selbst? Eher eine Einladung, schnell wieder zu gehen. Tote Wespen auf dem Fensterbrett um 9 Uhr morgens zeugen nicht von einem kämpferischen Kampf der Nachtschicht gegen Insekten, sondern eher davon, dass gestern nicht geputzt wurde. Auch der Boden hinter der Theke sprach eher für ein „Heute nicht mehr“ als ein „Herzlich willkommen“. Die Toiletten haben wir vorsorglich gemieden – eine durchwachsene Blase war uns sicherer als ein Risiko auf fremdem Terrain.
Das Frühstück? Nun ja – statt dem angekündigten Brotkorb lag ein einzelnes, einsames Brötchen beim Omelette, als hätte man es versehentlich auf den Teller geschubst. Kein Hinweis beim Bestellen, keine Nachfrage, kein „Tut uns leid“. Graubrot, das laut Karte den Strammen Max zieren sollte, war angeblich „nicht geliefert worden“. Komisch nur, dass es ein paar Meter weiter in der Auslage lag. Nachfrage? Antwort: „Das brauche ich zum Verkaufen.“ Na dann.
Das Omelette selbst war ein Erlebnis für sich: Optisch zwischen Kaiserschmarrn und Rührei-Unfall, geschmacklich irgendwo zwischen verbrannt und traurig. Man fragt sich, wie man Eier auf diese Weise entstellen kann – aber vielleicht ist das auch Kunst, und ich habe es nur nicht verstanden.
Belegte Brötchen gab es keine, obwohl man sich immerhin in einer Bäckerei befand. Und was die Präsentation betrifft: Das Auge isst ja bekanntlich mit – aber hier hat es sich vor Scham weggedreht.
Krönung des Ganzen: Während Gäste draußen im Regen warteten, durfte die Freundin der Mitarbeiterin den gegenüber 5er Tisch für sich alleine beanspruchen. Kundenkontakt? Eher Nebensache. Hauptsache, man kennt sich und hat's gemütlich.
Fazit: Wenn Sie mal Hunger, Durst, Zeit, Nerven und ein wenig Lebensfreude auf einen Schlag verlieren wollen – herzlich willkommen bei der Bäckerei Schillinger. Wer besucht, hat eine gute Geschichte zu erzählen. Und einen Grund mehr, das nächste Frühstück lieber wieder...
Read moreExcellent bakery, to my knowledge the only one in Bad Bertrich. Really good bread, rolls and buns. Good pastry as well, including German traditionals like "Käsekuchen" and "Streuselkuchen". Sandwiches and coffee are also available, to go or to be enjoyed at the sunny terrace (self-service). The people from the shop are usually very friendly. However, mind you, if you are very unlucky, you will be served by a young girl with a terrible mood with no single smile to spare. Only tactic is "to keep quiet when you...
Read moreMein Plan war es ein Teilchen und einen frischen Kaffe zu holen und ggf vor Ort zu Konsumieren.
Beim Eintreffen wurde man freundlich empfangen. Ich bestellte zuerst meinen Kaffee, dann suchte ich nach einem Teilchen was sich eher als schwierig gestaltet hatte. Auswahl war nicht die Welt aber das war nicht das größte Problem waren die unzähligen Wespen auf den Süßwaren… Klar kommt man nicht ganz ohne Wespen zu der Jahreszeit aus aber der Mitarbeiterin war es relativ egal wo ich sie drauf hingewiesen hatte das die Süßwaren garnicht mehr verkauft werden dürfen (man sah schon wie die Teilchen angefressen waren von den Wespen). Noch viel schlimmer sie sagte es sei eine Anweisung der Vorgesetzten grade gestern wäre noch jemand davon vor Ort gewesen und hat darauf hingewiesen die stark befallenen Teilchen auch zu verkaufen.. Ein NoGo! Zurück zu meiner Bestellung, Diese hab ich aus den oben angesprochenen Gründen nur auf meinen Kaffee reduziert. Recht schnell wurde mir dann auch der frisch zubereitete Kaffee im Pappbecher gereicht.. ich schaute rein und war verwundert und fragte freundlich nach ob die Kaffeemaschine eventuell Kaputt sei!? (Siehe Bild) Die Füllmenge vom Becher hat nichtmal die Hälfte erreicht aber der Preis vergleichbar zu anderen Bäckereien suggerierte mir das es doch ein ganzer Becher sein müsste.. Fehlanzeige die Verkäuferin machte mir klar es sei kein Fehler und das wäre eine übliche Menge.
Ok ich hab gezahlt und bin mit einer netten Verabschiedung gegangen und trank meinen Kinderkaffee draußen ohne Gefahr von Wespen...
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