Kinder theoretisch ok, praktisch - nicht gerne gesehen.
Am Sonntag gegen 16 Uhr war ich mit meinem Mann und zweijĂ€hrigen Sohn in der Ausstellung: DIETER ROTH UND DIE DRUCKGRAPHIK. Wir waren zu dritt schon in vielen Ausstellungen und Museen in verschiedenen LĂ€ndern dieser Welt und das war kein Problem. Dieses Mal war es anders. Aufgrund unseres Sohnes standen wir unter permanenter Beobachtung und wurden regelrecht verfolgt. Wir haben uns hierbei nicht wohlgefĂŒhlt. Nach knapp 20 min war die Anwesenheit unseres Sohnes ein nicht mehr zu duldendes Problem. Plötzlich wurden wir von einer angewiderten Aufseherin angezĂ€hlt, âso ein hin und her Rennen und diese LautstĂ€rke ist ja kaum zu ertragen. Die LautstĂ€rke geht durch das ganze Haus und verdirbt die ruhige AtmosphĂ€re der Ausstellung.â Kurz gesagt: die Kunst wird ungenieĂbar. Eine Lektion â was die richtige Erziehung sei â folgte. Letztendlich wurde ich geben die AusstellungsrĂ€ume zu verlassen. Die LautstĂ€rke unseres Sohnes war keineswegs unertrĂ€glich. So normal halt wie ein zweijĂ€hriger mit seinen Eltern spricht. Die Halle ist groĂ und schallt auch beim FlĂŒstern. Wenn eine FĂŒhrung stattfinden, ist es immer laut. Wenn Besucher sich unterhalten, es ist auch laut. Wenn die Ausstellung reichlich besucht ist, ist die LautstĂ€rke ebenfalls höher. Ein Museum ist fĂŒr mich ein Ort der Begegnung und kein toter Ort. Fakt ist: Deutschland ist ein kinderunfreundliches Land. Kinder sollen in öffentlichen Raum weniger bis gar nicht auftreten. LĂ€rm als sozial adĂ€quate LebensĂ€uĂerung von Kindern wird grundsĂ€tzlich nicht akzeptiert. FĂŒr einen 30-minĂŒtigen Ausstellungsbesuch und dieses âErlebnisâ haben wir 20 ⏠Eintritt bezahlt. In den Phönix-Hallen waren wir bisher StammgĂ€ste. Die geboten Ausstellung waren stets interessant und sehr gut dargestellt. Dieses Mal war es leider ein sehr...
   Read moreĂber die Möglichkeiten die Sammlung Falkenberg zu besuchen wurde ja bereits so einiges geschrieben und auch erklĂ€rt warum das so ist. Seit kurzen kann jedoch jeden ersten Sonntag im Monat (da ist es schon gut, sich mit der Funktion eines Kalenders vertraut zu machen) die Möglichkeit des Besuchs ohne Voranmeldung. Zeitraum 12-17 Uhr. Um 12 und 15 Uhr werden ebenfalls anmeldefreie KurzfĂŒhrungen geboten. Ich selbst war bisher bereits drei mal zu diversen Themenausstellungen in den Phoenix-Hallen. Zugegeben kann ich jedes mal nicht nur ĂŒber die Kunst, sondern auch ĂŒber die Architektur erfreuen. Hell, modern, freundlich, spacig. So wie es eben auch zu Moderner Kunst passt. Letztere ist natĂŒrlich ein immerwĂ€hrendes Spannungsfeld und zwischen gefÀÀlt und gefĂ€llt nicht erstreckt sich ein weiter Spielraum der eigenen, so wie natĂŒrlich der kĂŒnstlereigenen Interpretation. Was will er Kommunizieren, was sehe (höre) und verstehe ich? Eine FĂŒhrung oder zumindest der RĂŒckgriff auf Begleitinformationen sind oft genug Grund fĂŒr zusĂ€tzliches Erstaunen. Es gab jedoch auch Kunstwerke, deren EntstehungserlĂ€uterungsmonolog selbst mich ein einen Zustand versetzte mir an dieser Stelle eine Bundestagsdebatte zu wĂŒnschen... na ja, das war einmalig aber schon "krass" langatmig. Ich gebe trotzdem fĂŒnf Sterne - denn Sowohl die Ausstellungen als auch die PrĂ€sentation in den beeindruckenden Phoenix Hallen sprechen qualitativ fĂŒr sich. Man sollte bewusst hierher kommen. Einfach mal "durchlaufen" und schauen wird den gesammelten Werken hier...
   Read moreWir waren zur aktuellen Ausstellung "Ernsthaft!? Albernheit und Enthusiasmus in der Kunst" in der Sammlung Falckenberg. Das GebĂ€ude liegt direkt neben dem Phoenix Center in Harburg. Der Eindruck war selbst von auĂen schon ĂŒberraschend, die Sammlung befindet sich im einem wunderschönen BacksteingebĂ€ude. Die RĂ€umlichkeiten innen sind perfekt fĂŒr eine Ausstellung und gehen bis in den 4. Stock. Zur Barrierefreiheit und einem Fahrstuhl können wir leider nichts sagen. Die Ausstellung selbst war sehr spannend und kreativ, das Thema wirklich cool. Allerdings war auch sehr kuriose Kunst dabei, teils mit gewaltsamen Inhalten. Es stehen ĂŒberall Triggerwarnungen, das fanden wir sehr gut. Am Wochenende gibt es freien Eintritt, lohnt sich daher wirklich vorbeizuschauen. Es hat auch eine FĂŒhrung auf Deutsch stattgefunden, an der man...
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