Wir sind aufgrund der positiven Bewertungen in das Lokal gegangen. Bereits am Eingang fielen uns geradezu penetrant viele Hinweise auf die "Barzahlungspflicht" auf, weshalb wir wider unseres Bauchgefühls noch Bargeld abholen gegangen sind. Das Lokal selbst ist mit "urig" bis "deutlich in die Jahre gekommen" sicher gut beschrieben.
Der Service war freundlich und schnell und brachte uns eine Speisekarte.
Auf der Karte war auf Seite 1, wo ich eigentlich ein: Willkommen in unserem Haus, das ist unser Konzept usw. erwarten würde, ein weiterer Hinweis auf die Barzahlungspflicht mit einer ganzen Seite hanebüchener und auch noch sachlich falscher schriftlicher Begründung für den Verzicht auf digitale Zahlungsmöglichkeiten.
Das Essen war solide bis sehr einfache deutsche Hausmannskost (2,5 - 3 Sterne), vieles war aber auch sicher nicht wie beworben "frisch und handgemacht". Der Wechsel von Fertigpommes auf Bratkartoffeln kostet 4,50 € Aufpreis, dafür schmeckten diese auch wirklich solide. Das vorpanierte Fertigschnitzel war genießbar, wurde aber auch anders beworben und ist sicher nicht zum Imbisspreis angeboten. Bei dem Preis erwarte ich tatsächlich mehr Handarbeit.
Am Ende gab es dann auch wie fast schon erwartet und zuvor am Nachbartisch ebenfalls gesehen keine ordentliche Quittung, sondern einen handschriftlichen Kellnerzettel mit der Gesamtsumme. Diese "Schwarzgeld-Einnahme" unter Umgehung der Bonpflicht und vermutlich jeglicher Versteuerung unterstützen wir doch gerne und wissen jetzt auch, warum Kartenzahlung wirklich so böse ist: es fallen auf die Einnahmen dann ja auch noch Steuern an, da dieses Geld als Umsatz gebucht werden muss.
Insgesamt von Vorgestern und wirklich bestenfalls durchschnittliches Essen zum dafür stolzen Preis. Die penetranten Hinweise auf die Barzahlungspflicht an so vielen Stellen (vor dem Eingang an 5!! Stellen) und das anschließende "Schwarzkassieren" machen es am Ende für uns unmöglich, noch einmal vorbeizuschauen. Schade eigentlich, es gäbe...
Read moreGeldbeutel schonen am Ende des Urlaubs. Dachten wir an deutsche Küche oder warum nicht gleich was heimatliches Bayerisches? Am Vormittag recherchiert, wo man hingehen könnte und sind auf das Zum Berg-Quell gestoßen. Essen sah gut aus, allerdings war auf der Webseite angegeben, solle eher reservieren. Haben wir gemacht. Um dann ab Öffnungszeit anzurufen, denn wir hatten noch keine Reservierungsbestätigung erhalten. Ob es denn klar geht. Ja, man hatte uns eingetragen. Abends kamen wir dort hin. Um dann draußen zu sitzen. Viele Tische waren draußen schon reserviert, aber in der Hauptessens-Zeit 18-19 Uhr kam da keiner. Merkwürdig. Bestelltes Essen kam dann recht zügig. Es sah leider nicht nach Restaurant aus. Eher wie Hausmannskost/Gaststätte. Das Hähnchenbrust-Filet war leider völlig Pfefferlastig. Vom Fleisch hat man nichts mehr geschmeckt. Die Bratkartoffeln selbst waren OK. Portionsgröße annehmbar. Aber das Preis-Leistungsverhältnis für dieses Gericht stand in keinem passenden Verhältnis. Der Service selbst war freundlich. Aber eher nicht aus dem Gastro-Bereich. War mir komisch vorkam: Gäste, die bezahlt haben, haben nur handgeschriebene Zettel erhalten. Auch uns hat man einen handgeschriebenen Zettel als Rechnung vorgelegt. Wir baten um die Ausstellung einer ordentlichen Rechnung. Es kam eine handgeschriebene Bewirtungsrechnung - ohne Originalbeleg von Kasse mit TSE Schlüssel, ohne Rechnungsnummer. Selbst die Bewirtungsrechnung erfüllt nicht den gesetzlichen Anforderungen, Rechnungsnummer fehlt komplett. Auch hier kein Bon aus Registrierkasse angeheftet, nur handschriftliche Aufzählung.
Man wird auch mehrfach darauf hingewiesen, man nehme keine Kartenzahlung. Wo ich mich aufgeregt habe, warum ich mir Gedanken über deren Höhe der Transaktionsgebühren machen soll? Mit den richtigen Partner und steuerlich absetzbar alles kein Problem.
Jetzt wissen wir wohl auch, warum hier so auf Barzahlung bestanden wird.
Wir können es leider insgesamt...
Read moreMeine Frau und ich verbrachten vier Tage in Braunlage, um den Harz zu Fuß zu erkunden. Wie zu erwarten, hatten wir nach einem Tag an der frischen Luft einen anständigen Hunger. Am ersten Tag fiel unsere Wahl auf das Berg Quell Stübchen. Die Reservierung tätigten wir vorab per Telefon, was sich als sehr nützlich erwies, da man ohne Reservierung kaum eine Chance hat, einen Tisch zu bekommen. Vor Ort wurden wir vom Wirt mit einer sehr herzlichen und einladenden Art empfangen, als wären wir bereits seit Jahren Stammgäste. Die zwei jungen Frauen im Service standen dem Wirt in nichts nach, sie waren sehr freundlich, gaben tolle Empfehlungen und waren äußerst aufmerksam, ohne aufdringlich zu sein – genau das, was man sich wünscht.
Kurz gesagt: 5 von 5 Sternen für den Service.
Doch das allein erklärt nicht, warum wir dann nur noch ausschließlich im Berg Quell Stübchen gegessen haben.
Nun zum Essen: In den Tagen haben wir die Rinderkraftbrühe, das Schnitzel Hamburger Art, Zwiebelröstbraten vom Roastbeef, Schweinefilet, Nackensteak, das Rumpsteak und Hähnchenbrustfilet mit Bratkartoffeln probiert. Die Portionen waren sehr üppig und die Küchencrew hat sich geschmacklich selbst übertroffen, jedes Gericht war ein Genuss. *Kleine Anmerkung: Bei einigen Gerichten ist etwas grober Pfeffer drauf. Wer es also nicht so würzig mag, sollte dies bei der Bestellung anmerken. Mein persönliches Highlight war das Rumpsteak. Es war zwar das teuerste Gericht auf der Karte, aber der Preis war absolut gerechtfertigt. Das Steak war auf den Punkt gegart und ein wahrer Genuss. Ein größeres Beilagengemüseangebot zu den Fleischgerichten wäre toll, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Deshalb gibt es beim Essen 4,95 von 5 Sternen.
Zum Abschluss: Liebes Berg Quell Stübchen-Team, wir haben bei euch sehr gut gespeist und uns sehr wohlgefühlt, sodass wir euch bereits am ersten Abend zu Hause vermisst haben. Macht weiter so, ihr macht einen super Job. Ganz liebe Grüße,...
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