Meine Frau und ich machen regelmäßig Urlaub in Husum und bislang gehörte jedes Mal ein Besuch in Dragseths Gasthof dazu. Bislang haben wir dort immer gut und zu einem angemessenen Preis gegessen und schöne Abende verbracht. Heute allerdings ist einiges schiefgelaufen – der auf der Karte als „rosa gebraten“ angepriesene Lammrücken war alles, aber nicht rosa; genauer: die eine Hälfte war komplett durchgebraten, die andere war ziemlich durchgebraten mit einem bleuen Kern. Da er in zwei Hälften aufgeschnitten serviert wurde, hätte das sowohl dem Küchenpersonal als auch der (erfahrenen!) Servicekraft auffallen können. Geschmacklich war er in Ordnung, wenn auch kaum gewürzt, aber von seiner Konsistenz her natürlich alles andere als ein Genuss. Auf die Nachfrage des Mitarbeiters, ob alles in Ordnung sei, habe ich meine Enttäuschung über den verfehlten Garpunkt und die Konsistenz deutlich formuliert (der Mitarbeiter hat sich den Lammrücken daraufhin angesehen und eingeräumt, dass er durchgebraten sei!), fairerweise auch, dass das Gericht geschmacklich in Ordnung sei, was der Mitarbeiter mit einem freundlichen „Na, dann ist ja alles tip-top“ quittierte – eine merkwürdige Reaktion auf eine berechtigte und klar formulierte Kritik. Dass die Kräuterseitlinge, die zum Lammrücken serviert wurden, nur auf einer Seite den Pfannenboden geküsst hatten und ebenfalls kaum gewürzt waren – geschenkt bei so einem guten Grundprodukt. Und dass der laut Karte dazugehörige Wildkräutersalat gefehlt hat, habe ich erst bemerkt, nachdem wir gegangen waren. Im Nachhinein habe ich mich sehr geärgert – über den Mitarbeiter und dessen Reaktion, allerdings auch über mich selbst: Ich hätte das Gericht, zumindest aber den doppelt getöteten Lammrücken, zurückgehen lassen sollen. Die vegetarischen Tortellini, die meine Frau bestellt hatte, waren gut, ebenso das Dessert, den schon eher gehobenen Preisen war das Essen unseres Erachtens insgesamt aber nicht angemessen. Schade für das Lamm und den deutlich getrübten...
Read moreWir hatten das Vergnügen im Dragseth‘s Gasthof, dem ältesten Gasthof Husums, zu essen - eine tolle Kombination aus regionalen norddeutschen Zutaten und Raffinesse.
Wir entschieden uns für den Kapitänsteller mit unterschiedlichen Sorten Fisch und den Schweinefilet Medaillons mit Champignons. Zu beiden Gerichten gab es Bratkartoffeln.
Die Bratkartoffeln müssen vorab einmal besonders gelobt werden. :) Knusprig, alle goldbraun und nicht eine einzige dunkle Stelle, perfekt gewürzt und nicht zu fettig, besser können Bratkartoffeln nicht sein!
Der Fischteller hatte mit Matjes, Zander, Garnelen und hausgebeiztem Lachs eine tolle Auswahl. Dazu ein Spiegelei und drei bzw. vier Saucen, wenn die Hollo mit dazu gezählt wird. :) Absolutes geschmackliches Highlight war der hausgebeizte Lachs, von dem ich ein ganzes Kilo hätte essen können, so lecker war der. Bei den Medaillons stach besonders die Pfeffersauce hervor und rundete das Fleischgericht besonders ab. Das Schweinefilet war zart und saftig und beide Portionen waren absolut ausreichend.
Für ein Dessert waren wir leider zu satt, so dass es nur noch bei einem Absacker blieb. Mit einem halben Liter Wein und einem großem Bier sowie zwei Aperitife und bezahlten wir etwas mehr als 100 Euro zuzüglich Trinkgeld.
Der Service war den ganzen Abend über super - freundlich, alles gut im Blick, schnell und auf zack. Zudem hat uns gut gefallen, dass es immer einen kleinen „Schnack“ gegeben hat, das verstärkte das gemütliche Ambiente.
Insgesamt ist der Gasthof gemütlich und urig. Auch Hunde sind willkommen, was wir sehr schätzen. Ein kleiner Verbesserungsvorschlag: Eine Wasserschale für den Vierbeiner hätte den Besuch perfekt abgerundet.
Insgesamt ein wunderbarer Abend mit exzellentem Essen, vielen Dank! Wir kommen sehr...
Read moreDrittes Husumabendessen. Für mich immer wichtig, die angebotene Brauerei; im Dragseth‘s Gasthof das beste norddeutsche Bier, Dithmarscher Pilsener – dafür zu Beginn einen gehopften Extra-Stern, gleicht den fehlenden Hafenblick wieder aus. Ansonsten sind die überschwänglichen Bewertungen hier nicht übertrieben. Wir haben gerade noch den letzten Außenplatz an der mäßig befahrenen Straße bekommen, ansonsten drinnen und draußen alles belegt – deshalb kam der leicht abgekämpfte Service etwas ins Schlingern, trotzdem freundlich, und ich wurde angesichts der Biererwartung (s.o.) fast etwas ungeduldig. Da wir aber keine weiteren Termine hatten (Urlaub), kann man auf gutes Essen und Getränke aber gerne mal einen kleinen Augenblick länger harren. Das Essen war das beste in 4 Tagen Husum. Fischsuppe, geschmacklich nicht überladen, aufs Wesentliche reduziert und genau deshalb sensationell – wie aus Kapitäns Kochtopf, gut mit Meeresfrüchten gefüllt. Und selbst aus etwas profanem wie gebratenen Champignons wird mit dem richtigen Dressing ein exzellentes Entrée. Hauptspeisen, wer hätte es gedacht, Fisch: Zander, gebraten, außen knusprig, innen zart, auf Kartoffelstampf, das (und jetzt ist der einzige Mini-Kritikpunkt) hätte wenige Grad wärmer sein können; aber mit dem kalten Pfifferlingsalat eine echte Geschmackskomposition. Auf dem anderen Teller lag der Husumer Pannfisch, drei gebratene Sorten, dazu perfekte Bratkartoffeln. Das Dragseth’s hat eine geschmacklich nicht überzogene und dadurch sehr feine Küche, hier ist Fisch noch Fisch und mit den wunderbaren Beilagen eine Kreation. Dazu dieses...
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