Grabstein des Besontio und der Justiciola in der Basilika St. Severus (5. bis 1. Hälfte 6. Jahrhundert)
Im 5. Jahrhundert endete die Zeit der Römer am Rhein. Militärisch bedeutete dies einen vollständigen Rückzug. Das zivile römische Leben ging aber durchaus weiter. Es erhielten sich sogar verwaltungstechnische Strukturen der Römer. Allerdings kontrollierten nun Franken römische Städte. Auf dem Land gründeten sie neue Siedlungen, die meist unabhängig von den alten römischen Siedlungen und Höfen entstanden. Aus dieser spannenden Übergangsphase gibt es in Boppard interessante Spuren zu entdecken.
Der Grabstein des Diakons Besontio und seiner Nichte (bzw. Enkelin) Justiciola wurde im Oktober 1973 in zwei Teilen bei Ausschachtungsarbeiten zum Bau der Fußgängerunterführung unter der Bahn zwischen der Marienberger Straße/Angertstraße in Boppard aufgefunden. Der Grabstein gehört zu den ältesten frühchristlichen Grabsteinen Boppards. Die Namensformen Justiciola und Besontio können zweifelsfrei der gallo-romanischen Bevölkerung zugeordnet werden. Sie waren somit keine Franken, lebten aber bereits unter der sich bildenden merowingischen Herrschaft.
Auf dem Grabstein befindet sich folgende aus dem Lateinischen übersetzte Grabinschrift:
Hier ruhen in Frieden der gesegnete Diakon Besontio und seine Nichte (bzw. Enkelin), das gesegnete Mädchen Justiciola. Das Mädchen Justiciola starb am achten (Tag) und der Diakon Besontio am siebten (Tag) vor den Kalenden des April (25. bzw. 26. März).
Über die Todesursache von Besontio und der Justiciola ist nichts bekannt oder überliefert. Eine Seuche mit schwerem Krankheitsverlauf wäre die plausibelste Erklärung, gerade weil beide in kurzer Folge (24h) starben. Die Grabplatte wurde Ostern 1974 innen an der Westwand der Basilika St. Severus in Boppard angebracht. Nutzt man den Eingang auf der Marktseite, befindet...
Read moreThe site was originally a Roman Baths and ever since 5th C CE, a church stood here. The current structure belongs to 1236 CE. Originally built in Romanesque style in 13th C, it was renovated and expanded later in Gothic style. The cross on the altar is as old as the church. There are some murals that depict the life of St.Severus in the nave. There are some murals in the right aisle ceiling as well. These murals too belong to the early Romanesque era. Early Christian grave-stones as old as 5th-6th C CE are on the wall here as well as the original...
Read moreWe visited Holy Mass on 30 April. The basilica has a distinctive roman atmosphere. The Cross of Our Lord is very impressive as is the statue of Our Lady with the Lily Sceptre.
We wondered during Mass (Hochamt!) why there were only two readings, why the priest wore the vestment of a deacon and why the gospel was not the prescribed gospel (no Road to Emmaus appearance).
Architecture 5...
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